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Malicious – Review

Artikel von | 10.04.2012 um 00:00 Uhr

Es ist immer erfreulich, wenn es japanische Spiele über den großen Teich schaffen. Umso erfreulicher ist es auch, wenn es ein Spiel ist, das eher an die Japanerspieler gerichtet wurde. Doch hat das Entwicklerstudio Alvion in den anderthalb Jahren, in denen das Spiel entwickelt wurde, um in unsere Gefilde zu kommen, irgendwas Neues gemacht?

Kunstvoll und mysteriös

Gleich vorweg, Malicious geht einen gänzlich anderen Weg, als den, den wir von westlichen Spielen gewohnt sind.
Das Ganze fängt schon beim Anfang an. Der Spieler darf aus einem männlichen oder weiblichen Charakter auswählen. Die aber keine Unterschiede an den Tag legen. Ist dies erledigt, könnte man sich schon in die Nonstop-Action stürzen. Wer aber ein Turtorial oder sogar ein Intro erwartet hat, wird zum ersten Mal enttäuscht. Denn weder ein Turtorial noch eine plausible Eröffnungsequenz sind nicht vorhanden. Das Spiel lässt gleich von Beginn an die Entscheidungsfreiheit beim Spieler. Auch wer auf eine interessante Geschichte gehofft hat, wird enttäuscht. Eine Story ist zwar vorhanden, wer dieser aber lauschen möchte, kommt nicht drum herum, einige Texte durchzulesen, denn eine Sprachausgabe ist nicht wirklich vorhanden. Denn es wird in einer exotischen Sprache gesprochen. Die Texte sind ausschließlich auf English. Man sollte diese Sprache auch beherrschen, um in der Geschichte einigermassen mitzukommen. Auf jedenfall wird der Protagonist oder die Protagonistin ausgesandt, um das Böse in der Welt zu bezwingen. Mehr braucht man von der Geschichte her nicht zu wissen.

Screenshot

Hektischer Umgang mit dem Umhang

Hat man all dies hinter sich gelassen, fängt der Spaß des Spiels erst an. Denn schon am Anfang darf man auswählen, welchen der 5 regulären Räume man angehen kann. Denn jeder dieser Räume beherbergt einen Endboss. Malicious besteht nämlich nur aus Endbossen, die in eigenen Arenen zu Hause sind. Doch bevor man in den Kampf zieht, muss man selber auswählen, welche Fähigkeiten man mitnimmt. Nach Beenden einer Stages erhält man immer die Fähigkeiten des Bosses. So wird der Held oder die Heldin mit der Zeit lernen zu fliegen, kann sich besser schützen oder erhält gänzlich neue Angriffsmöglichkeiten, die er bei den Gegnern ausprobieren darf. Doch welche Kraft für welchen Gegner am besten geeignet ist, muss man selber herausfinden. Als Waffe erhält man ausnahmsweise keine überdimensionalen Schwerter oder apokalyptische Magie. Sowohl als Waffe als auch als Verteidigung erhält der Held eine Art verzauberten Umhang. Damit stellt man sich gegen das Böse. Durch das Digikreuz wählt man die passenden Kräfte aus, die dazu gebraucht werden, um die Gegner erheblich zu dezimieren. Denn Gegner gibt es in allen Arenen zu Hauf. Teilweise über 100 Gegner tummeln sich in der Arena und warten nur darauf, vermöbelt zu werden. Solche Fußgegner wiederum werden zwingend gebraucht, um an die sogenannte Aurapunkte heranzukommen. Mit dieser Aura kann man stärkere Angriffe vom Stapel lassen. Die teilweise auch zwingend nötig sind, um die Bosse zu Fall zu bringen. Denn bei manchen nützen normale Angriffe nichts. Jede Gegnerart hat seine eigenen Angriffvariationen, die je nach Stage anders ausfallen können. Durch die vielen Gegner, die sich auf den Schauplätzen tummeln, erhält man als Hilfe eine sogenannte Lock-On Funktion. Sobald schwere Attacken des Bosses erfolgen, erhält man die Chance mit der R1 Taste den Boss zu fokussieren und seinen Angriffen, wenn möglich, auszuweichen oder gleich abzublocken. Denn Blocken und Ausweichen steht auf der Tagesordnung. Konnte man noch in den ersten zwei Stages ohne Weiteres auf diese Fähigkeit verzichten, sind sie im späteren Verlauf überlebenswichtig.
Zudem kann man die Aurapunke ebenfalls dafür gebrauchen, um sich selber wieder zu regenerieren. Denn eine Lebensleiste ist nicht vorhanden. Wer aber trozdem nicht frühzeitig nach gewisser Anzahl an Treffer verschwinden möchte, kann diese Aurapunkte verbraten, um wieder an Lebensenergie heranzukommen. Man erkennt an der Spielfigur sehr gut, wie viele Lebenspunkte man noch hat. Denn nach mehrmaligen Treffern verblassen gewisse Körperteile bis nichts mehr von einem übrig ist. Ist dies passiert, erhält der Spieler 3-mal die Möglichkeit gleich wieder aufzuerstehen. Doch nach 3 Leben ist das auch vorbei und eine gänzliche neue Regeneration ist nicht mehr möglich. Das Ganze hört sich interessant an, wäre da nicht die hoch sensible Kamera, die meistens einem einen Strich durch die Rechnung macht. Auch wenn man sie unter Optionen einstellen kann, sensibel bleibt sie alle male.

Screenshot

Die malerische Grafik mit ihrem Cell-Shading Look passt perfekt zum Setting. Das Spiel hat was von einem El Shaddai oder Okami, auch wenn es an das letztere nicht herankommen mag. Die einzelnen Stages sind wunderschön programmiert wurden. So besucht man einen Kerker, der seine Größe und Weite mit der Höhe definiert. Aber auch in einer Turmstage, einem Kriegschauplatz sowie einer Bibliothek befindet sich das Böse, das besiegt werden muss. Die Musik passt mit ihrem orchestralischen Musikstücken perfekt zum Geschehen auf dem Bildschirm. Auch wenn man markantere Stücke erwartet, so hilft sie der Atmosphäre doch noch spürbar.

Malicious Testbericht

Malicious

  • Release: 27.10.2010
  • Genre: Action, Adventure, Rollenspiel
  • Entwickler: Avalon
  • Publisher: Sony

Gutes

- Arenakämpfen
- schnell und leicht erlernbar
- kleines Geld im PSN

Schlechtes

- erschwerter Einstieg
- „nur“ 6 Räume
- Sensible Kamera
- Nur auf englisch
- Story nur in Textform

8.0 / 10 Sehr gut

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