Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 3 – Review

Getestet von | 11.03.2013 um 00:00 Uhr

1999 begann Masashi Kishimoto damit, Naruto auf dem Papier Leben einzuhauchen – Seitdem sind knapp 14 Jahre vergangen. Mittlerweile umfasst der Manga über 600 Kapitel und jede Woche kommt ein neues hinzu. Seit 2002 gibt es auch einen Anime zu der Serie, die wie der Manga wöchentlich von den Fans verfolgt wird. Der junge Ninja aus Konoha, um den es in dem Abenteuer geht, ist in der Zwischenzeit größer und stärker geworden und seine Abenteuer sind noch lange nicht vorbei. Denn mit Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 3 erscheint schon das vierte PlayStation 3 Spiel zu der Erfolgsserie. Wir haben den Titel für euch getestet und wurden dabei selbst zu einem Ninja-Helden.

Screenshot

Ein Held, der nie aufgibt!

Eines Tages wird das Dorf Konoha von einer riesigen Bestie angegriffen, dem Neunschwänzigen Fuchs. Dieser bringt Chaos und Verwüstung in das Dorf. Die Einwohner probieren mit aller Macht die Bestie zu besiegen und Konoha zu retten. Um dies zu erreichen haben sie jedoch nur eine Möglichkeit, dafür müssen sie die Bestie in den Körper eines neugeborenen Babys einsperren. Jenes Baby ist Naruto, der seitdem die Kraft des Neunschwänzigen Fuchses in sich trägt. Doch eben jene Kraft möchten viele für sich nutzen und damit die Welt beherrschen. Dies führt letztlich dazu, dass es zum vierten großen Ninja-Weltkrieg kommt. Da es sich bei Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 3 um das mittlerweile vierte Naruto Videospiel für die PlayStation 3 handelt, ist die Story natürlich zum großen Teil erzählt und sollte bekannt sein. Wer die vorherigen Teile also gespielt oder eben die Serie verfolgt hat, der sollte wissen, um was es im Spiel geht, für alljene, die mit diesem Spiel in das Naruto-Universum einsteigen,ist eben dies nur schwer möglich. Dem Spieler wird also direkt nahegelegt, sich vorher zu informieren, um auch in den vollen Genuss der Geschichte zu gelangen. Dies wird jedoch durch ein nettes Feature erleichtert, der Ninja Welt-Zeitliste. Alles, was man im Spiel erlebt, kann man dort schnell wiederfinden und erneut spielen, dafür muss man aber erst einmal die jeweiligen Story-Abschnitte besitzen. Dies geschieht durch das Fortschreiten in der Geschichte, Erledigen von Nebenmissionen oder einfaches Aufheben der Zeitleisten-Rollen. Später kann man dann auch Ereignisse aus der Vergangenheit nachspielen. Doch eben jene Geschichte wird im Spiel zwar durch hübsche und gut inszenierte Videos unterstützt, wird jedoch recht träge übermittelt, da es viele unnötige Dialoge gibt, die die ganze Geschichte in die Länge ziehen. Naruto-Fans und Kenner werden außerdem einige Unterschiede zwischen dem Manga/Anime und dem Spiel bemerken, große Schnitzer gibt es jedoch nicht. Außerdem wird die Geschichte an einigen Stellen durch die Entscheidung des Spielers verändert. Denn während Boss-Kämpfen kann man entweder den Legendären oder den Helden Weg nehmen. Je nach Auswahl ändert sich der Kampf, dementsprechend natürlich auch die Schwierigkeit, belohnt wird man beim Abschließen beider Wege von geheimen Zwischensequenzen. Auch die Items, die man während des Kampfes benutzen kann, unterscheiden sich nun zwischen Legendär und Held. Je nach Spielweise muss man die Items anpassen, aber Vorsicht: Wer zu oft Items benutzt, der muss auch immer wieder neue kaufen oder sammeln. Dies ist nun wieder möglich, da die offene Welt wieder in die Serie zurückgekehrt ist, nachdem sie im Vorgänger weg gelassen wurde. Man kann sich nun wieder frei in der Welt bewegen und zwischendurch bekannte Charaktere treffen und Missionen für sie erledigen oder einfach herumlaufen und die schöne Welt genießen.

Screenshot

Werde der ultimative Ninja!

Am Gameplay hat sich im Prinzip kaum etwas verändert, wenn man es mit den Vorgängern vergleicht, Verbesserungen gibt es natürlich schon. Besonders hervorzuheben sind hier die Mob-Angriffe, die hin und wieder in der Geschichte auftauchen. Während man in den normalen Kämpfen nur gegen eine Person antritt, kämpft man in diesem Modus gegen einen ganzen Mob, wie man es aus Dynasty Warriors oder dem neuen One Piece Spiel kennt. Hier glänzt das Spiel und macht besonders viel Spaß. Zwar kann hierbei die Übersicht schnell verloren gehen, aber mit etwas Geschick kann man alleine gegen eine ganze Armee antreten. Eine weitere Änderung im Gameplay ist das Erwachen System, welches im Vergleich zum Vorgänger erweitert wurde. Denn erst, wenn der Spieler sehr viel Schaden einstecken musste, konnte dieser dann Erwachen und war somit für kurze Zeit viel stärker und schneller, hatte aber Einbußen in der Verteidigung. Dieses System wurde nun mit dem sofortigen Erwachen ergänzt. Jetzt muss man nur eine Taste drücken und ist sofort im Erwachen Zustand. Dies sollte aber mit Vorsicht benutzt werden, denn je länger der Modus anhält, desto weniger Chakra hat man zur Verfügung, welches sich nur langsam erholt. Neu ist ebenfalls die Möglichkeit, Gegner aus der Arena zu werfen, auch wenn es nicht bei jedem Gebiet möglich ist. Sofern der Spieler seinen Gegner oft genug mit einer Attacke an die gleiche Stelle einer Arena schlägt, kann die Begrenzung irgendwann einmal brechen und beim nächsten Schlag fliegt der Gegner dann raus und ist sofort besiegt.

Alleine spielen ist doch öde… oder?

Natürlich besitzt Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 3 auch einen Multiplayer Modus. In diesem kann man sich entweder auf einem Bildschirm oder online treffen und duellieren, sei es ein 1 vs. 1 oder ein Kampf mit verbündeten, die einem zur Hilfe kommen können. Schade finden wir jedoch, dass es keine Mehrspieler Mob-Kämpfe im Spiel gibt, bei dem man sich mit einem Freund zusammentun kann, um richtig die Sau raus lassen zu können. Mit den Turnieren kommt jedoch etwas Vergleichbares und Neues in das Spiel. Bis zu acht Spieler können nun ein Turnier an einer Konsole bestreiten. Jeder kann natürlich einen anderen Charakter auswählen und sehen, wie weit er kommt. Dies sorgt für etwas frischen Wind, neben den normalen Einzelkämpfen. Selbstverständlich wurde auch die Anzahl verfügbarer Charaktere erneut erhöht und man hat wieder einmal die Qual der Wahl. Mit allen Jinchuuriki sind diesmal auch viele neue und bisher unbekannte Charaktere mit dabei, die erneut zum Anspielen verleiten. ? Anzahl?

Screenshot

Es sieht ja aus wie im Anime?!

Auch hier bleibt man dem Stil der Vorgänger treu und vertraut auf eine Grafik, die der des Animes gleicht. Und genau diese Grafik macht den Titel auch besonders. Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 3 sieht nicht aus wie alle anderen Spiele und hebt sich somit von vielen anderen Kampf-Spielen ab. Trotz des Anime-Stils sieht die Grafik aber wunderschön aus und lässt den Spieler in der einen oder anderen Situation staunen. Ähnlich verhält es sich beim Sound, auch hier bleibt man der Vorlage treu. Die Synchronsprecher des Spiels sind die originalen Sprecher aus dem Anime und ob man das Spiel nun auf Englisch oder auf Japanisch spielt, fühlt man sich einfach wie im Anime. Leider ist die Synchronisation an einigen Stellen unterdurchschnittlich und lässt einen an alte Filme erinnern, bei denen die Mundbewegungen unwichtig für die Stimmen waren.

So fanden wir es, einmal Held zu sein.

Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm 3 wurde das, was man vorher erwartet hat: Es besitzt das gleiche Kampfsystem wie die Vorgänger mit einigen Verbesserungen, führt die Geschichte um Naruto weiter und ist alles in allem ein gelungenes Gesamtpaket. Die neuen Mob-Angriffe machen Spaß und bringen frischen Wind in das bekannte Kampfsystem, wie auch die Turniere zu einem netten Duell mit Freunden einladen. Lediglich Kleinigkeiten, wie die etwas schlechte Synchronisation oder die träge und Anfänger-untaugliche Geschichte verschlechtern das Gesamtbild etwas. Doch wer die Vorgänger gespielt hat und besonders den zweiten Ableger gut fand oder sowieso Naruto Fan ist, der wird genau das bekommen, was er erwartet und vielleicht sogar noch mehr.

Gutes

+ Die Story ist schön und stimmig erzählt
+ Actionreiche Kämpfe
+ Offene Welt, die für viel Beschäftigung sorgt

Schlechtes

- Die Geschichte ist nicht für Anfänger gedacht und träge
- Synchronisation an einigen Stellen nicht gut
- Im Multiplayer leider zu wenig Modi und Mob-Kämpfe

8.5 Sehr gut

Kommentare

Du hast etwas zu sagen?

Jetzt einloggen oder registrieren um ein Kommentar zu schreiben

Das könnte dich auch interessieren