Majin and the Forsaken Kingdom – Review

Getestet von | 15.01.2011 um 00:00 Uhr

Ein idyllisches Königreich mitten im Nirgendwo. Hier leben die Menschen friedlich und in voller Harmonie, bis die Dunkelheit das Land in Schwarz taucht und die Menschen verschlingt. Alle Menschen werden zu Lakaien der Schwarzen und bösen Macht. Nun ja, nicht ganz. Ein einsamer Räuber, tief in den Wäldern lebend, fasst sich ein Herz und will das Land befreien. Um das zu schaffen braucht er allerdings Hilfe von einem geheimnisvollen Wesen, dem Majin. Kann der Räuber sein Land retten, oder ist das Schicksal bereits besiegelt? Dies lest ihr in unserer Review.

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Ein Mysteriöses Wesen

Ohne großen Schickschnack gelangt der Spieler gleich ins Menü, welches nur die Optionen und ein Neues Spiel beinhaltet. Sofern ihr das Spiel zum ersten mal spielt, komm zunächst eine kleine Einführungssequenz, wo kurz der Hintergrund der Geschichte- und der Charakter, näher vorgestellt werden. Ihr seid ein Räuber ohne Namen der im Wald von Tieren aufgezogen worden ist. Dieser lebt nicht mit Menschen zusammen und schlägt sich einfach so durchs Leben. Eines Tages, als die Dunkelheit das Land in den Untergang treibt, beschließt er, sich auf eine lange gefährliche Reise zu begeben, um die Dunkelheit und die Schwarze Macht zu besiegen. Hier setzt nun der Start des Games an. Wir finden uns am Fuße eines riesen Schlosses irgendwo im Nirgendwo wieder. In diesem Schloss soll angeblich eine Kreatur leben, die die Dunkelheit bereits vor Jahrhunderten besiegt haben soll. Der Räuber macht sich also ins Schloss und versucht diese Kreatur ausfindig zu machen. Dies ist im Spiel nun das Tuturial. Von den ganzen Tieren die immer im Schloss auf euch warten, bekommt ihr wertvolle Tipps, ein wenig Grotesk ist das ganze zwar, aber das euch kleine Hamster oder Papageien etwas beibringen erschien uns doch ein wenig witzig. So macht ihr euch nun auf durch die dunklen Räume und versucht den Raum zu finden, indem der Legende nach die Kreatur leben soll. Ein paar Räume später findet ihr die Kreatur. Diese schläft angekettet und eingesperrt in einem riesen Käfig. Ihr weckt es und die Kreatur redet mit euch und stellt sich euch vor. Die Kreatur ist ein Majin, ein Wesen mit unglaublicher Kraft und Zauberkräften. Der Räuber bittet den Majin ihm zu helfen, doch schnell wird klar, dass Vorhaben gelinkt erst dann, wenn der Räuber den Majin befreit und sich mit ihm aus dem Schloss begibt. Ihr befreit nun den Majin und gebt ihm eine Pflanze zu essen. Diese Pflanzen die es überall im Spiel gibt, sind sehr wichtig, denn sie geben dem Majin neue Kraft, was im Klartext bedeutet, mehr Leben.

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Unschlagbares Duo

Nach der Befreiung des Majin ist dieser nun euer ständiger Wegbegleiter und läuft euch überall mit hinter her. Ihr könnt ihn nun befehligen etwas zu tun. So könnt ihr ihn irgendwo warten lassen, oder er soll euch folgen. Das Wichtigste sind jedoch die Angriffe die der Majin beherrscht. Ziemlich schnell treffen unsere Helden nämlich auf böse Kreaturen. Diese sind Menschen die von der Dunkelheit angefallen wurden. Sie sind nun willenlose umherstreifende Kreaturen, die euch natürlich angreifen. Der Majin kann diese jedoch mit seinen Attacken zur Strecke bringen. Besiegte Feinde hinterlassen Kristalle, die euch helfen in den Stufen für euren Charakter aufzusteigen. Für Levelaufstiege bekommt ihr meist mehr Leben. Es gibt allerdings auch mächtige Doppelangriffe, die der Majin und der Räuber gemeinsam ausführen. Hier vollführen beide einen vernichtenden Angriff. Diese bringt euch Kristalle, allerdings sind diese für den Zusammenhalt für den Majin und euch gedacht. Hiermit werden auch die gemeinsamen Attacken gestärkt. Das Kämpfen ist hier alleridngs sehr einfach gehalten. Man befehligt den Majin und schon schlägt er auf seinen Gegner ein. Sofern ihr eine Partnerattacke vollführen könnt, drückt ihr einmal kurz Kreis und das war es dann auch schon. Nach länger Reise durch das Schloss, kommt am Ende eine ziemlich große Kreatur auf euch zu, die euch den Austritt in die freie Natur erschweren will. Nach etwas längerem Kampf schafft ihr es aus dem Schloss. Ab hier beginnt nun sozusagen der Hauptpart des Games. Anfangen tut er, indem ihr euch vor dem Schloss unter einem Baum ausruht und der Majin euch ein wenig aus seiner Vergangenheit berichtet, außerdem verleiht er dem Räuber einen Namen, Tepeu, als dieser erzählt, dass er keinen Namen habe. Gemeinsam machen sich die beiden nun also auf, das Königreich zu befreien.

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Monoton

Zeit um mal einen Blick hinter den Kulissen zu werfen. Eigentlich wird sofort klar, Majin and the Forsaken Kingdom ist keine Grafikperle, die Grafik wirkt langweilig und altbacken, ist jedoch solide, da sie keine nervige Fehler aufweist und es auch keine Framerateeinbrüche gibt. Die Landschaft wirkt aber sehr gleich und scheint auch nicht sehr abwechslungsreich. Nach 3 Stunden Spielzeit hat man das Gefühl, dass man das alles irgendwo schon mal im Spiel gesehen hat. Die Steuerung ist auch nur so lala. Es gibt zwar nur wenig Befehle die man schnell verinnerlicht hat, jedoch bereiten sie in der Praxis gelegentlich Probleme. Der Sound des Game ist jedoch mies. Die Geräusche wirken unecht, die musikalisch Untermalung nervt nach einiger Zeit und die Sprecher wirken total fehl am Platz. Tepeu klingt nicht wie ein Räuber und auch die Tiere haben teils wirklich unpassende Stimmen. Man hat fast das Gefühl, dass das Budget für vernünftige Sprecher fast nicht mehr gereicht hat. Am schlimmste ist jedoch der Majin, da er einen total sinnfreien Charakter ausfüllt. Er wirkt ein wenig wie ein, wortwörtlich gesagt, Riesenbaby und verhält sich auch so. Ständig fällt er aus unerklärlichen Gründen hin und sagt in so einer Stimme Aua, als ob er gleich weinen müsse. Er spricht im allgemeinen auch wie ein Kind und hat von Konjugationen oder Adjektiven scheinbar noch nie was gehört. So lustig das zu Anfang auch scheinen mag, aber mit der Zeit geht einem das gehörig gegen den Strich. Gehörig gegen den Strich geht einem auch bald das sich immer wiederholende Leveldesign. Denn sobald eure Reise am Baum fortsetzt, lauft ihr immer kleine Wege, um dann vor einem Rätsel zu stehen. Meist müsst ihr irgendwo hin, damit der Majin eine Tür öffnen kann. Meist findet ihr bei diesen Rätseln kleinen Pflanzen, die der Majin ja braucht um sich zu stärken. Dieser Ablauf von laufen, Rätsel, laufen, Rätsel, laufen usw. verliert bald an Reiz und die Motivation geht flöten, besonders dann wenn das alles immer aufs selbe hinaus läuft und auch noch gleich aussieht. Das Einzige was das Ganze noch ein wenig spannend macht, sind die Kämpfe und die ganzen Fragen die man innerlich sich immer wünscht beantwortet zu bekommen. Denn auch wenn es Anfangs scheint eine gute Story zu werden, dass wird es nicht. Zu Anfang hatten wir eigentlich nicht den Hauch einer Ahnung was wir machen, warum wir das machen, geschweige denn wo wir hin müssen. Trotzdem haben wir es geschafft immer richtig zu laufen und hier und da Früchte zu sammeln. Manche Früchte sind im Übrigen zum Weiterkommen sehr wichtig, da sie euch neue Kräfte geben, wie z.B. die Macht des Windes.

Gegen den Rest der Welt

Nach einigen Tagen ihrer Reise, finden die Helden allerdings einen Weg die Dunkelheit zu besiegen. In dem Schloss in dem der Majin eingesperrt war, soll der Kern der Dunkelheit sein. Ihr kommt jedoch erst wieder in das Schloss, wenn ihr die Tür öffnen könnt. Diese wird von vier Masken beschützt. Diese Masken stehen für einst wichtige Personen im Königreich, die nun auch wichtige Positionen als dunkle Kreaturen haben. Ihr kämpft euch also immer den Weg zu einen Boss, einmal dort angelangt, gilt es diesen zu besiegen. Die Bosskämpfe sind kämpferisch wirklich hervorzuheben, da sie abwechslungsreich sind und außerdem nicht zu unfair sind. Außerdem dauert das nicht zu lange, geht aber auch nicht zu kurz. Nur fühlt man sich ein wenig vor den Kopf gestoßen, weil man einfach anfängt zu kämpfen, doch sind die Bosskämpfe wirklich gut gemacht und verlangen einem auch mal was ab. Nachdem ihr nun einen Boss besiegt habt, müsst ihr meist immer den ganzen Weg zurück gehen, in ein anderes Gebiet. So ist der erste Gebiet z.B Ruinen und danach begebt ihr euch in den großen Wald. Große grafische Abwechslung bietet das ganze aber trotzdem nicht. Einen Multiplayer bietet das Spiel auch nicht, sodass ihr nur das Abenteuer spielen könnt.

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Fazit:
Majin and the Forsaken Kingdom hat eigentlich `ne gute Idee, setzt diese aber nur passabel um. Das ganze Spiel wirkt irgendwie unfertig und bietet kaum Anreiz zu spielen. Auch technisch kann das Game nicht mit anderen aktuellen Titeln mithalten. Kurzum, ausleihen und sich ein eigenes Urteil bilden.

Gutes

+ Großer Umfang
+ Nette Idee...

Schlechtes

- ...allerdings eine passable Umsetzung
- Technisch unteres Mittelmaß
- Der Majin nervt

7.0 Gut

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