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inFamous: First Light bei uns im Test

Artikel von | 22.09.2014 um 14:18 Uhr

inFamous: First Light erschien vor kurzem für die PlayStation 4 und wurde von Sucker Punch entwickelt. Es ist ein Prequel zu inFamous: Second Son und zeigt die Hintergründe des Conduits Abigail Walker auf, besser bekannt als Fetch. inFamous: First Light ist aber eine Standalone Erweiterung, man braucht also nicht die Disk des original Spiels oder ähnliches und hat für 14,99 Euro ein komplettes, wenn auch etwas kürzeres, Spielerlebnis. Ganz wichtig ist aber, da das Spiel nun einmal die Geschichte vor Second Son und damit einige Dinge nur genauer aufzeigt, werden wir hier auch einige Dinge als Spoiler verraten. Spieler von Second Son sollten diese bereits kennen und keine Probleme durch Spoiler bekommen.

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Wie weit würde man gehen um die Person zu retten, die man liebt?

Die Geschichte beginnt an einem kleinen Hafen. Fetch und ihr Bruder Brent Walker wollen aus der Stadt fliehen. Bevor sie das können, müssen sie noch einen kleinen Auftrag erledigen und Geld von den Akulas, vergleichbar mit einer extremistischen Mafia, besorgen. Was als einfacher Auftrag begann, endet aber mit einer Katastrophe. Sie wurden verraten und als Fetch zu ihrem Bruder zurückkehrt, ist er verschwunden. Fetch ist verzweifelt und die einzige Person an die sie sich wenden kann, ist der ehemalige Chef ihres Bruders, Shane – der ebenfalls nach Brent sucht. Sie schließen sich zusammen und versuchen Brent mit gemeinsamen Kräften zurück zu bekommen. Schnell merkt Fetch, dass sie hier und da von Shane benutzt wird und ihre Neon-Kräfte für seine persönlichen Zwecke missbraucht werden.

Die komplette Story wird aus der Sicht von Fetch als Nacherzählung Stück für Stück erzählt. Währenddessen befindet sie sich in Curdan Cay in Haft, ein Gefängnis das nur für Conduits erbaut wurde. Im Gefängnis werden Conduits zu richtigen Waffen ausgebildet und auch man selbst kann seine Fähigkeiten in der Kampfarena perfektionieren oder komplett neue erlernen – doch dazu später mehr. Doch wie kam Fetch ins Gefängnis, was ist mit Brent und von was wollte sie fliehen? All das wird erst im Spielverlauf geklärt. Doch der eigentliche Untergang der ehemaligen Einser-Schülerin Fetch begann viel früher. Als sie ihre Neon-Kräfte bekam, wollten ihre eigenen Eltern sie beim DUP melden und inhaftieren lassen. Brent schützte sie und war ab sofort der Treue Begleiter. Sie rannten von Stadt zu Stadt, bis sie auf Drogen Dealer trafen und die Verführung zu groß für die beiden war. Insbesondere Fetch leidete daran und gerade als alles besser werden sollte, verschwand ihr Bruder. Ob Fetch nun ihren Bruder retten kann und aus dem Gefängnis fliehen, dafür müsst ihr First Light schon selbst spielen. Allzulange werdet ihr aber nicht beschäftigt sein, denn je nachdem wie man spielt, wird man wohl etwa für fünf Stunden beschäftigt sein.

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Wie lässt sich das Neon Abenteuer spielen?

Als Spieler von Second Son sollte man in Sachen Gameplay keine komplette Revolution erwarten. Bereits mit Delsin konnte man so einige Neon Kräfte benutzen, in First Light werden diese ein wenig erweitert. Ganz praktisch sind die Neon Punkte, die überall auf der Karte verteilt sind. Diese machen euren Neon Sprint um einiges schneller und lassen euch auch höher springen. Wenn ihr also von einem Punkt zum anderen müsst, dann rast ihr mit diesen förmlich in Lichtgeschwindigkeit durch die Stadt. Alles in allem ist das Gameplay jedoch nahezu identisch. Neon schießen, in Zeitlupe Präzisionskills machen, Nahkampf Angriffe, Stase oder eben den Super Move – alles bekannt. Neu sind dafür ein Nahkampf finisher, die man erstmal aufladen muss und danach einen Gegner mit einem Schlag erledigt. An der Stelle muss man natürlich sagen, dass die Animationen komplett neu sind und durch den rohen Kampfstil von Fetch nicht nur gut sondern auch authentisch wirken. Gerade die Neon Singularität sieht durch die ganz neue Animation so richtig hübsch aus.

Komplett neu in First Light ist jedoch die Kampfarena. Hier testet ihr euer Können und müsst gegen die Zeit einen möglich hohen Punktestand erreichen. Ihr kämpft oft gegen die Video-Soldaten vom Conduit Eugene oder auch gegen normale DUP Agenten. Dabei gibt es verschiedene Ziele zu erfüllen, mal müsst ihr nur alle Gegner erledigen, später auch bestimmte Personen retten oder ähnliches. Natürlich ist eure Zeit und Leistung ganz wichtig für den Punktestand und wer möchte seinen Namen gerne an letzter Stelle in der Freundesliste stehen haben? Hier ist die Motivation zum besser spielen und Freunde schlagen klar gegeben. Nach dem beenden der Story gibt es dazu auch noch weitere Kräfte und man kann sogar Delsin in der Arena steuern.

Wer neben Story und Arena nach Aktivitäten sucht, der findet in der Stadt einige Zusatzmissionen. Die inFamous typischen Scherben/ Splitter sind auch wieder in der Stadt verteilt und wollen eingesammelt werden, dazu gibt es kleinere Missionen oder eben Graffitis. Desto mehr Lumen man gefunden hat, umso stärker wird man durch die Upgrades der Fähigkeiten. Neben dem offensichtlichen Fundorten überall in der Stadt, gibt es auch noch kleinere Events, bei denen ihr die Lumen in einem Rennen hinterher jagen müsst – das sorgt für frischen Wind bei der Jagd. Trotzdem dauern diese Rennen in einigen Fällen nur wenige Sekunden und sind nicht fordernd genug. Eine weitere Aktivität kennen sicherlich einige Spieler von Second Son: Man läuft durch die Stadt und plötzlich sieht man einen Sonnenuntergang oder ähnliche Effekte. Dann schaltet man vom Spiel ab, macht den Fotomodus an und geniest die Landschaft. Anzumerken ist aber auf jeden Fall noch, dass First Light nur den ersten Abschnitt der Stadt beinhält, die untere Hälfte der original Second Son Stadt Seattle ist hier nicht zu erreichen. Auch auf das Karma System wurde komplett verzichtet und somit ist das Verhalten relativ egal, wobei dies bei einem Mini-inFamous nun auch nicht so wichtig ist.

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Wie hell leuchtet das erste Licht wirklich?

Die Grafik ist wohl mit das Beste an inFamous: First Light. Denn wer Second Son gespielt hat, der wird wohl bezeugen können, dass es wohl mit die Beste Grafik. aller PlayStation 4 Spiele bisher, besitzt. Dazu kommt, dass Sucker Punch technisch noch dazu gelernt hat und die Framerate um rund 12 % erhöhen konnte. Dadurch wirkt das Spiel natürlich um einiges flüssiger und sieht noch besser als das Hauptspiel aus – ein Genuss für jeden Fernseher. Dazu kommt, dass sich auch die Stadt in Sachen Grafik verändert hat. Während sich bei Second Son das DUP breit gemacht und alles besetzt hat, geniest man bei First Light anfangs freie Fahrt und kann so richtig die Sau raus lassen. Doch umso weiter man in der Story kommt, umso mehr Gefahren kommen auf einen zu. Neben den Akullas, kommen dann auch die Polizisten und später auch immer mehr DUP Agenten – die Rettung von Brent führt auch in der Stadt zu einigen Änderungen und machen die Sache alles andere als einfach.

Der Sound von First Light ist, wie von den Vorgängern gewohnt, richtig Klasse. Die Explosionen und Soundeffekte sind wuchtig und hören sich super an. Die Dialoge passen auch gut, selbst die deutschen Stimmen klingen alles andere als schlecht. Besonders interessant ist mal wieder der Gebrauch des DualShock 4 Lautsprechers. Wenn das Handy von Fetch klingelt, dann hört ihr den Klingelton durch den Controller und auch einige andere Dialoge – was ein ganz netter Effekt ist und im ersten Moment doch eine Überraschung ist. Der komplette Soundtrack macht richtig Laune und passt sich super an das Spielgeschehen an.

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Fazit: Wir haben uns vom Licht nicht blenden lassen

Wer bereits inFamous: Second Son geliebt oder auch ausgelassen hat, der wird sich schnell in First Light verlieben.Zwar ist nicht alles neu, doch es bleibt auch nur eine Standalone Erweiterung und bietet dafür auch genug Inhalte für viele Stunden. Selbst wenn es für einige zu wenig bieten könnte, ist jede Stunde im wunderschönen Seattle eine tolle, die man nicht vergisst. Natürlich kommt mit Fetch auch neuer Charme ins Spiel und bietet eine durchaus packende Geschichte und man sieht, wie anders das Leben als Conduit laufen könnte. Eine schöne Grafik, tolles Gameplay, eine super Geschichte und vieles zu tun – und somit für jeden zu empfehlen. Achja und es gibt für die 14,99 Euro auch eine eigene Platin Trophäe, die nur wenig Zeit und Mühe kostet. Wer also nach etwas frischem für Zwischendurch sucht, der wird hier mehr als nur befriedigt und für inFamous Fans natürlich ein must-have.

InFamous: First Light Testbericht

InFamous: First Light

  • Release: 10.09.2014
  • Genre: 3rd Person Action, Action
  • Entwickler: Sucker Punch
  • Publisher: Sony

Gutes

+ Wunderschöne Grafik, tolle Geschichte
+ Kleiner Preis, Arena und Platin Trophäe
+ man kann nicht genug davon haben...

Schlechtes

- ... deswegen etwas zu kurz
- Kräfte nicht komplett neu
- Kleinere Fehler (klettern)

8.8 / 10 Sehr gut

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