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Headlander im Test – Ein kopflastiges Sci-Fi-Abenteuer

Artikel von | 02.08.2016 um 12:00 Uhr

Ein neuer Titel aus dem Hause Double Fine in Kooperation mit Publisher Adult Swim Games ist erschienen. Headlander versetzt euch in eine Welt, die von Science-Fiction der 70er Jahre inspiriert wurde. Ob der Titel richtig gut ist und Spaß macht oder ob uns dabei der Kopf abgefallen ist, erfahrt ihr in unserem Test.

Headlander

Geschichte

Das Action-Adventure Headlander ist der neueste Streich der Entwicklerschmiede von Tim Schaefer. Spielerisch erwartet euch ein Titel im Metroidvania-Stil, welcher diese um eine innovative Idee ergänzt hat. Zu Beginn wählt ihr einen von vier Charakteren, die in Form eines Kopfs dargestellt sind. Was mit eurem Körper geschehen ist oder wo ihr euch eigentlich genau befindet, dass wird euch zunächst nicht verraten. Da das Szenario aber in einem Science-Fiction-Genre angesiedelt ist, merken wir schnell, dass wir irgendwo im Weltall auf einem Raumschiff zur Besinnung gekommen sind. Wir sind der letzte Mensch, beziehungsweise menschliche Kopf im Universum und machen uns auf die Suche nach unserer Vergangenheit.


Gameplay

Mit unserem Headlander können wir durch die Gegend fliegen und Körper von Feinden sowie anderen Bewohnern übernehmen. Mit der Andock-Mechanik unseres Helmes kontrollieren wir somit andere Personen und erhalten gleichzeitig ihre Fähigkeiten, die meist in Form von verschiedenen Waffen daherkommen. Bevor wir allerdings selbst mit einem Laser schießen können, müssen wir zunächst den Feind ausschalten und dessen Kopf vom Körper trennen. Dazu dient die Saugvorrichtung.

Das Kampfsystem enthält somit zwei Phasen. Als Helm enthaupten wir unsere Gegner und docken schließlich an dessen Körper an. Jetzt haben wir die Chance, dass wir dessen Waffe nutzen um die übrigen Feinde auszuschalten oder wir gehen zunächst in Deckung und warten auf den richtigen Moment. Dies ist nützlich, da man oft im Dauerfeuer steht und sich so zuerst einen Überblick verschaffen kann. Es ist zudem möglich in den Nahkampf zu gehen und die Bösewichte mit Schlägen zu bearbeiten.

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In der Spielwelt nutzen wir unsere Helm-Funktionen auch um Objekte zu verschieben oder zu entfernen. Unsere gesammelten Energiepunkte nutzen wir für Upgrades, um den Helm zusätzlich zu verstärken. Farbliche Türen erfordern verschiedene Körper, um die Räume dahinter zu betreten und so entsteht der sogenannte Metroidvania-Stil. Wir müssen häufiger an dieselben Stellen im Spiel zurückkehren, da wir anfangs nicht die Möglichkeit haben dort weiterzukommen. Auf der Karte werden uns allerdings stets alle Wege und interessante Orte zur Orientierung angezeigt.

Im weiteren Verlauf des Spiels verschlägt es uns in diverse andere Gegenden, wie beispielsweise Raumstationen. Dahin gelangen wir durch die Nutzung von Fluchtkapseln des Raumschiffs und entdecken neue Charaktere, Feinde und Geheimnisse. Abseits der Geschichte können wir auch Nebenmissionen annehmen. Beispielsweise hat eine Bewohnerin ihren Hund verloren und anhand von verschiedenen Merkmalen müssen wir den richtigen Kläffer zu ihr zurückbringen.

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Grafik & Sound

Der groovige Soundtrack von David Earl untermalt die Stimmung von Headlander passend. Grafisch erwarten uns tolle Animationen und ein Effektfeuerwerk, welches sich nicht verstecken muss. Das Design der Spielwelt und Charaktere ist erfrischend und in Kombination mit der Musik schön anzusehen.

Fazit

Headlander bietet Spielern mit der Kopf-ab-Mechanik etwas Neues. Der Humor und die Stimmung des Metroidvania-Titels harmonieren perfekt miteinander und auch das Gameplay wagt keine großen Ausreißer in ferne Gefilde. Headlander spielt sich flüssig und ist dabei herausfordernd. Gleichzeitig lässt der Titel aber keine Frustrationsmomente aufkommen. Schließlich bleibt Headlander ein gelungenes Action-Adventure mit einigen spaßigen Spielstunden.

Head Lander Testbericht

Head Lander

  • Release: 2016
  • Genre: Arcade-Action, Geschicklichkeit, Jump'n'Run
  • Entwickler: Double Fine
  • Publisher: Adult Swim Games

Gutes

- innovative Spielmechanik
- toll eingefangene Atmosphäre
- stimmungsvoller Soundtrack
- schönes Design der Spielwelt und Charaktere

Schlechtes

- keine deutsche Sprachausgabe
- kaum spielerische Abwechslung

7.5 / 10 Gut

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