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NBA Live 15 im Test – wieder ein Flop oder mehr als das?

Artikel von | 26.11.2014 um 11:42 Uhr

Nach dem Start der NBA-Saison und der Erscheinung von NBA 2K15, ziehen die Entwickler von EA Sports als Dritte ins Rennen des alljährlichen NBA-Wahnsinns. Packende Next-Gen Basketball-Action soll auf dem Parkett entstehen, so von den Entwicklern versprochen, doch ob sie es auch einhalten können, werde ich durch diese Review klären. Kriterien wie Grafik, Präsentation und Gameplay spielen dabei eine maßgebliche Rolle und werden in die Bewertung einfließen.

NBA Live 15 Logo

Der erste Eindruck

Nachdem der erste Patch mit knapp 500MB geladen und installiert wurde, geht es los mit dem Spiel. Als erstes startet ihr in einer Trainingshalle, in der ihr von Damian Lillard Anweisungen bekommt, wie ihr denn NBA Live überhaupt spielt, durch das einfache Vor- und Nachmachprinzip.  Das Ganze ist sehr vorbildlich und schön dargestellt und die Videosequenzen mit Lillard schauen super aus. Außerdem erlernt ihr, wie ihr werft und dunkt, Assissts/Pässe gibt und einige Moves, wie ein Hotstep. Nachdem ihr das Standardtraining abgeschlossen habt, könnt ihr weitere Trainings absolvieren oder das aufgezwungene 7. Finalspiel, in dem es um “alles oder nichts“ geht, spielen und NBA Champ werden. Zur Auswahl stehen die beiden, laut EA, besten NBA Teams Cleveland Cavaliers und Oklahoma City Thunder zur Auswahl. Für wen ihr euch entscheidet, bleibt euch überlassen. Eine Möglichkeit das Spiel zu überspringen, sucht man vergeblich, das ist nicht möglich (jedenfalls wurde es beim Test nicht gefunden). Hat man das Spiel abgeschlossen, gelangt man ins Hauptmenü, das dem aus dem letzten Jahr und dem von FIFA ähnelt.

Wiedergutmachung des letzten Jahres?!

Nein! Gameplaytechnisch hat das Spiel nicht viel zu bieten. Nachdem man die Präsentation gesehen hat und auf dem Court steht, hört das Schöne auch schon auf. Schon wenn man den Tipp-Off gefangen hat, merkt man wie statisch das ganze Spiel wirkt. Die Spieler laufen ziemlich steif und wahnsinnig rasant über auf ihre Position, zusammen mit den komischen Bewegungsabläufen und dem unspektakulären Dribblen, ergibt es ein ziemliche dürftige Optik. Letzteres wurde letztes Jahr noch hoch angepriesen und sollte mehr Freiheiten auf dem Parkett bringen. Daraus wurde auch schon letztes Jahr nichts und im neuesten Ableger sind auch keine spürbaren Verbesserungen vorhanden. Wie oben angesprochen verliert NBA Live 15 im Spiel einiges an schöner Optik und bringt nur in Videosequenzen eine Next-Gen Grafik zum Vorschein: Wirkten die Spieler vorher noch ganz schön und recht real, zusammen mit einigen Schweißperlen und Animationen, verliert sich das auf dem Spielfeld komplett. Denn die Grafik wirkt so dermaßen runter geschraubt, dass es ein mittelmäßiges PlayStation 3-Niveau erreicht. Wenig Details und eine Gleichheit des Äußeren der Spieler garantieren dem NBA-Neuling Kopfschmerzen. Wahrscheinlich wirkt die Action auf dem Court deswegen wenig dynamisch. Einzig allein Call of Duty und Battlefield-Spielern könnte es gefallen, denn das herum Gehüpfe schaut genau so aus. Und das ist kein Scherz. Das Springen könnte genau so von einem der eben genannten Ego-Shootern kommen. Rebound, Jumpshot, Korbleger – alles mit springen. Kommt schon, EA, das geht auch besser!

Wo es aber durchaus dynamisch wird, ist, wenn nach einem Fehlwurf das Spiel und die andere Hälfte verlagert wird. Auf einmal sprinten zehn Mann von einem zum anderen Korb, unabhängig von Spielzügen, Attributen oder Logik. Logik fehlt auch in der Defensive. Gute Team-Defensive gibt es nicht, die Spieler bleiben einfach ganz stur bei ihrem zugeordneten Gegner. Bei Pick and Roll oder anderen Spielzügen der Gegner wird nie geswitcht, was oftmals einen Zug zum Korb verursacht und somit einfache Punkte. Der Zug zum Korb mit anschließenden Korbleger oder Dunk, zusammen mit 3-Punkte-Würfe, ist auch übrigens so ziemlich das einzige, wie man Punkte machen kann. Es ist schwer zu sagen warum das so ist, aber es liegt wahrscheinlich an dieser, sich durchs ganze Spiel durchziehenden, dilettantischen Logik. Im Laufe des Tests gingen vielleicht zwischen 5% und 10% der Punkte durch Mitteldistanz rein. Um die 80% durch die Zone (u.a. Dunk, Korbleger) und der Rest durch 3er. Es ist nicht übertrieben, es ist wirklich so. Die einzigen beiden offensiven Möglichkeiten sind anscheinend Zone oder aus der Ferne. Auch mit Spielern  wie Carmelo Anthony, die einen bärenstarken Mitteldistanz-Wurf haben, haben bei NBA Live 15 das Nachsehen. Im Post gibt es auch nur eine Handvoll an Moves, die ziemlich eintönig und langweilig daherkommen. Ruppige und schnelle Bewegung, machen das Verteidigen in der Defensive kaum bis gar nicht möglich.

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NBA Live 15 Testbericht

NBA Live 15

  • Release: 31.10.2014
  • Genre: Sport
  • Entwickler: EA Canada
  • Publisher: EA Sports

Gutes

+ Präsentation
+ gutes Training
+ Rewind-Modus

Schlechtes

- mieses Gameplay
- fehlende Logik
- langweiliges Spiel
- schlechte und langweilige Modi

4.6 / 10 Schlecht!

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