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LittleBigPlanet 3 Testbericht – Das neue Sackboy Abenteuer unter der Lupe

Artikel von | 18.11.2014 um 15:00 Uhr

Es ist soweit, Sackboy, das Sony Maskottchen schlechthin, hat seinen Weg auf die PlayStation 4 gefunden. Nun wird auch hier gehüpft, gerannt, gezogen, geschoben, geflogen, gebaut und zerstört. Eben alles, wofür die LittleBigPlanet Serie bekannt ist. Doch wer mindestens einen der beiden Vorgänger gespielt hat, wird sich fragen, wie LBP noch erweitert werden kann, so dass man es wirklich als Nachfolger und nicht nur als Erweiterung bezeichnen kann. Ob wir hier also LBP 2.5 oder doch Teil 3 haben, erfahrt ihr in unserem LittleBigPlanet 3 Test, gleich nach der Werbeunterbrechung.

Trio Sackfernale

Wer einen der beiden Vorgänger gespielt hat, fragt sich, was kann LittleBigPlanet 3 neues bringen, was hat sich MediaMolecule ausgedacht? Stop – das dritte Sackboy-Abenteuer wurde von Sumo Digital entwickelt, welche z.B. für Sonic and SEGA All-Stars Racing Transformed, mehr oder weniger bekannt sind, MM hat lediglich unterstützend zur Seite gestanden. Wie kann man ein Spiel verbessern, bei dem man schon so gut wie alles selbst kreieren und dann mit seinem Sackboy spielen kann? Richtig, neue Sack-Figuren! Während LittleBigPlanet 2, neue Kameraperspektiven und Gadgets für unseren Sackboy brachte, sind das Highlight des dritten Teils, neue Sack-Wesen. Diese heißen, Swoop, Toggle und Oddsack, von denen jeder spezielle Fähigkeiten besitzt. Swoop, ein Vogel, kann fliegen und Objekte und Spieler mit seinen Krallen greifen und transportieren. Toggle, ein großes und tollpatschiges anmutendes Wesen, ist stark und schwer wie ein Sackbär. Er ist in der Lage, große Dinge zu bewegen und zu zerstören. Auf Knopfdruck  kann er sich in ein Sackbärchen verwandeln und wird dadurch klein, leicht und schnell um an Stellen zu kommen, die sonst niemand erreichen kann. Oddsack ist ein Sackvierbeiner, sozusagen ein Sackhund. Er ist rasend schnell, kann weit springen, Wände hochlaufen und diese als Sprungbrett nutzen. Mit den neuen Fähigkeiten des Trio-SACKfernales, in Kombination mit der spielerischen Vielfalt der Levels, ergeben sich sackmilliarden neue Möglichkeiten.

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Die neuen Sackwesen (Anm. der Redaktion: ja, Sackwesen klingt seltsam, wir ziehen es aber weiter durch) lernen wir im Abenteuermodus kennen und lieben. Denn euer Sackboy (oder Sackgirl) findet sich auf dem Planeten Bunkum wieder, welcher durch Newton (ein Genie mit einer Glühbirne als Kopf) in Gefahr gebracht wird. Dieser erweckt nämlich die drei alten Titanen, um mit deren Hilfe, der kreativste Kopf des Planeten zu werden und diesen mit dem Wissen noch fröhlicher zu machen – und das obwohl sein Vater ihn davor gewarnt hat, diese aus ihrem Gefängnis zu befreien. Der Plan geht natürlich schief und die Titanen übernehmen die Kontrolle über Newton, um alles Kreative aus Bunkum zu saugen. Um die Titanen aufzuhalten, benötigt ihr die Hilfe der drei Helden, die nachdem sie die Titanen damals eingefangen und weggesperrt hatten, sich Ziel- und Motivationslos zur Ruhe gesetzt haben. Um sie wieder vereinen zu können, reist ihr durch drei Areale des Planeten Bunkum und erledigt verschiedene Aufgaben, während ihr alle Gameplay Elemente und Gadgets kennenlernt. Hierzu zählt z.B. der Pumpinator, mit dem ihr bestimmte Gegenstände ansaugen oder wegpusten könnt, oder den Blink-Ball, mit dem ihr euch durch spezielle Portale teleportieren könnt. Zum Ende jedes Areals, erweckt ihr einen der drei neuen Sackwesen und spielt ein Level mit ihm, bevor ihr danach eines der drei Monster erlegt, welches durch die Titanen freigelassen wurde. Ganz zum Schluss, geht es Newton an den Kragen, der eine ordentliche Abreibung verdient hat.

So schnell wie die Story beschrieben ist, so schnell ist sie auch durchgespielt. Die drei Areale haben jeweils nur eine Handvoll Levels und ebenso wenige Nebenmissionen. Wie bereits erwähnt, Jedes Areal hat ein Hauptlevel, welches mit den anderen Bereichen durch Portale verbunden ist. Das zum Areal passende Sackwesen bekommt pro Areal nur ein eigenes Level in dem ihr es spielen könnt und im Hauptlevel könnt ihr dort auch noch einige Bereiche erkunden, um versteckte Preisblasen zu finden. Im Vergleich zu den Vorgängern ist die Spielzeit des Abenteuermodus erschreckend kurz, was aber wahrscheinlich einfach nur daran liegt, dass der LittleBigPlanet Spieler eigene Level erstellen und die der anderen spielen kann und eher dort seine Zeit verbringt.

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Create, Share, Play 3.0

Neben dem Springen, Rennen und Kostümieren eurer Sackboys, liegt der zweite und eigentliche Hauptkern von LBP im kostenlosen Leveleditor. Create, Share & Play, das Motto der LittleBigPlanet Serie, spielt natürlich auch hier die größte Rolle. Die ganzen Sticker und Dekorationen sollen ja auch nicht umsonst gesammelt worden sein. Wer sich gleich denkt „Puh, das schaffe ich eh nicht“, wird schnell eines Besseren belehrt. Denn das Bauen von eigenen Leveln ist einfacher als gedacht und wird durch eine Reihe von gut durchdachten und unterhaltenden Tutorial-Levels erklärt. Bei dem Bau eurer Levels sind euch „fast“ keine Grenzen gesetzt. So könnt ihr entweder typische von links nach rechts Plattformer Levels bauen, Top-Down Shooter, Renn- oder Puzzle Spiele und auch kompetitive Mini-Games. Ihr habt volle Kontrolle über die Physik in euren Levels, so könnt ihr z.B. die Schwerkraft manipulieren, um in bestimmten Räumen an der Decke laufen zu können oder habt in der Luft schwebende Wasserblöcke, durch die ihr schwimmen könnt. Wer mal keine Ahnung hat, was er bauen soll, der findet sicherlich genug Inspiration in den Levels der LBP Community.
Neu bei LittleBigPlanet 3 ist die Möglichkeit, ganze Abenteuer zu erstellen. Klingt etwas komplizierter als es wirklich ist, denn Abenteuer sind nur eine Reihe von Levels, die nacheinander gespielt werden. Mit genug Geduld und Aufwand könntet ihr also z.B., den Singleplayer Modus eines anderen Spiels nachbauen – oder eben etwas komplett Eigenes erschaffen.

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LittleBigPlanet 3 Testbericht

LittleBigPlanet 3

  • Release: 27.11.2014
  • Genre: Jump'n'Run
  • Entwickler: Media Molecule
  • Publisher: Sony

Gutes

+ Unendliche Moeglichkeiten im Level Editor
+ Macht mit Freunden zusammen tierisch viel Spass
+ Toller Soundtrack
+ Grafik sieht sehr schoen aus
+ Mehr als 8,5 Millionen verschiedene Levels der Community
+ DLC aus den Vorgaengern kompatibel

Schlechtes

- Story/Abenteuer Modus leider zu kurz
- Die Suche nach wirklich guten Levels kann manchmal frustrierend sein
- Im Vergleich zu den Vorgaengern, zu wenig Kostueme
- Leider noch einige Bugs

9.1 / 10 Must Have

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