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Mighty Morphin Power Rangers: Mega Battle PS4 Testbericht

Artikel von | Samstag 04. Februar 2017 um 16:02 Uhr

“Go! Go! Power Raaaaangeeeers!” – schreiend in Kampfhaltung, fanden viele Eltern ihre Kinder in den 90ern, Samstag Morgens vor dem TV und fragten sich “was macht dieses Balg nun schon wieder?”. Aber was verstehen Eltern schon?! Deshalb und weil ich als alter Hase Fan von Couch-Koop Spielen bin, freute ich mich umso mehr, diesen Titel für euch und PSinside testen zu dürfen. Ob die Vorfreude es wert war oder ob ich mein Schwarzer Ranger Kostüm heimlich wieder eingepackt habe, erfahrt in unserem Mighty Morphin Power Rangers: Mega Battle PS4 Testbericht.

Mighty Morphin Power Rangers: Mega Battle PS4 Banner

Rangers, ihr seid unsere letzte Chance!

Mit durchtrainierten Fingern und zusammen getrommelten Koop-Partnern auf der Couch, startete der Mighty Morphin Power Rangers: Mega Battle PS4 Testbericht. Nach einem kurzen Tutorial und der Einführung in die nostalgische Story der Power Rangers, fliegen auch schon die ersten Fäuste. Den von Rita entsandten quirligen, grauen Putties stellt ihr euch mit maximal 3 eurer Freunde in den Weg. Einen Online-Koop Modus gibt es leider nicht. Wer genug von ihnen vermöbelt hat, kann die gesammelte Power nutzen um sich zu “morphen”, also sich in die Power Ranger Form zu verwandeln. Ist dies erst Mal passiert, stehen dem Spieler mehr Möglichkeiten zur Verfügung, um die kleinen grauen Männer zu vermöbeln. Die verschiedenen Ranger greifen hier auch auf ihre persönlichen Waffen zurück, so hat zum Beispiel der Pinke Ranger einen Bogen, der Schwarze eine Laserpistole und der Weiße Ranger ein Schwert.

Das Erledigen der Gegner gibt euch Erfahrungspunkte, von denen ihr neue Angriffe oder passive Verbesserungen wie mehr Lebensenergie kaufen könnt. Der verfügbare Skill-Tree sieht umfangreich aus und es wirkt anfangs so, als müsste man seine Gegner später im Spiel auch mit ein wenig Taktik erledigen und würde mehr Vielfalt geboten bekommen. Unter dem Strich bleibt es dann aber trotzdem  nur bei den Standard Punches und zwei bis maximal drei Attacken, die man das ganze Spiel über verwendet. Neben den grauen Putties gibt es nur wenig andere Gegner Typen, die ihr in den 6 Leveln mit jeweils 3 Stages in eine andere Dimension prügeln könnt. Ein wenig spaßiger sind hingegen die Bosse, denen ihr wie im Original erst zu Fuß die Visage poliert. Da Rita bekannterweise ein Cheater ist und ihre Monster kurz vor dem Ende Godzilla Steroide verpasst, bringen Fäuste hier nichts mehr, also vereinen die Rangers hier ihre Kräfte um dann zu Megazord zu werden, ein  riesiger Roboter, der aus den verschiedenen, persönlichen Fahrzeugen der Rangers besteht. Die Bosskämpfe bestehen immer aus zwei Etappen, von denen die Erste ein kleines Shooter Mini Spiel ist, bei dem ihr das gigantische Monster an markierten Stellen beschießen und dabei die Feuerbälle die es auf euch abfeuert, abwehren müsst. Ist diese Phase überstanden, geht es in den direkten Zweikampf. Nun ja, zumindest im Ansatz. Die darauf folgende und letzte Etappe der Bosskämpfe positioniert den Spieler und den Boss zwar in eine Street Fighter typische Position, der Kampf an sich besteht aber leider nur noch aus enttäuschenden Quick-TIme-Events, was definitiv kein “Mega Battle” und somit sehr schade ist. Der Story Modus sollten auch Anfänger in maximal 3 Stunden beendet haben, denn herausfordernd ist das Abenteuer leider auch nicht.

Habt ihr das Spiel durch, schaltet ihr neue Modi wie Boss Rush, einen Dojo in dem ihr euch gegenseitig verprügeln könnt und den Ritas Tower Modus frei. Bei diesem ihr einfach so lange wie möglich stärker werdende Wellen von Gegnern besiegen müsst. Wirklich spaßig ist aufgrund des tatsächlichen Gameplays dahinter, leider keiner dieser Modi und somit gibt es keinen großen Wiederspielwert.

Aye-yi-yi-yi-yi sieht das flashig aus

Die Grafik von Mighty Morphin Power Rangers: Mega Battle ist schön zu betrachten und sieht im Prinzip aus wie ein Newsground Flash Spiel aus den 2000ern. Es sieht gut aus, gleichzeitig fragt man sich aber, ob die dafür nötige Leistung nicht auch von einem modernen Smartphone oder gar einem Taschenrechner erbracht werden könnte. Aber gut, Grafik ist bekanntlich nicht alles und deshalb haben die Entwickler die Soundkulisse ziemlich authentisch gestaltet. Die Putties hören sich originalgetreu, wie geistig verwirrte Truthähne an und Infomeldungen kommen mit dem original Power Rangers Peeper-Ton in den Bildschirm geflogen. Kenner werden neben dem Theme Song auch einige andere Titel wiedererkennen – wenn sie denn zu hören sind. So hört die Musik an einigen Stellen des Spiels einfach auf und man wundert sich ob nun etwas besonderes passiert oder ob das Spiel gleich abschmiert. Jedoch passiert keins von beiden, es geht einfach ohne motivierende Hintergrundmusik weiter.

Mighty Morphin Power Rangers: Mega Battle PS4 Testbericht Screenshot

Rangers, verwandelt euch – oder auch nicht

Das neue Power Rangers Spiel ist definitiv etwas für absolute Power Ranger Fans, denn der Look und das Feeling von damals wurde perfekt eingefangen und es gibt so manche

Cameo Momente, mit zum Beispiel Bulk und Skull. Jedes Level basiert auf Ereignissen aus der original TV Serie, Nostalgie pur. Spielerisch überzeugt es leider nicht, obwohl ein groß wirkender Skill Tree samt Level-Up System vorhanden ist, reduziert sich das Gameplay am Ende doch nur auf die drei Mal Viereck oder drei Mal Dreieck Combos, während man ab und an einem Angriff ausweicht. Die Bosskämpfe machen leider nicht bedeutend mehr Spaß und es gibt keinen großen Wiederspielwert. Wer öfters Couch-Koop Partys bei sich zuhause hat und sonst nichts anderes zum Spielen hat, kann ein paar Stunden Spaß durch den Titel für 14,99€ ergattern. Wer Tiefe und Titel für mehrere Wochen Spielspaß sucht, sollte lieber kein Power Ranger werden.

Mighty Morphin Power Rangers: Mega Battle Testbericht

Mighty Morphin Power Rangers: Mega Battle

  • Release: Januar 2017
  • Genre: Arcade-Action, Beat 'em up
  • Entwickler: Bandai Namco
  • Publisher: Bandai Namco Games

Gutes

- Nostalgie pur, alles wurde authentisch umgesetzt
- Schöne Cartoon Grafik
- 4-Spieler Couch-Koop Spaß

Schlechtes

- Zu schnell durch und kein Wiederspielwert
- Keine wirkliche Herausforderung
- Sehr monotones Gameplay
- Enttäuschende Bosskämpfe
- Hintergrundmusik stoppt öfters ohne Grund

6.0 / 10 Nicht so gut

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