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Hollow Knight: Voidheart Edition im Test – Klein, aber oho

Artikel von | 03.10.2018 um 12:08 Uhr

chon seit Anfang 2017 für den PC erhältlich, hat Hollow Knight nun auch seinen Weg auf die PlayStation 4 gefunden. Entwickelt wurde der Titel vom kleinen Indi Studio Team Cherry. Inspirationen für den Titel kommen von Metroidvanias, Dark Souls und Super Meat Boy. Ob diese Mischung funktioniert, verrät unser Test.

Mehr als es scheint

Bei der Handlung von Hollow Knight, wird das erste Vorbild zur Hilfe genommen, Dark Souls. Ähnlich wie bei From Softwares Meisterwerk, wird die Handlung nicht komplett vor dem Spieler ausgelegt, sondern eher durch die Welt, ihre Einwohner und das drumherum erklärt. Vieles wird dabei recht vage gehalten und lässt Raum zum spekulieren. Wie einem das nun gefällt, hängt von jedem selbst ab. Auf jeden Fall wirkt die Handlung dadurch sehr vielschichtig und regt zum nachdenken und Diskussionen an.

Alles beginnt damit, dass der kleine Ritter in einem Dorf ankommt und von dort aus in das alte Königreich “Heilandsnest” hinabsteigt. Dieses ist schon lange untergegangen und birgt einige Geheimnisse und diese gilt es aufzudecken. Dabei erkundet man zahlreiche, sehr abwechslungsreiche, Gebiete und trifft auf verschiedene NPCs und Inschriften, die einem die Welt und ihre Geschichte nach und nach näher bringen.

Anfangs wirkt alles noch recht schal, doch mit der Zeit deckt man immer mehr auf und natürlich steckt hinter allem noch etwas mehr, als es zunächst den Eindruck macht. Das Ganze ist in etwa 20-25 Stunden beendet, doch dann hat man noch nicht alles entdeckt und erledigt. Das dauert gut und gern 40 Stunden.

Hin und her und wieder zurück

Wie für Metroidvania üblich, gibt es viel zu entdecken, sogar sehr viel. Direkt zu Anfang hat man noch nicht so viele Möglichkeiten zum erkunden, doch nach und nach gibt es neue Fähigkeiten und mit diesen lassen sich neue Wege eröffnen. Das Gute daran ist, dass das Erkunden dadurch gefordert wird. Das Schlechte daran ist, dass man alle Bereiche immer wieder aufsuchen muss, da man ja was vergessen haben könnte oder ein neuer Weg zugänglich wird.

Zwar bekommt man recht früh an die Möglichkeit zum Schnellreisen, doch diese ist nur an bestimmten Punkten möglich und die sind ein wenig spärlich verteilt. Also darf man, besonders im späteren Verlauf, immer wieder hin und her laufen, da man ja nicht genau weiß, wo man noch hin kann und wo noch ein Weg offen ist.

Es gibt zwar die Möglichkeit Markierungen auf der Karte zu setzen, doch ob man Stunden später noch weiß, was genau da war, ist eine andere Frage. Wenn man also Wandsprünge freigeschaltet hat, kann man nie sicher sein, ob man diese an der markierten Stelle gebrauchen kann, außer man hat ein sehr gutes Gedächtnis. Dadurch läuft man immer wieder mal umsonst nach Punkt A, obwohl man eigentlich bei Punkt C weiterkommen könnte.

Das kennen wir doch

Während wir zu Beginn nur springen, schlagen und normal laufen können, bekommt man in einem gelungenen Rhythmus neue Fähigkeiten. Mit denen kann man härter zuschlagen, zaubern, dashen und mehr. Zusätzlich gibt es zahlreiche Talismane, die für Tiefgang und Vielfalt im Kampf sorgen.

So kann man dann schneller zuschlagen, wirft Gegner weiter zurück, kontert direkt nach einem Treffer oder kriegt schneller Seelenkraft. Letzteres hat übrigens nicht den Zweck, den ihr vielleicht zuerst vermutet. Für jeden Schlag bekommt ihr ein schlückchen Seelenkraft und diese darf dann entweder zum zaubern oder zum heilen benutzt werden. Da sie dadurch nur begrenzt verfügbar ist, sollte man genau überlegen wie man vorgeht.

An Bänken, die als Checkpoints dienen, bekommt man volle Energie und darf seine Karte aktualisieren. Doch zuerst muss man die Karte finden. In neuen Gebieten ist man nämlich anfangs verloren und muss erst den Kartenzeichner finden. Dem darf man die Karte dann für Geo abkaufen. Geo ist übrigens die Währung in Hollow Knight und diese gibt es von Gegnern und in Kisten.

Wenn ihr die Karte dann habt, bekommt ihr zumindest einen groben Überblick über das neue Areal. Viele Bereiche sind jedoch noch nicht eingezeichnet. Das ändert ihr, indem ihr diese Bereiche erkundet und euch danach auf eine Bank setzt. Wichtige Punkte wir Bänke, Schnellreisepunkte oder Händler werden dann auch angezeigt.

Die Händler verkaufen euch Talismane, Maskenteile oder besondere Items wie Lampen für dunkle Areale. Die Maskenteile benötigt ihr, um die Kapazität eurer Gesundheit oder Seelenkraft zu erhöhen. Also immer schön das Geo sparen und versuchen nicht zu sterben. Nach dem Ableben verliert ihr nämlich sämtliches Geo und wenn ihr dann euren Todesort nicht nochmal erreicht, ist alles Weg, kennen wir ja aus anderen Spielen.

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Hollow Knight Testbericht

Hollow Knight

  • Release: 2019
  • Genre: Action, Metroidvania
  • Entwickler: Team Cherry
  • Publisher: Skybound Games, Team Cherry

Gutes

- Stimmungsvolle Welt mit stimmiger Optik und passender Musik
- Viel Abwechslung bei den Arealen, Gegnern und Mechaniken
- Viele Geheimnisse laden zum erkunden der großen Welt ein
- Großer Umfang mit vielen Arealen und Bossen

Schlechtes

- Viel Backtracking
- Gelegentlich unfaire Momente/ Trial and Error
- Wenig Waffen Vielfalt

8.7 / 10 Sehr gut

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