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MLB The Show 17 im Test – Homerun oder Strikeout?

Artikel von | Samstag 08. April 2017 um 10:04 Uhr

Hier in Europa regiert ganz klar König Fußball, wenn es um das Thema der beliebtesten Sportart geht. Natürlich sieht das auf der anderen Seite des Teiches etwas anders aus. Denn auch wenn in den Vereinigten Staaten von Amerika, Fußball immer beliebter wird, hat es Zuschauermäßig noch einiges an Luft zum Aufholen im Gegensatz zu den beliebtesten Sportarten. American Football (NFL), Basketball (NBA), Eishockey (NHL) und eben Baseball (MLB) sind dort die Favoriten. Wir kümmern uns um letzteres. Hierzulande können nur die wenigsten etwas mit Baseball anfangen, umso interessanter ist es, dass auch dieses Jahr wieder die Baseball Simulation MLB The Show 17 ihren Weg ins Veröffentlichungssortiment geschafft hat und auch wir haben uns trotz minimalistischstem Vorwissen an das Spiel gewagt und haben versucht der Faszination MLB zumindest auf der heimischen Konsole aufleben zu lassen. Wie uns der Ausflug in eine neu Sportart gefallen hat und wie das Spiel funktioniert und sich präsentiert, erfahrt ihr in unserem Test.

It’s Time for a Show!

Während das Spiel installiert kann man sich in der Zwischenzeit mit der Steuerung anfreunden und bei einem Spiel der Chicago Cubs und der Cleveland Indians teilnehmen, welches das Finale der World Series 2016 (Finale der MLB) war. Dabei wird einem in sämtlichen Bereichen die Möglichkeit geboten, zwischen drei verschiedenen Arten von Steuerung zu wählen. Beispielsweise beim Werfen kann man zwischen einer Anfänger-, Fortgeschrittenen- und Experten Steuerung wählen. Wir werfen, versuchen den Ball mit dem Schläger zu treffen oder bei einem erfolgreichen Treffer eines Gegners zu fangen, wie es sich für diese Sportart gehört. Doch bereits hier erleben wir, dass man als Neuling einen extrem schweren Stand hat, da einem zwar schon alles einmal erklärt wird, es aber extrem viel Übung und Timing braucht, um die verschiedenen Aktivitäten auch korrekt auszuführen. So treffen wir zu Beginn keinen Ball, schlagen dann zwar einmal einen Homerun aber treffen anschließend wieder nichts – was teilweise echt frustrierend sein kann. Nachdem man sich aber eingewöhnt hat und dem Spiel auch Zeit lässt, beginnt es wirklich zu klappen mit regelmäßigen Erfolgserlebnissen. Hat das Spiel dann fertig installiert, kann man sich einem der vorhandenen Spielmodi widmen, von welchen es einige gibt: Road to the Show, Diamond Dinasty, Franchise, Play Now oder diverse Mini Modes.

Bei Road to Show erstellt man seinen eigenen Spieler, gestaltet ihn nach eigenen Wünschen und entscheidet sich für die Position des Spielers. Hat man alles nach seinen Vorstellungen erledigt, kann man auch bereits seinen Weg in die MLB starten, indem man bei einem Training für Talente nochmals die Basics lernt und auf verschiedenen Prüfungen, die je nach Position variieren, sein Können zeigen darf. Anschließend kommt bereits der Draft, bei dem man von einem der MLB Teams gewählt und dann für ihr Farmteam spielen darf. Zeigt man dort gute Leistungen, winken ein lukrativer Vertrag und ein Platz bei den Profis. Immer wieder gibt es Zwischensequenzen, bei welchen ein Erzähler die Geschichte vorantreibt. Anschließend kann man bei Dialogen noch seine Antwort aus zwei bis drei Varianten auswählen. Das Ganze ist zwar nett umgesetzt, schielt man jedoch zum Brannchenprimus NBA2K, merkt man, dass diese Art von einem Karrieremodus in einer Sportsimulation etwas veraltet ist. Für jedes gespielte Spiel erhält man Erfahrungspunkte, welche Leistungsabhängig sind. Für gute Aktionen erhält man dementsprechend mehr Punkte als für Schlechte, führt ihr euer Team zum Sieg führt, dann habt ihr auch mehr davon. Diese können dann ausgegeben werden, um die Fähigkeiten eures Spielers zu erhöhen und zwar für alle Positionen die es in dieser Sportart gibt. Es kann nämlich sein, dass euch während der Karriere angeboten wird auch auf einer anderen Position zu spielen, deshalb sollte man seine Punkte stets mit Vernunft einsetzen.

Diamond Dinasty hingegen bietet das Equivalent zum Ultimate Team bei FIFA. Man bekommt einen Startsatz Karten und versucht sich mit gespielten Spielen und errungenen Siegen neue Münzen zu erobern, um ein besseres Team aufbauen zu können und somit seine Gegner in die Schranken weisen zu können. Weiter geht’s mit dem Modus Franchise. Hier könnt ihr die Kontrolle über jedes Team der MLB übernehmen und zum Erfolg führen oder versuchen ein bereits erfolgreiches Franchise an der Spitze zu halten. Zudem gibt es in diesem Teil den neuen sogenannten Retro-Modus, welcher es euch ermöglicht, den Pitcher auf dem Rubber und der Batter’s Box ganz leicht zu bewegen. Das ganze mit einem klassischen On-Screen-Display, einem Old School-Soundtrack, einzigartigen Soundeffekten und dem klassischen Pausenmenü, sorgt bei Fans der Serie für Nostalgie und verleiht den Duellen mit Freunden eine witzige Note, da dieser Modus komplett von den anderen Modi getrennt ist. Wie es sich für ein Spiel dieser Sorte gehört, gibt es natürlich die Möglichkeit offline mit seinen Freunden zu spielen und sich zu duellieren, um herauszufinden wer denn nun der wahre Baseball Champion ist. Bei den Mini Modes können eifrige Spieler an ihren Fähigkeiten schleifen, da es euch die Möglichkeit bietet, diverse Trainings und Drills zu meistern, welche euch im weiteren Verlauf des Spiels sicherlich helfen.

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MLB The Show 17 Testbericht

MLB The Show 17

  • Release: 27.03.2017
  • Genre: Simulation, Sport
  • Entwickler: SIE San Diego Studio
  • Publisher: Sony Interactive Entertainment (SIE)

Gutes

- Spielgefühl
- Soundkulisse
- Übertragung im Live TV Style

Schlechtes

- Kommentatoren
- Veralteter Karrieremodus

8.5 / 10 Sehr gut

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