NBA 2K14 Review

Getestet von | 30.10.2013 um 19:01 Uhr

Neue Runde, neues Glück

Die neue NBA-Saison ist letzte Nacht gestartet und die PS3-Fassung von NBA 2K14 ist seit wenigen Tagen auf dem Markt. Basketballfans sind heiß auf actiongeladene und superspannende Matches, in der Realität und auf der Konsole. Bisher waren nur NBA-Teams im Spiel vertreten, doch 2K goes international; Ausgewählte Europaleague-Teams, unter anderem Alba Berlin, können sich nun gegen die besten der Basketballwelt messen. Auch distanzieren sich die Entwickler ein wenig von den alten Modi rund um Jordan und werben nun mit LeBron James. Und dieses Jahr erscheint nach langer Zeit wieder ein Konkurrent aus dem Hause EA Sports.

Doch stehen die Zeichen gut oder schlecht für NBA 2K14? Können alte Fehler verbessert werden? Wie ist der Spielspaß? Ist die Grafik noch ausreichend oder veraltet? Hier könnt ihr es jetzt erfahren!

Eine Vielfalt an Möglichkeiten?!

Ich spiele die NBA 2K-Reihe schon seit es sie auf dieser Konsolengeneration gibt, sprich seit 2K7. Und man kann wirklich sagen, dass die Entwickler seitdem ihre NBA-Spiele um so viel Modi und Möglichkeiten erweitert haben, das es schon fast an Perfektion grenzt. Die Zahlen lügen nicht, die Reihe hat bei bisher jedem Spiel eine Metacritic von mindestens 80. Die letzten drei Jahre eine 89, 90, 90 von 100. Da sieht man, dass 2K Sports sein Handwerk versteht.
Auch dieses Jahr ist das Angebot wieder riesig. Die Saison und die Association kann man online und offline spielen. “Mein Spieler“ ist natürlich auch mit dabei. Die aktuellen Spiele der echten Liga kann man am selben Tag via “NBA-Aktuell“ spielen. Lust auf einen Dunk-Contest? Kein Problem, denn dieses Jahr ist das ganze All-Star Wochenende samt Dunk-Contest im Spiel integriert und nicht mehr als DLC zu kaufen. Schon mal ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung, vorbildlich! Was ich aber versuche zu verstehen ist, warum der ganze Modus nur noch in den Saisons/Associations enthalten ist. Also muss man erst die halbe Saison spielen (oder simulieren), damit man zum All-Star Weekend kommt. Dort erwarten den Spieler wieder die üblichen Verdächtigen Modi, dieses Jahr auch leider wieder ohne Skill-Challenge.
Auch ein richtiger und wichtiger Schritt ist, dass der “Crew Modus“ wieder eingeführt wurde. Dieser wurde, warum auch immer, aus 2K12 und 2K13 rausgenommen. In der Crew konnte man mit seinen Freunden zusammen gegen andere Crews spielen. Die eigenen Spieler aus dem MeineKarriere Modus wurden dafür benutzt. Es können dabei bis zu 10 Leute (5 pro Team) gegeneinander spielen, eigene Spielzüge kreieren und Spaß haben. Ich hatte damals einen Mordsspaß damit.
In “Meine Karriere“ erstellt ihr euch den Spieler eurer Träume, in der Hoffnung, dass er später einmal in die Hall of Fame aufgenommen wird. Ihr fangt an mit einem Spiel, indem ihr euer Können beweisen könnt. Weiter geht es mit langweiligen Gesprächen mit irgendwelchen Bossen der NBA Teams. Diese kann man leider auch nicht überspringen (nachdem man schon jahrelang die Reihe gespielt hat, kennt man wohl die Fragen, Aussagen und Antworten beinahe auswendig). Anschließend kommt der NBA Draft, wo die Rookies den Teams zugewiesen werden. Wird man erst später gezogen, (übertriebener weise) an 50ster Stelle, könnt ihr ne halbe Ewigkeit warten bis ihr dran kommt. Überspringen? Was ist das? Nein, das geht nicht, auch hier frage ich mich wieder, WARUM?! Und ja, es dauert lange.. Aber danach, danach geht es richtig los. Ihr fangt klein an. Ihr seid nicht die große Nummer und bekommt nur ein paar Minuten Spielzeit auf dem Parket und umso mehr auf der Bank. Die Bankzeit kann man dafür aber überspringen und das sogar ohne Laden! Ihr müsst auf euch aufmerksam machen. Gelegenheiten, außer die Spiele zu spielen, gibt es genügend. Pressekonferenzen, Sponsoring, Spenden um mal einige Sachen zu nennen. Irgendwann könnt ihr der Star der NBA sein.
Wer neu einsteigt, ist zu empfehlen Trainings zu absolvieren. Diese kann man ohne weiteres starten.
Online Modi gibt es ja auch zu genüge. Ich erinnere mich noch an 2K10/2K11, dort war jedes Spiel zu am hacken, das es schon fast unmöglich war ein Spiel zu spielen. Im aktuellen Ableger jedoch gibt es hin und wieder mal im Spiel (6min Viertel) pro Viertel vielleicht ein klitzekleinen Ruckler, aber nichts besonders schlimmes. Oft direkt nachdem man den Ball reingedunkt hat.

Realistisch oder doch nicht?

Die Ladezeiten haben die Entwickler auch wieder verkürzt. Es dauert keine Minute bis ihr im Stadion seid.
Gameplaytechnisch ist wieder eine Veränderung zu spüren. Eine neue Steuerung, die selbst eingefleischte Fans der Reihe manchmal verzweifeln lässt. Mit der Zeit gewöhnt man sich aber dran und es fällt einem leichter mit der Tastenbelegung umzugehen. Ich kann aber nicht ganz nachvollziehen, warum diese geändert wurde, letztes Jahr war sie nahezu perfekt. Ich glaube aber, die jetzige Steuerung ist gerade für Anfänger einfacher.
Die Animationen wurden dieses Jahr noch besser gestaltet. Viele neue kamen auch dazu. Insgesamt wirkt das ganze Spiel realistischer und man könnte beinahe denken, es handelt sich um ein Live-Spiel.
Die Grafik ist jetzt nicht zu vergleichen mit The Last of Us. Kann man auch nicht. Auch wenn das Spiel von den Moves und den Animationen sehr gut ausschaut, sieht man gerade in Zwischensequenzen, beispielsweise zur Auszeit, oftmals Texturfehler, viele Ecken und Zuschauer, die, um es mal nett auszudrücken, aussehen, als hätte es ein Kindergartenkind gemalt. Hätte man meines Erachtens auch besser gestalten können. Aber das ist ja wohl das kleinste Übel.
Man bekommt von 2K Games einen In-Game Soundtrack spendiert. War dieser vor Jahren noch ziemlich Hip Hop-lastig, was wahrlich nicht jeden gefällt. Aber dies hat sich ein wenig geändert. Klar ist der Hip Hop ist immer noch sehr präsent, das wird sich auch nie ändern, dennoch kommen immer mehr Indie Bands und aktuellere Chart Tracks auf die Liste. Das ergänzt sich prima zu ein wenig Old School Rap von Nas, Puff Daddy und Konsorten.
Die Kommentatoren sind auch wie immer US-Amerikanisch. Passt auch am besten. Jedoch macht es oft den Anschein, als wären diese gelangweilt, weil sie jedes Jahr dasselbe sagen. Früher sind die Kommentatoren regelrecht ausgerastet als ein Alley Oop reingegangen ist, heute dagegen reden ebendiese einfach weiter und ignorieren solche Highlights. Ich für mich wünsche mir eine deutsche Tonspur mit Frank Buschmann, möglich ist es, denn inzwischen gibt es auch spanische Kommentatoren als kostenpflichtigen DLC im Store.
Positiv zu erwähnen ist ebenfalls, dass 2K dem Spieler immer wieder neue Kleinigkeiten, Verbesserungen und Gimmicks über “In-Game Updates“ gibt. So werden neue Trikots, Schuhe, Bälle, usw. kostenlos und direkt ins Spiel integriert. Damit man es auch mitbekommt, wird es im Startbildschirm angezeigt.

Last but not zuletzt – Das Fazit

Lohnt sich denn der Kauf, lohnt es sich das Spiel zu spielen, macht es Spaß? Meine Antwort ist kurz und knapp: JA! 2K Sports hat es wirklich raus.  Abgesehen von den kleinen Mängeln, die oben genannt stehen, kann man wirklich nicht meckern. Sie haben es wieder ein mal geschafft, ein nahezu perfektes Spielerlebnis zu kreieren. Ich habe jetzt schon etliche Stunden mit dem Spiel verbracht – besonders der MeinKarriere Modus hat es mir wieder einmal angetan. Wirklich, es macht wahnsinnig Spaß sich seine NBA Karriere zu erspielen. Man lebt dort sein persönlichen American Dream, wo man von einer Nullnummer in die Hall of Fame aufgenommen werden kann. Aber auch die anderen Modi sind klasse. Dieses Jahr ist es auch leichter für Neuanfänger der Reihe. Man muss nur ein wenig am Ball bleiben.

Apropos am Ball bleiben: Ich geh jetzt erst mal ballin‘.

Gutes

+ Neue Animationen
+ Gameplay wirkt sehr flüssig
+ Viele Modi
+ Man kann seiner Kreativität im Schuhhersteller freien Lauf lassen
+ Einfacher für Neulinge
+ Flüssiger Mulitplayer

Schlechtes

- Videosequenzen wirken oftmals eckig
- Zuschauer sind Eckig
- Kommentatoren klingen gelangweilt

9.0 Must Have

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