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Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 – Road to Boruto Im Test

Artikel von | Freitag 03. Februar 2017 um 20:02 Uhr

Vor einem Jahr erschien mit Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 das Finale der Naruto Storm Reihe und was für ein grandioses Finale es doch war. HIER könnt ihr euch nochmal unseren Test zum Spiel lesen. Diesmal geht es aber um die neue Erweiterung, welche den schmalen Titel Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 – Road to Boruto trägt. Ob es sich lohnt nochmal die Shuriken auszupacken und das Chakra zu sammeln, verraten wir in unserem Test.

Die nächste Generation

Nachdem sich Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 um das letzte Kapitel des vierten Ninja Weltkrieges gehandelt hat, setzt die Road to Boruto Erweiterung 15 Jahre nach Ende des Krieges ein. Diesmal steht Narutos Sohn, Boruto, im Vordergrund. Vorlage hierfür ist der Film Boruto: Naruto the Movie, welcher gegen Ende 2015 erschienen ist. Gleich zu Beginn geht es heiß her. Sasuke bekämpft in einer verschneiten Landschaft einen unbekannten Feind. Kurz darauf schlüpfen wir schon in die Rolle von Boruto, der nicht nur optisch ganz nach seinem Vater kommt. Auch er ist ein Wirbelwind und Störenfried. Letzteres kommt aber daher zustande, dass er so die Aufmerksamkeit seines Vaters bekommen will. Dieser ist nämlich der siebte Hokage, hat einiges zu tun und daher wenig Zeit für seinen Spross. Dazu kommt noch, dass die Chu-Nin Prüfungen anstehen und Boruto und sein Team auch daran teilnehmen werden. Dieses besteht aus Sarada, der Tochter von Sasuke und Sakura, und dem jungen Mitsuki, dessen Herkunft zu Beginn noch unbekannt ist. Angeleitet werden die drei von Narutos altem Schützling, Konohamaru. Als es dann zur Chu-Nin Prüfung kommt, wird diese von zwei Seltsamen Männern unterbrochen, die sofort den Angriff auf Naruto und seine Freunde starten und das Stadion der Prüfung verwüsten. Soviel zur groben Handlung, Kenner des Film wissen eh wie es weitergeht. Fans des Anime wird es freuen, dass wieder die Original Sprecher mit von der Partie sind. Auch abseits der Hauptstory gibt es ein paar kurze Nebenhandlungen, die aber eher schmückendes Beiwerk sind.

Nichts neues im Feuerreich

Anders als die Story des Hauptspiels, welche nur durch Kämpfe und Videosequenzen erzählt wurde, orientiert man sich bei Road to Boruto eher an den Abenteuer Modus. Hier kann man Konoha und andere Orte erkunden. Dabei spielt man nicht nur eine Hauptmission nach der anderen, sondern kann wahlweise auch ein paar Nebenmissionen und Aufträge annehmen. Während es sich bei den Nebenmissionen um eher rudimentäre Kleinigkeiten handelt, wie einen Gegenstand finden oder einen Kampf bestreiten, sind die Aufträge schon etwas umfangreicher. Hier verfolgt ihr teilweise auch kleine Handlungsstränge und trefft oft auf alte Bekannte. Neues wird hier nicht wirklich geboten. Gleiches gilt für das Gameplay, bis auf 1-2 kleine Ausnahmen. So müsst ihr beispielsweise einen Test absolvieren, bei dem euch Fragen über die Naruto Historie gestellt werden oder bei einem Rennen Flaggen einsammeln. In den Kämpfen selbst ist alles beim Alten geblieben und das ist eigentlich auch gut so. Immerhin haben die schon immer Spaß gemacht und funktionierten einwandfrei. Komplett neu sind hingegen manche Charaktere. So bietet die Erweiterung 9 neue Kämpfer, die allesamt mit neuen, imposanten, Jutsus daherkommen. Hierbei stechen besonders die ultimativen Jutsus wieder heraus, die ein wahres Feuerwerk auf dem Bildschirm zünden. Wobei man auch sagen muss, dass nicht alle Charaktere wirklich “neu” sind, sondern größtenteils nur neue Outfits und Jutsus haben. Ebenso schade ist, dass ein paar Charaktere aus der Story, wie die Antagonisten, NICHT spielbar sind. Hier hätten wir uns etwas mehr erhofft.

Spielbarer Anime

Wo wir grad beim Feuerwerk waren, auch optisch weiß der Titel noch immer vollends zu überzeugen. In Sachen Cel Shading wird hier immer noch mit das beste geboten, was es bisher auf Konsolen zu sehen gab. Beim Sound ist man auch wieder routiniert gut und kann, trotz der fehlenden Original Musik, immer wieder mit netten Stücken glänzen. Dazu dann noch die altbekannten Sprecher, die besonders Puristen kennen werden, und schon kommt man sich wie im Anime selbst vor.

Bevor wir nun zum Fazit kommen, müssen wir noch ein paar Punkte erwähnen, denn perfekt ist Road to Boruto definitiv nicht. So hatten wir mehrfach mit Abstürzen zu kämpfen, was im Hauptspiel nicht einmal vorkam. Auch in Sachen Inszenierung muss man kleinere Abstriche machen. So geht es deutlich geerdeter zu als noch im Hauptspiel, immerhin geht es diesmal auch nicht um den Krieg. Erst gegen Ende wird wieder richtig Gas gegeben und die gewohnte Epik ist wieder am Start. Was die Spielzeit angeht, so verbringt man mit der Story etwa 3 Stunden, während die Nebenmissionen und Aufträge auch nochmal mit 2-3 Stunden daherkommen. Wer zusätzlich noch oft online Spaß mit dem Titel hat, der wird dort mit den neuen Charakteren auch wieder frischen Wind bekommen.

Fazit – Gewohnt gut

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 – Road to Boruto ist eine super Ergänzung für das sowieso schon tolle Hauptspiel. Zwar wird nicht wirklich viel neues geboten, doch es gibt mehr von allem was das Hauptspiel schon gut gemacht hat. Man muss zwar ein paar kleine Abstriche in der Inszenierung hinnehmen, doch gegen Ende knallt es dafür wieder ordentlich. Hier und da hatte der Titel während unseres Tests noch mit Abstürzen zu kämpfen, doch diese werden sicherlich mit einem Patch behoben. Ob einem die Spielzeit von ~5 Stunden zu wenig für 19,99€ ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Größter Wermutstropfen ist wohl, dass ein Großteil der neuen Charaktere eigentlich nur neue Outfits und Jutsus für bereits bekannte Kämpfer bieten und das manche in der Story enthaltene Charaktere nicht spielbar sind. Eins ist aber klar, Fans werden hier voll auf ihre Kosten kommen.

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 Road to Boruto Testbericht

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 4 Road to Boruto

  • Release: 03.02.2017
  • Genre: 3rd Person Action, Kampfspiel
  • Entwickler: CyberConnect2
  • Publisher: Bandai Namco

Gutes

- Optik ist wieder unglaublich gut
- Originalsprecher und tolle Musik
- Neuer Story Modus mit toller Inszenierung
- Kampfsystem gewohnt gut

Schlechtes

- Während des Tests gab es ein paar Abstürze
- Großteil der neuen Charaktere nur mit neuen Outfits und Jutsus
- Einige Charaktere aus der Story nicht spielbar

7.5 / 10 Gut

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