Minecraft Review

Getestet von | 10.09.2014 um 20:43 Uhr

Vom Schweden Markus „Notch“ Persson entwickelt, wurde es über Mojang veröffentlicht und von dem deutschen Let´s Player Gronkh, zu einem wahren Meilenstein der PC Spiele gemacht. Nun hat es das wohl am meisten gefeierte Indie-Spiel, mittlerweile auch, auf die PS4 geschafft. Die Rede ist hierbei natürlich von Minecraft, dem Megahit von Mojang in Zusammenarbeit mit 4J Studios. Es ist mittlerweile eines der Spiele, die die meisten Rekorde an Spielern geknackt hat, und wird auch bei YouTube unzählbar Let’s Plaid. Nun ist es so weit und ihr könnt euch für 19,99€ Klotz für Klotz eure Traumwelt auch auf der PlayStation 4 erschaffen. Auch wir haben uns in diese Welt gewagt, um euch unseren Test präsentieren zu können.

Minecraft-PS4

Wer ist eigentlich dieser Minecraft?

Minecraft ist zwar ein mittlerweile sehr bekanntes Spiel, doch nicht jeder weiß, wie es gespielt wird und wo die Kniffe liegen.Darüber hinaus müsste man auch klären, um was es in dem Spiel überhaupt genau geht. Gerne würden wir euch das etwas genauer erläutern, aber es handelt sich hier um ein Spiel, welches eure Fantasie anregen soll, damit ihr ganz eigene Welten erschafft. Es gibt keine Geschichte oder gar eine Handlung. Ihr seid alleine auf einer Insel, welche alle sich vorstellbaren Landschaften bietet. Von Bergen, über Wüsten, bis hin zu tropischen Regenwäldern, ist alles dabei. Darüber hinaus gibt es auch noch zwei interne extra Welten. Eine davon ist eine sehr Höllenartige, welche Nether genannt wird. Die andere wird einfach nur End genannt und beherbergt sogar Drachen. Auch besitzen die Welten wieder verschiedene Blöcke, welche abgebaut und benutzt werden können, um neue Gebilde zu errichten. Dabei sind eurer Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Aber damit ihr auch wisst, wie alles ganz genau funktioniert, gibt es ein mehr als nur großes, ausführliches und darüber hinaus sogar noch kostenloses, Tutorial spendiert. Aber nicht das ihr jetzt denkt, dass das nur solch ein 0815 Tutorial ist. Nein, denn hierbei handelt es sich um eine Erklärung für so ziemlich alles. Ihr werdet am Anfang zwar auch die grundlegenden Sachen lernen, aber dafür zum Schluss auch schon viel komplexere Geschichten. So wird euch das verzaubern und brauen gelehrt und sogar, wie ihr vollautomatische Maschinen mit Redstone und Schaltern baut. Falls ihr allerdings im Spiel wieder ein paar Sachen vergessen solltet, könnt ihr ohne Probleme immer wieder ein Hilfe Menü aufrufen.

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Auf in die Mine!

Wenn ihr euch dann entschieden habt das Spiel zu kaufen und somit eure eigene Welt zu gestalten, stellt sich als Erstes die Frage, welchen Modus ihr wählt. Schwer sollte die Wahl nicht wirklich fallen, da es nur zwei verschiedene gibt. Entweder ihr nehmt den Überlebensmodus oder den Kreativmodus.
Im Überlebensmodus seid ihr nachts den verschiedenen Gegnern ausgesetzt und es gilt sich als Erstes einen guten Unterschlupf zu errichten. Sollte dann aber wieder die Sonne aufgehen, seid ihr vorerst wieder in Sicherheit. Tageslicht ist nämlich der Feind von Zombies und Skeletten. Diese zwei Gegnertypen werden vom Sonnenlicht in Brand gesteckt. Anders verhält sich das aber, bei Spinnen und den sogenannten Creepern. Spinnen werden zwar Tags über zahm, aber Creepern explodieren zu jeder Tageszeit, wenn man ihnen zu nahe kommt.
Solltet ihr dann im Verlauf des Spiels schon in ein paar Minen abgetaucht sein und habt dort nach Rohstoffen geschürft, könnt ihr euch auch Waffen und Rüstungen basteln, mit denen ihr euren Feinden ganz einfach den gar ausmachen könnt.
Solltet ihr aber allerdings im Kreativmodus spielen, braucht ihr euch über solche Bedrohungen keine Sorgen zu machen. Hier werdet ihr nicht von Monstern angegriffen und auch alle Rohstoffe und verschiedene Blöcke, habt ihr schon im Inventar. Das Einzige, was ihr dann noch braucht, ist eine Menge Kreativität und Fantasie. Allerdings sei euch da auch noch gesagt, dass die Trophäen im Kreativmodus nicht anerkannt werden.

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Es könnte alles so einfach sein…

Minecraft mit dem Controller spielen? Ja, es geht und wenn man sich erst einmal in die Steuerung hinein gefuchst hat, geht es auch recht flüssig. Darüber hinaus habt ihr jetzt auch die Möglichkeit dazubekommen, das Crafting Menü oder auch euer Inventar mit dem Touchpad eures Dualshock 4 Controllers zu steuern. Doch leider ist es ein ziemlich langer und nur schwer erlernender Weg bis dahin. Uns ist es zumindest so ergangen. Es war anfangs eine schier endlose Odyssee, aus falsch gesetzten Blöcken, in den Abgrund fallen oder von Creepern weg gesprengt zu werden, weil man durch Drücken des L3 Sticks die Perspektive wechselt und man so halt schnell mal in die falsche Richtung rennt. Was allerdings auf der Konsole richtig gut funktioniert, ist das Crafting Menü. Hier müsst ihr euch zum Glück nicht ewig mit den analog Sticks rumquälen und ausprobieren, wie ihr die verschiedensten Dinge herstellt, denn sie sind schon vorgegeben und müssen nur noch ausgewählt werden, solange ihr genug Material besitzt. So könnt ihr ohne groß nachzudenken viele nützliche Sachen bauen, wie Truhen, Türen, Öfen oder ähnliche nützliche Sachen.

 Solltet ihr das Spiel auch schon einmal auf dem PC gespielt haben, so werdet ihr leider in anderer Hinsicht enttäusch. Denn auf der Konsolen Version gibt es keine unendlichen Weiten, sondern nur eine von der Größe her begrenzte Karte. Allerdings ist das jetzt nicht mehr ein so großes Problem, wie in der PlayStation 3 Version, denn nun ist die euch zur Verfügung stehende Landschaft sogar 36-mal so groß und bietet euch auch alle möglichen Biome. Darüber hinaus müsst ihr euch auch nicht ärgern, solltet ihr in eure bestehende Welt auf der PlayStation 3 viel Zeit investiert haben, denn durch das Update auf die PlayStation 4, könnt ihr auch eure bestehenden Welten übernehmen.
Das Einzige, was einem wirklich etwas sauer aufstoßen kann, ist die Tatsache, dass bei der PlayStation 4 Version, zwar die Landschaft wirklich viel größer geworden sind, aber dafür keinerlei Updates erschienen sind, die eure Welt noch schöner machen. Allerdings sind dafür zwei neue Texturenpacks erschienen, welche ihr euch für einen geringen Obolus im PSN downloaden könnt.

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Auge um Auge, Klotz um Klotz!

Auch bei der Version für die Next Gen Version von Minecraft, habt ihr wieder die Möglichkeit, die Multiplayer Funktion des Spiels zu nutzen. Es steht euch nämlich frei, ob ihr mit vier Freunden auf der Couch sitzt und zusammenspielt oder ihr euch in das Spiel von euren Freunden einklinkt und so sogar zu acht auf einer Karte spielen könnt. Auch eure Freunde können sich bei euch in das Spiel reinhängen und entweder mit oder gegen euch spielen. Leider kann man nicht vorgefertigte Karten spielen oder einen besonderen Modus. Auch hier ist wieder alles eurer Fantasie überlassen. Am besten geht das natürlich, wenn ihr euch dafür noch eine extra Welt erschafft, in der ihr überall ein paar nützliche Gegenstände versteckt, wie Rüstungen oder Waffen. Dann könnt ihr, zum Beispiel auch die Hunger Games nachspielen. Ihr könnt aber auch, mit euren Kumpels ganze Welten aufbauen oder reale Städte nachbauen. Wenn ihr allerdings nicht wollt, dass eure Freunde bei euch Sachen abbauen, könnt ihr ihnen einfach die Rechte dazu entziehen oder auch geben.

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Unsere Mine-ung zu Minecraft

Obwohl bei dem Spiel doch viele Sachen fehlen, macht es doch so viel richtig. Zwar gibt es keinerlei Möglichkeiten mit Mods zu spielen oder gar richtige HD- Texturenpacks zu benutzen, aber trotzdem macht es wirklich viel Spaß. Gerade der gelungene Mehrspielermodus macht Freude auf ein paar Stunden abbauen und errichten neuer Gebilde. Allerdings ist es auch etwas langatmig, wenn man ganz alleine größere Gebäude oder sonstige Sachen erbaut, aber sofern man genug Fantasie besitzt, ist es ein wunderschönes Spiel, was man jeden Tag spielen kann. Letztendlich ist aber trotz der größer gewordenen Karte, kaum ein Unterschied zur PlayStation 3 Fassung zu erkennen, was wirklich schade für eine Neuauflage dieses Spieles ist.
Wer aber schon die PlayStation 3 Version des Spieles besitzt, kann ruhig bei dem Vorteilspreis von 3,99€ zuschlagen, wobei Erstkäufer abwiegen sollten, ob sie wirklich die 19,99€ in einer Mine abarbeiten wollen.

 

Gutes

- größere Spielwelt
- Dualshock 4 Unterstützung

Schlechtes

- kein Next-Gen
- keinerlei Neuheiten

8.7 Sehr gut

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