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Invizimals: Das verlorene Königreich – Die Befreiung der Invizimals im Test

Artikel von | 06.03.2014 um 14:50 Uhr

Die Welt der Invizimals ist in Gefahr! Mysteriöse Stahlinvizimals sind dort unterwegs und hinterlassen eine Spur der Zerstörung. Der junge Abenteurer Hiro muss der Sache auf den Grund gehen und sich dafür nicht nur mit den Robotern anlegen, sondern sich auch mit den echten Invizimals anfreunden. Invizimals: Das verlorene Königreich hat jüngere Spieler als Zielgruppe – Ob die das Spiel mögen werden und ob man auch so zugreifen darf, haben wir im Test überprüft.

Invizimals das verlorene Königreich Banner Review

Die Roboter sind los

Ihr habt von Invizimals: Das verlorene Königreich noch nie zuvor gehört? Das geht vielen so, denn die PR-Maschine für diesen und den zugehörigen Vita-Titel Invizimals: Das Bündnis wurde wieder einmal auf ein Minimum heruntergefahren – Schade drum. Doch bevor wir uns weiter darüber aufregen, lasst uns lieber das Spiel ansehen.
Hiro begibt sich direkt am Anfang in die Welt der Invizimals, nachdem bekannt wird, dass dort mysteriöse Stahlwesen für Verwüstung sorgen. Direkt in dem Tempel, in dem er ankommt, wird er aber nicht von Invizimals erwartet, sondern findet nur Ruinen vor. Da beginnt das Abenteuer. Invizimals: Das verlorene Königreich ist ein Jump’n’Run mit kleineren Rätseleinlagen, das zudem noch mit Kämpfen gegen die Roboter gespickt ist. Im Verlaufe des Spieles könnt ihr die Kontrolle über insgesamt 16 Invizimals übernehmen, wobei ihr gegen sieben auch kämpfen müsst – Diese Kämpfe werden in Quicktime-Events abgehalten, die jedoch sehr einfach gehalten sind. Hin- und wieder werden auch noch weitere QTEs eingestreut.
Jedes der Invizimals hat seine eigenen Fertigkeiten, die ihr mittels in Unmengen sammelbaren Z-Points aufwerten könnt. Rein von den Fertigkeiten her unterscheiden sich einige der Wesen kaum, dennoch gibt es spielerische Unterschiede: So ist Xiong Mao zum Beispiel unglaublich stark, aber langsam, Zaphyra dagegen schnell und wendig, kann aber keine großen Teile schleppen. Hin- und wieder verwandelt ihr euch auch in Hiro in seiner menschlichen Form, zum Beispiel um über schmale Abgründe zu balancieren – Hier muss mit dem Sixaxis-Sensor das Gleichgewicht gehalten werden.
Die Kämpfe gegen die Stahlwesen laufen aktiv ab, das heißt, ihr setzt die Fertigkeiten eures aktiven Invizimals ein, um ihnen an den Kragen zu gehen. Die Kämpfe sind fast immer sehr leicht und gut schaffbar, sagt man zumindest als erwachsener Spieler. Für Kinder dürfte die Schwierigkeit genau richtig sein.
Zwar kann man in Invizimals: Das verlorene Königreich jederzeit frei zwischen den einzelnen Invizimals-Formen wechseln, nötig ist das jedoch nicht unbedingt: Wird die Fertigkeit eines bestimmten Invizimals abgefordert, wie zum Beispiel der Greifhaken von Ocelotl, dann wechselt das Spiel automatisch in die richtige Form. Danach muss man nur wieder zurückwechseln, möchte man lieber in einer anderen Gestalt kämpfen.

Invizimals Das verlorene Königreich Test 1

Wunderschön, und doch so unfertig

Invizimals: Das verlorene Königreich zeigt sich als äußerst zwiegespalten im technischen Bereich, wobei man hauptsächlich merkt, dass es am Feinschliff mangelt. Auf der einen Seite bietet es wunderschöne Spielwelten, die mit einem äußerst atmosphärischen Soundtrack untermalt wurden, und besonders sind wir von den wunderschönen Unterwasserpassagen beeindruckt. Auf der anderen Seite steht die gerade dann unterirdische Framerate, die sich in einigen Levels bzw. Abschnitten fast dauerhaft an der Schmerzgrenze bewegt. Ansonsten bricht sie nur teilweise ein, zum Beispiel beim Sammeln vieler Z-Points, die auf dem Bildschirm dargestellt werden müssen.
Auf die Spitze getrieben wird das durch die teilweise fehlerhafte Kollisionsabfrage, denn so bleibt man nicht nur gerne mal an Objekten oder Kanten hängen, sondern teilweise wird man im Kampf völlig lahmgelegt, da die Spielfigur aus irgendeinem Grund komplett blockiert wird. Hier hätten die Entwickler bei novarama und magenta software dringend noch nachbessern müssen. Besonders ärgerlich sind die Fehler dadurch, dass man bereits einen 2,6 GB großen Patch beim ersten Spielstart herunterladen muss.
Doch was erhält man, wenn man über die Fehler hinwegsehen kann? Auf alle Fälle kann man sich auch als gestandener Spieler eine Weile mit Invizimals: Das verlorene Königreich beschäftigen, denn es wird eine große Anzahl an Level geboten, die trotz ihres linearen Aufbaus zum Erkunden einladen. Das Erkunden ist auch wichtig, denn das Spiel hat bei erfolgreichem Abschluss und mit allen gesammelten Objekten auch eine leicht zu verdienende Platin-Trophäe, die dann doch jeden motivieren dürfte, auch noch ein zweites Mal in die Invizimal-Welt aufzubrechen, auch wenn der Schwierigkeitsgrad eher zu leicht ausfällt. Wenn ihr mit dem gleichen Spielstand spielt, seht ihr bei Wiederholung des Levels übrigens auch nur noch die Gegenstände, die ihr tatsächlich noch nicht gesammelt habt. Jüngere Spieler dürfte das Ganze dann auch deutlich länger als nur ein Wochenende beschäftigen. Invizimals: Das verlorene Königreich ist übrigens komplett in Deutsch synchronisiert, was sehr solide, nur teils etwas asynchron erledigt wurde.

Invizimals das verlorene Königreich Test 2

Für Jung: Wunderschön, für Alt: Auch gut!

Invizimals: Das verlorene Königreich ist ein wunderschönes Abenteuer für jüngere Spieler, das nur durch seine technischen Macken und den insgesamt unfertigen Eindruck, den es hinterlässt, an der Wertung einbüßen muss. Auf der positiven Seite des Abenteuers lassen sich die insgesamt 16 spielbaren Invizimals nennen, die sich zwar nur teilweise von den Fertigkeiten her unterscheiden, aber dennoch garantieren, dass jeder einen Liebling findet. Zudem beeindrucken in erster Linie die wunderschönen Welten und der atmosphärische Soundtrack. Das Gameplay von Invizimals: Das verlorene Königreich zeigt sich unkompliziert und einfach, mit leichten Rätseln und actionreichen, aber sehr gut machbaren Kampfeinlagen – Eben für junge Spieler gemacht. Diese werden auch einige Zeit mit dem Titel beschäftigt sein, denn nicht nur gibt es eine große Auswahl an Levels, sondern auch die leicht zu verdienende Platin-Trophäe kann für zusätzliche Motivation über das Spielende hinaus sorgen.
Leider, leider gibt es in Invizimals: Das verlorene Königreich aber jede Menge Unzulänglichkeiten in der Technik, die sich mit etwas Feinschliff hätten vermeiden lassen: Das fängt bei der äußerst instabilen Bildrate an, die sich in bestimmten Regionen sogar dauerhaft hart an der Schmerzgrenze bewegt, geht über Macken in der Kollisionsabfrage bis hin zu vollständigen Aussetzern in der Steuerung, da die Figur aus irgendeinem Grund behindert wird. Hätten novarama und magenta software diese Mängel noch aus dem Weg geschafft und müssten wir nicht ohnehin schon einen über 2,6GB großen Patch laden, dann hätte Invizimals: Das verlorene Königreich auch locker die 80-er Marke geknackt!

Invizimals das verlorene Königreich Test Banner 2

Invizimals: Das verlorene Königreich Testbericht

Invizimals: Das verlorene Königreich

  • Release: 26.02.2014
  • Genre: Action, Adventure
  • Entwickler: Magenta Software
  • Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)

Gutes

+ Wunderschöne Welten
+ Atmosphärischer Soundtrack
+ Solide Synchronisierung
+ Großer Umfang
+ Kinderfreundlich
+ Faire Trophäen

Schlechtes

- Starke Framerateprobleme
- Hakelige Kollisionsabfrage
- Mitunter zu leicht

7.9 / 10 Gut

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