Metro: Last Light – Review

Getestet von | 01.06.2013 um 17:15 Uhr

Die Moskauer Metro ist der letzte Rückzugsort der Menschen, nachdem die Oberwelt von einem gnadenlosen Atomkrieg verwüstet wurde. Man findet sich zusammen, organisiert sich neu. Schnell entstehen politische Systeme, die noch grausamer sein können, als in der “Alten Welt”. Doch auch andere Wesen finden sich in den unterirdischen Schächten ein, Menschen aus anderen Stationen sind längst nicht die einzige Gefahr…
Dimitry Glukhovsky führte dieses Szenario im Jahr 2009 mit seinem Roman Metro 2033 ein, der von 4A Games auch in Form eines Videospieles adaptiert wurde. Ebenso wie aus der Buchvorlage entwickelt sich nun auch aus dem Shooter ein Franchise. Nach der Übernahme durch Deep Silver schicken die Entwickler nun mit kurzer Verspätung Metro: Last Light ins Rennen. Wir haben uns das Abenteuer angesehen.

Artjom und seine Verbindung zu den Schwarzen – Auf einer Reise aus Verrat und Furcht

Metro_Last_Light_ABNach dem Ende von Metro 2033 scheint eine Bedrohung beseitigt zu sein, doch vielleicht verstärken die Handlungen, die der Protagonist Artjom, in dessen Rolle wir auch in Metro: Last Light wieder schlüpfen, vollbracht hat, nur noch weiter: Die Schwarzen sind keineswegs vernichtet.
Die Schwarzen sind Produkte der atomaren Strahlung, sie machen Leute wahnsinnig. Nur Artjom ist immun dagegen, zwar sorgen sie auch bei ihm für Visionen, für Erinnerungen aus einer glücklichen Vergangenheit, die jäh durch den Angriff zerstört wurde, doch erholt er sich kurz darauf wieder davon.
Das übergeordnete Thema in Metro: Last Light ist aber grundsätzlich die Suche nach D6, einer Art Legende unter den Einwohnern der Metro. Es handelt sich dabei um einen geheimen Militärbunker, in dem Waffen, Fahrzeuge und jede Menge Vorräte vermutet werden; Des Weiteren natürlich Sicherheit und eine stabile Stromversorgung. Artjom konnte Dokumente sicherstellen, die zeigen, wie man in diesen Bunker kommt. Nun gilt es jedoch, ihn vor den feindlichen Fraktionen (allen voran Faschisten und Kommunisten) zu finden und ihn vor ihnen zu verteidigen.
Im Grunde zieht Artjom am Anfang los, um einen Schwarzen einzufangen, der an der Oberfläche gesichtet wurde. Der Auftrag läuft schief – der Schwarze ist verschwunden, Artjom gerät in die Fänge der Faschisten. Doch dann beginnt die eigentliche Reise, von der wir an dieser Stelle nicht allzu viel vorwegnehmen wollen: Metro: Last Light hat eine starke Story, die von Wendungen und Verrat gespickt ist und die uns die Persönlichkeit Artjoms immer wieder eindrucksvoll näherbringt. Wer den Vorgänger gespielt hat oder den Roman Metro 2033 gelesen hat, kann indes mehr mit den Figuren und der bisherigen Handlung anfangen, denn wenigstens die Grundlagen sollte man kennen, um zu verstehen, wo die Handlung ansetzt.

Gutes

+ Wunderbare Atmosphäre in gelungener Kulisse
+ Sehr hübsche Grafik (insbesondere Lichteffekte)
+ Bedrückende und fesselnde Story
+ Glaubhafte und authentische sowie liebevolle Spielwelt

Schlechtes

- Schwache KI
- Hohe Linearität mit wenig Interaktion
- Gameplay ohne große Highlights
- Kleinere Probleme in der Bedienung
- Teils fehlende Speicherpunkte

8.0 Sehr gut

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