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inFamous: Second Son im Test

Artikel von | 28.03.2014 um 11:59 Uhr

Nachdem Cole ein blitz artiges Ende in inFamous 2 fand, war es lange Zeit ruhig um einem weiteren Ableger. Doch nicht nur weil es wirtschaftlich gesehen ziemlich blöd wäre diese neue IP gleich wieder aussterben zu lassen, kündigte das Team von Sucker Punch letztes Jahr inFamous: Second Son, den dritten Teil der inFamous Serie, an. Wir werfen für euch einen genauen Blick auf das Spiel und berichten was bleibt, wenn der Rauch verzogen ist.

Für alle PlayStation Neulinge, oder diejenigen die bisher einfach nur keinen Teil der Serie gespielt haben (schämt euch!), ist folgendes wichtig zu wissen: Die ganze Geschichte rund um inFamous ähnelt der von X-Men. Es gibt Menschen mit besonderen Fähigkeiten, wie z.B. Elektrizität oder Eis kontrollieren zu können. Diese Sonderlinge werden hier jedoch nicht Mutanten sondern Conduits genannt – zumindest war das der Fall bis bis die D.U.P. beschloss, dass “Bio-Terroristen” die passende Bezeichnung wäre. Und was macht man mit (Bio-)Terroristen? Richtig, man jagt und sperrt sie alle weg – natürlich zum Schutz der Menschheit. Nach einer jahre lang Säuberungsaktion ist es nun soweit, die Straßen sind nun größtenteils sicher und es wird Zeit die gefangenen Bio-Terroristen von den Einrichtungen der D.U.P. in ein Militär Gefängnis zu transportieren. Hier beginnt die eigentliche Story des Spiels.

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Wir spielen den Protagonisten Delsin Rowe, einen jungen, rebellischen Freigeist mit einer Ader für Kreatives. Delsin lebt in einer Kleinstadt mit seinem älterem Bruder Reggie, der von Beruf Polizist und auch im allgemeinen der verünftigere der Beiden ist. Delsin ist (mehr oder weniger) auf der Suche nach seiner Bestimmung im Leben, welche er bald finden wird. Denn einer der D.U.P. Gefängnistransporter baut während der Durchfahrt in Delsins Kleinstadt einen Unfall. Bei dem Versuch einen der gefangenen Conduits zu helfen, entdeckt Delsin das er selbst auch einen Conduit ist, es bisher nur noch nicht wusste. Denn seine Kraft besteht darin die Kräfte Anderer Conduits durch Berührung zu kopieren. Delsins erster, kopierter Conduit ist “ein Raucher”. Nein, seine Kraft ist es nicht Zigaretten, Shishas oder Joints auf besondere Weise zu inhalieren (wobei wir das nicht genau wissen), sondern er kann die Luft um sich herum und auch sich selbst in Rauch verwandeln. Wer nun denkt “Rauchen ist uncool”, kann aufatmen – die Raucherei ist natürlich nicht das einzige Talent das sich Delsin im Laufe von inFamous kopieren wird. Ein D.U.P. Aufräumtrupp, angeführt durch Augustine, welche ironischerweise selber ein Conduit ist, stürmt die Szene. Augustine verfügt über besondere Stein Kräfte und nutzt diese um sowohl Delsin als auch Betty zu verletzen. Doch diese Hot Stone Therapie hat schlimme Nachwirkungen. Bis auf Delsin, welcher nun über enorme Heilungskräfte verfügt, scheinen alle anderen Opfer durch Augustines Angriffe vergiftet worden zu sein und sterben. Delsin weiß, der einzige Weg um seine Freunde zu retten, ist an Augustines Kräfte zu kommen und beschließt deshalb mit seinem Bruder Reggie nach Seattle zu reisen, wo sich Augustine befindet. Doch Delsin weiß das er wohl noch ein paar mehr Conduit Kräfte kopieren muss, um eine Chance gegen Augustine zu haben…. Lets go to Seattle!

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Zu Beginn des Spiel ist Delsin damit beschäftigt die Reklametafel einer Fischfabrik zu besprayen – was auch unsere Erste Handlung im Spiel ist und später zu einer der optionalen Nebenmissionen wird. Es dauert nicht lange bis die Polizei eintrifft und Delsin die Flucht ergreift und zwar in Richtung einer Party, die sein Alibi werden soll. Um dorthin zu gelangen, steuern wir Delsin über Stock und Stein an einer wunderschönen Küste entlang – hier lohnt es sich stehen zu bleiben und einen Moment lang den Ausblick zu genießen. Wir dürfen Delsin das erste Mal klettern lassen und um ehrlich zu sein waren wir… ein wenig enttäuscht. Delsin sieht beim Springen etwas seltsam aus, als hätte er einen Stock… im Rücken. Während die Kletter Animationen bei den beiden Vorgängern auch nicht allererste Sahne waren, machen es andere Spiele wie Assassins Creed oder Tomb Raider wesentlich besser. Klettern wir später im Spiel Häuser hoch, so triggern wir instinktiv den X Button zum Springen, was darin endet dass Delsin das Haus wortwörtlich “hoch springt”, statt wie ein Ninja über Fensterbänke und Dachrinnen hoch zu klettern. Glücklicherweise müssen wir uns diese Hüpfpartie nicht das ganze Spiel durch ansehen, denn spätestens mit der zweiten Conduit Kraft, die wir im Laufe des Spiels kopieren, wird klettern die langsamste Fort Bewegungsart. Finden wir uns damit also erst mal ab und schauen was wir so verrauchtes mit Delsin anstellen können. Um die bösen D.U.P. Soldaten aus dem Weg zu räumen, verschießt Delsin als Universal Waffe Rauch Kugeln. Mittels der Kreis Taste macht Delsin den Houdini und verwandelt sich in Rauch, um z.B. durch Maschendrahtzaun fliegen zu können, was euch in manchen Situationen das Leben retten wird. Ist Delsin in der Unter Zahl und seine Gegner sind nah beieinander, so können wir Rauchgranaten nach Ihnen werfen, die seine Gegner in Atemnot versetzen. Sobald diese einem fiesen Reizhusten erleiden, haben wir genug Zeit um diese nach belieben auszuschalten – oder eben uns aus dem Rauch/Staub zu machen. Und für die dicken Brocken unter den bösen Buben, hat Delsin eine Rauchrakete im Inventar, die jede Panzerung sprengt. Wenn der Rauch mal leer geht, muss Delsin neuen Tanken gehen. Dies funktioniert z.B. an Schornsteinen und beschädigten Automotoren. Die später erlernten Kräfte benötigen andere Quellen zum Aufladen, wie z.B. Neon-Lichter. mehr wollen wir hier aber nicht spoilern. Das Touchpad der PS4 wird auch einigermaßen in das Spiel eingebunden, so müsst ihr mit diesem z.B. bestimmte Türen öffnen – meist mit einem simplen streichen in eine der Himmelsrichtungen. Innovativ ist anderes, aber es funktioniert einwandfrei.

Je weiter Delsin im Spiel vorran schreitet, desto besser werden seine Fähigkeiten, so kann Delsin etwas weiter im Spiel Kreaturen hebei rufen, die ihm im Kampf unterstützen. Um die weiteren Fähigkeiten zu erlernen müssen wir sogenannte Core Relays der D.U.P. suchen und die Kraft dieser aufsaugen. Die einzelnen Skill können verbessert werden, in dem wir sogenannte Blast Shards aufsaugen – inFamous und inFamous 2 Spieler kennen diese bereits. Die Blast Shards sind alle quer über Seattle verstreut – richtig gelesen – inFamous: Second Son spielt als erster inFamous Teil in keiner fiktiven Stadt, sondern in Seattle und beinhält auch einige bekannte Sehenswürdigektien, wie z.B. die berühmte Space Needle.
Währrend die Blast Shards in den letzten inFamous Teilen einfach nur an Wänden gesteckt haben, werden sie dieses mal etwas kreativer ins Spiel eingebunden. So nutzt die D.U.P. diese z.B. für Bioscanner an Kontroll-Checkpoints oder Überwachungsdrohnen die über Seattle herum fliegen. Aufknacken und aufsaugen ist hier die Devise.

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inFamous: Second Son Testbericht

inFamous: Second Son

  • Release: 21.03.2014
  • Genre: 3rd Person Action
  • Entwickler: Sucker Punch
  • Publisher: Sony Computer Entertainment Europe (SCEE)

Gutes

+ Schöne Lichteffekte
+ Toll in Szene gesetzte Charaktere
+ Gut balancierter Schwierigkeitsgrad
+ Wiederspielwert bis zur Platin Trophäe

Schlechtes

- Keine spürbare Tiefe bei der Entscheidung ob gut oder böse gespielt wird
- Comic-Zwischensequenzen wurden größtenteils durch gescriptete Ingame-Szenen ersetzt, die nicht harmonisch ineinander fließen.
- Kletteranimationen sind nicht Zeitgemäß

9.0 / 10 Must Have

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