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Horizon: Zero Dawn im Test – Ein Abenteuer in der prähistorischen Zukunft

Artikel von | 09.03.2017 um 19:26 Uhr

Zur Veröffentlichung der PlayStation 4 im November 2013 hatte der niederländische Entwickler Guerilla Games mit Killzone: Shadow Fall direkt einen der Launch-Titel parat. Grafisch war der Titel seinerzeit echt ein Hingucker und demonstrierte die Power der damals neuen Konsolen Generation. Knapp vier Jahre später kommt kurz nach der Veröffentlichung der PlayStation 4 Pro wieder direkt das passende Spiel um die neue Power zu demonstrieren. Mit Horizon: Zero Dawn bietet Guerilla Games erstmals seit über 10 Jahren eine neue IP. Diese ist grafisch ebenso ein Hingucker wie Killzone, doch ob Guerilla Games neben der Optik, auch an alle anderen wichtigen Punkte gedacht hat, sagen wir euch in unserem Test.

Horizon Zero Dawn™ Review

Tiere? Maschinen? Pfeil und Bogen?

Bei der Geschichte von Horizon: Zero Dawn geht es allem voran um Aloy. Diese ist eine ausgestoßene des Nora Stamms und hat keine wirkliche Familie. Zu Beginn des Spiels begleitet sie Rost, ebenso ein ausgestoßener, zur Namensgebung. Dies ist ein heiliges Ritual des Stammes und es ist gewiss nicht selbstverständlich das Ausgestoßene diese Ehre erhalten. Nach der Zeremonie springen wir einige Jahre in die Zukunft und begleiten dabei die mittlerweile um einiges älter gewordenen Aloy bei ihren ersten Schritten der Jagd. Sowohl sie, als auch der Spieler selbst, lernen somit das Spiel kennen. Doch das junge Kind fällt auf dem Rückweg in ein tiefes Loch. Es ist eine Ruine der vergangenen Zivilisation, welche sie selbst als Metallwelt kennt. Eigentlich sind diese Orte für die Nora verboten, doch um zu überleben, muss Aloy weiter und einen Ausweg finden. Dabei findet sie ein kleines technisches Gerät. Das Überbleibsel der vorherigen Zivilisation ermöglicht ihr, alte Objekte und Datenträger zu scannen und somit mehr über ihre Umwelt zu erfahren. Ihr Wissensdurst steigt ins unermessliche und sie merkt, dass es so einige Geheimnisse in der Vergangenheit gab. Auch in ihrer eigenen. Sie möchte wissen, wer ihre Mutter war und um dies zu erfahren, muss sie mit den Ältesten des Dorfes sprechen.

Dies ist als Ausgestoßene alles andere als leicht, doch mit der Erprobung sieht sie ihre Chance dazu. Dort kämpfen die Mitglieder des Stammes in einer Herausforderung gegeneinander an, um die nächsten Krieger zu ermitteln und wenn Aloy diese Prüfungen als beste abschließt, darf sie einen Wunsch äußern. Mit diesem Ziel vor Augen, trainiert sie einige Jahre und wächst langsam heran und die Erprobung steht an. Es läuft aber leider nicht alles wie geplant. Unerwartete Gefahren nähern sich dem Dorf und bedrohen den Frieden des heiligen Lands der Nora. Aloy macht sich auf, um die wahren Gründe dafür aufzudecken. Dabei findet sie auch Spuren ihrer eigenen Geschichte und merkt, wie bei so vielen Geschichten auch, das viel mehr dahinter steckt, als Anfangs angenommen. Auch der Spieler wird sich sicherlich dabei ertappen, wie die Stunden an ihm vorbeiziehen, während man langsam aber sicher mehr Informationen bekommt. Durch Mass Effect ähnliche Dialogoptionen bekommt auch jeder seine eigene Geschichte serviert, bei dem die eigenen Entscheidungen durchaus Folgen haben können.

Horizon Zero Dawn™

Diese riesige Welt bietet auch einiges zum Erkunden. Wer Horizon: Zero Dawn einmal gesehen hat, der erinnert sich sicherlich nur an die mechanischen Tiere und Aloy, welche die Roboter mit Pfeil und Bogen bekämpft. Es wird aber viel mehr geboten, als man auf dem ersten Blick erahnen kann. Denn es gibt einen Grund, warum die vorherige Zivilisation ausgelöscht wurde, ebenso wie die mechanischen Kreaturen ihren Weg in die neue Welt gefunden haben. Zwar dauert es vielleicht für manche etwas länger bis die Geschichte fahrt aufnimmt, doch packt sie den Spieler später umso stärker. Durch den Open-World Faktor ist aber jedem selbst überlassen, wann er was machen will. Auch Nebenaktivitätten gibt es unzählige und so wird stets für Ablenkung gesorgt, wenn man denn will. Mit kleinen Geschichten erwecken sie außerdem auch das Gefühl, dass man etwas bewegen würde, statt einfach nur Gegenstände hin und her zu transportieren oder Feinde zu besiegen.
Dahingegen gibt es auch einige Schwachpunkte. An sich ist die deutsche Synchronisation ganz ordentlich, wobei es doch einige Dialoge gibt, die etwas abrupt enden und dementsprechend unplatziert wirken. Aber die Synchronität der Stimmen zu den Charakteren ist einfach grauenhaft. Es passt ganz oft einfach nicht zusammen oder wirkt fehlt platziert, bei einem solch großen Spiel ist das schon sehr enttäuschend und holt einem des Öfteren aus der Immersion.

→ Man kann zusammenfassend sagen, dass die Geschichte sehr spannend und erfrischend anders ist. Der Spieler wird sich sicherlich dabei ertappen eigene Theorien zu der Geschichte aufzustellen und wie gefesselt vor dem Bildschirm sitzen.
→ Lediglich die deutsche Vertonung ist ein herber Rückschlag und passt nicht zum sonst echt guten Niveau des restlichen Spiels. Die Stimmen an sich sind gut, doch alles andere als Synchron zu den Lippenbewegungen.

Horizon Zero Dawn™

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Horizon: Zero Dawn Testbericht

Horizon: Zero Dawn

  • Release: 01.03.2017
  • Genre: 3rd Person Action, Rollenspiel
  • Entwickler: Guerrilla
  • Publisher: Sony Interactive Entertainment (SIE)

Gutes

+ Geschichte ist spannend und frisch
+ Riesige offene Welt mit einigen Aktivitäten
+ Wunderschöne Optik
+ Abwechslungsreiche und spannende Kämpfe

Schlechtes

- Etwas zäher Einstieg in die Story
- Deutsche Sprachausgabe oft asynchron

9.3 / 10 Must Have

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