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Horizon: Zero Dawn – The Frozen Wilds im Test – Leise rieselt der Schnee

Artikel von | 17.12.2017 um 16:22 Uhr

Kurz nach der Veröffentlichung hat Guerilla Games direkt auch die Erste und einzige Erweiterung für den PlayStation 4 Exklusiven Blockbuster Horizon: Zero Dawn angekündigt. Ein halbes Jahr später waren sie mit der Entwicklung fertig und haben The Frozen Wilds veröffentlicht. Dort muss sich Aloy nun in eisiger Kälte gegen neue Feinde bewähren. Aber was sich außer dem Schnee alles geändert hat und ob sich ein erneuter Abstecher in die Welt der Mech-Dinos lohnt, das erfahrt ihr in unserem Test.

Eine weiße Weihnacht mit Aloy?

The Frozen Wilds greift nahtlos ins Spielgeschehen ein und ist anfangs unscheinbar als neue Quest im Spiel zu finden. Dort berichtet ein etwas abgedrehter Jäger über eine Gefahr im Land der Banuk, dem Schnitt. Im Nordosten der Spielwelt scheinen sich wohl Dämonen ausgebreitet zu haben, welche die Kontrolle über die Maschinen übernehmen. Für Aloy ist das Grund genug in das vereiste Land zu reisen und es mit eigenen Augen zu sehen und falls möglich, sogar zu beenden. Kaum dort angekommen, erwartet sie schon eine gänzlich neue Bestie. Die erste Hürde genommen, erreicht sie das Dorf des dort ansässigen Stamms. Ihr wird von riesigen Blumen berichtet, die sich kürzlich dort verbreitet haben. Anscheinend weiß die Schamanin Ourea mehr darüber, doch nur ihr Schüler kennt ihren Aufenthaltsort.

Erkunden wir das Gebiet auf der Suche nach dem Schüler, erwartet uns dieser auch direkt bei der ersten Blume. Scheinbar übernimmt diese nicht nur die Kontrolle über die Bestien in ihrem Areal, sondern stärkt und heilt sie sogar. Man muss also erst die Blume und dann die Monster erledigen, was Aloy in gewohnter Manier dann auch erledigt. Danach machen wir uns auf die Suche nach Ourea. Bei ihr angekommen, merken wir wie üblich, dass da mehr dahintersteckt als Anfangs angenommen und noch eine größere Gefahr auf euch wartet – aber das solltet ihr schon selbst herausfinden.

Alles in allem ist die Geschichte von The Frozen Wilds durchaus interessant, bringt Aloy aber nicht allzu viele neue Erkenntnisse, außer zur Vergangenheit von Sylense, den Banuk und einigen anderen Details. Dafür ist sie gewohnt klasse erzählt und selbst die Nebenmissionen wissen zu überzeugen. Nach etwa 10-15 Stunden hat man dann alles gesehen und gespielt.

Horizon: Zero Dawn - The Frozen Wilds

Mehr vom gleichen? Super!

Jeder der Horizon: Zero Dawn gespielt hat, der weiß genau was ihn bei The Frozen Wilds erwarten wird. Natürlich bleibt das Gameplay rund um Pfeil und Bogen erhalten und macht immer noch jede Menge Spaß. Hinzu kommen mit der Erweiterung auch neue Feinde, die besondere Eigenschaften haben und besonders viel Einstecken, aber auch austeilen können. Dafür wurde das maximale Level von Aloy nicht nur von 50 auf 60 erhöht, sondern auch neue Ausrüstung steht für sie parat. Neben mächtigeren Bogen, gibt es auch komplett neue Waffen wie einen Eis- oder Blitzwerfer. Hinzu kommen dann noch neue Fähigkeiten, wobei diese eher wenig für den Kampf helfen. So könnt ihr jegliche Items nun auch ohne Händler gegen Scherben tauschen oder euer Reittier heilen.

Ansonsten gibt es natürlich die gewohnten neue Inhalte. Das neue Gebiet ist groß und wurde zur vorherigen Karte nahtlos ergänzt. Durch die Schneelandschaft ist man jedoch allgemein etwas langsamer unterwegs. Etwas zu tun gibt es natürlich trotzdem. Neben den Maschinen die überall verteilt sind, gibt es auch noch die oben erwähnten Blumen als kleine Challenge für unterwegs. Die Nebenmissionen sind toll erzählt und zeigen euch das Lebensmotto der Banuk. Ein neues Jagdgebiet mit neuen Herausforderungen gibt es natürlich ebenso, wie ein riesiges Lager voller Banditen. Im Jagdgebiet gibt es dann auch natürlich wieder besonders harte Kreaturen zu besiegen. Als Belohnung locken dafür Verbesserungen für eure Waffen. Denn mit der Erweiterung lässt sich auch der Speer mit Modifikationen erweitern. Hinzu kommen noch einige Sammelgegenstände und mit der Story und vielen Charakteren wären das dann auch alle Inhalte der neuen Erweiterung.

Horizon: Zero Dawn - The Frozen Wilds

Ein Hingucker wie eh und je, nur jetzt mit Schnee

Kommen wir zur Optik der Erweiterung. Natürlich ist sie auf dem gleichen Niveau wie das Hauptspiel und ist mit 4K und HDR sicherlich eines der hübschesten Spiele der PlayStation 4. Das Gebiet ist recht groß und nahezu komplett mit Schnee bedeckt. Die Effekte sehen echt super aus und selbst die Abdrücke im Schnee sind realistisch. Besonders auffällig ist der Vulkan, den man fast aus jeder Richtung sehen kann und ein optischer Hingucker im neuen Bereich ist. Was bei The Frozen Wilds natürlich irgendwo fehlt, ist vielleicht für einige die Abwechslung, da man hier eben keine dramatischen Unterschiede wie eine Wüste oder einen Dschungel hat. Der Sound ist auch spitze und Explosionen hauen rein, Bestien sorgen für Atmosphäre und die Stimmen der Charaktere sind super gewählt. Lediglich die Dialoge selbst passen nicht zu 100% zueinander, aber diese Abstimmungsprobleme gab es auch im Hauptspiel, zumindest in der deutschen Version.

Hingucker sind natürlich auch die neuen Bestien, die sich doch von den anderen Unterscheiden und etwas Besonderes sind. Auch weil sie beispielsweise mit Feuer oder Eis spucken/werfen können und das nicht nur gefährlich ist, sondern auch super aussieht. Was etwas auffällig ist, dass zumindest unsere PlayStation 4 Pro etwas zu viel arbeiten muss, um genau diese Optik hinzaubern zu können. Nicht nur das man einige Texturen erst etwas später aufploppen sieht, besonders wenn sie weiter entfernt sind, sondern auch die Konsole selbst pustet nahezu konstant in voller Lautstärke die Luft heraus, was einige sicherlich stören könnte. Auch die Ladzeiten, vor allem wenn man stirbt, nehmen doch einige Sekunden in Anspruch – genauso wie das Schließen der Anwendung, bei dem erst 10 Sekunden später das Menü angezeigt wird. Im Spiel selbst merkt man ansonsten eher weniger davon.

Horizon: Zero Dawn - The Frozen Wilds

Fazit: Horizon: Zero Dawn – The Frozen Wilds

Die Erweiterung setzt genau da an, wo das Hauptspiel aufgehört hat. In ebenso hoher Qualität gibt es nun ein neues Gebiet mit neuen Charakteren und einem Stamm, den sowohl der Spieler, als auch Aloy erkunden muss. Ansonsten gibt es mit der neuen Gefahr auch neue Einblicke in die Geschichte, starke Feinde, ein neues Gebiet und viele Aufgaben zu erledigen. Mit weiteren Fähigkeiten und Waffen gibt es auch auf Seiten des Gameplays einige Änderungen. Und hübsch sieht die Welt ohnehin mit oder ohne Schnee aus. Man bekommt also zum Preis von 19,99 Euro nochmal etwa 10-15 Stunden Gameplay heraus und kann weiterjagen. Perfekt also für diejenigen, die das Hauptspiel geliebt und ausgiebig gespielt haben, größere Änderungen und das Aufdecken von Geheimnissen der Story sollte man aber erst mit Horizon: Zero Dawn 2 erwarten.

Horizon: Zero Dawn – The Frozen Wilds Testbericht

Horizon: Zero Dawn – The Frozen Wilds

  • Release: 07.11.2017
  • Genre: 3rd Person Action, Rollenspiel
  • Entwickler: Guerilla Games
  • Publisher: Sony Interactive Entertainment (SIE)

Gutes

+ Spannende Geschichte im neuen Gebiet
+ Hübsche Welt mit vielen Aktivitäten
+ Neue Feinde, Ausrüstung und Fähigkeiten

Schlechtes

- Ladezeiten und Performance nicht immer optimal
- Dialoge in deutscher Sprache nicht gut abgestimmt

9.0 / 10 Must Have

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