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Machinarium – Review

Artikel von | 16.10.2012 um 00:00 Uhr

Schon seit eh und je ist der Indie Markt dafür da, spezielle und teilweise wunderschöne Spiele und Spielmechaniken zu erfinden. So auch das Amanita Design Studio, das im Jahre 2009 die große Erleuchtung mit ihrem Indie-Titel Machinarium hatte. Jetzt endlich darf auch die PlayStation Community in das besagte Abenteuer hinabtauchen

Mir fehlt ein Arm und viel Hirn
Ein kleiner Roboter landet unbequem auf einem Schrottplatz. Sammelt sich so gut es geht selbst zusammen und probiert irgendwen oder irgendwas zu finden. Das sind so die Eckpunkte von Machinarium. Mehr muss man zu diesem Spiel von der geschichtlichen Seite her nicht wissen. Das Ganze ist nämlich ein Point & Klick Abenteuer, die auf der PlayStation 3 so oder so unterbesetzt ist. Das Ganze befindet sich nicht in einer Animations High-End 3D Grafik sondern in einer mit viel Liebe und von Hand gezeichneter 2D Welt, die aber vom her Detailgrad nur so strotzt. Hinzu kommen noch die durch das ganze Spiel hindurch leicht melancholischen beziehungsweise deprimierenden Designs. All das ist schon eine Granate fürs Auge, doch das Hauptaugenmerk dieses Point & Click Abenteuers ist ganz klar darauf ausgelegt, euch zu zermürben und zum Aufgeben zu bewegen.

Screenshot

Knacknüsse, wo das Auge reicht
Egal in welchem Genre man in der Spielindustrie hineinschaut, man bekommt immer etwas für die Masse. So müssen viele Spieler das Spiel genießen können. Also werden die Herausforderungen den Bach herunter geschickt, so etwas muss man als Entwickler eben in Kauf nehmen. So ist es herrlich, dass Machinarium genau gegen den Strom schwimmt. Das ganze Abenteuer hindurch sollte man zu 110% einfach alles geben. Das Gehirn sollte mit all seinen lebenden und toten Zellen auf Hochtouren gebracht werden, denn die Knacknüsse haben es in sich. Schon das erste Rätsel zeigt auf, was einen im späteren Spielverlauf zu erwarten hat. So muss man immer wieder Items finden. Die hin und wieder zusammengesetzt werden können, um weiterzukommen oder die gewünschten Sachen, die in Luftblasen erscheinen, herzustellen oder zu finden. Solche Luftblasen erscheinen vor allem bei anderen Robotern die in der Stadt aufgestellt wurden und die Hilfe des Spielers benötigen. Diese Aufgaben müssen in der Regel gelöst werden, um überhaupt weiterzukommen. Hin und wieder hat der Roboter kleine Flashbacks, die er durchlebt, wenn er eine gewisse Gruppe an Robotern beobachtet. Der Spieler muss dann selber mit diesen Clips die Eckpunkte der Geschichte zusammensetzten, da eine Sprachausgabe nicht gegeben ist.

Screenshot

Ist einmal Hopfen und Malz komplett verloren, so hat das Studio Abhilfe geschaffen. Durch ein gutes Zweipunkte-Lösungsvorschlag System sollte niemand auf der halben Strecke stecken bleiben. Denn nur durch hartnäckiges Ausprobieren kommt man auf die teilweise recht simple Lösung. Das ganze Spiel fordert einiges an Geduld, ein gut durchblutendes Hirn und viele gescheiterte Versuche. Das Ganze wird noch mit einem melancholischen, aber schönen Soundtrack abgerundet. Wer nichts mit Rätseln oder dergleichen am Hut hat, sollte um dieses Spiel einen recht großen Bogen machen. Spielt man Machinarium zum ersten Mal, kann es schon vorkommen, dass man Tage daran sitzt. Auch wenn man das Spiel in gut 4-5 Stunden durchspielen kann, sofern man alle Lösungen im Kopf hat.

Machinarium Testbericht

Machinarium

  • Release: 29.02.2012
  • Genre: Adventure
  • Entwickler: Amanita Design
  • Publisher: Amanita Design

Gutes

- Schöne von Hand gezeichnetes 2D Spiel
- Knackige Rätseln
- Schöner Soundtrack

Schlechtes

- Eigentlich eine kurze Spielzeit
- Leicht schwammige Steuerung

9.0 / 10 Must Have

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