Gunslugs – Der Pixelshooter im Test

Getestet von | 26.02.2014 um 19:07 Uhr

Auf dem Schlachtfeld kommt es darauf an, die richtige Taktik anzuwenden und den Gegner vernichtend zu schlagen. Wer braucht da schon eine realistische Grafik? Eben, denn so lange das Gameplay stimmt und man das Schlachtfeld auch problemlos unterwegs reinigen kann, ist doch alles super. Wirklich? Wir haben uns den kleinen Pixelshooter von Orangepixel Gunslugs angeschaut, der für die PlayStation Vita erhältlich ist. Ob uns der Krieg in Pixeloptik gefallen hat, verraten wir euch im Test.

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Zwischen Schwarzenten und Hoschis

Wie jeder ordentliche Shooter verfügt auch Gunslugs über eine überaus tiefgehende Story, die einen stundenlang an die PlayStation Vita fesseln kann. Spaß beiseite, aber im Gegensatz zu anderen Spielen besitzt Gunslugs wenigstens tatsächlich eine Story.
Ihr seid Mitglied einer Armee und müsst euer Land verteidigen, denn die bösen Schwarzenten führen irgendwas Dubioses im Schilde. Dazu haben sie an verschiedenen Orten wie beispielsweise im Dschungel oder auf dem Flugplatz Sender aufgestellt, die Signale zu ihrem Anführer übertragen. Eure Aufgabe ist es zunächst, zum einen die Schwarzenten zu besiegen und zum anderen diese seltsamen Sender zu vernichten. Mehr gibt es eigentlich nicht zu erklären, und mehr bedarf es auch gar nicht an einer guten Story, denn das Spiel macht Spaß, tiefgehende Story hin oder her.
Es macht unheimlich Spaß, wenn ihr mit eurem kleinen Soldaten durch das Sidescrollinglevel springt und dabei den sogenannten Hoschis, also den Gegnern, zeigt, wer hier das Sagen hat und das sie so etwas wie euer Land anzugreifen garantiert nicht nochmal tun werden. Und wenn wir schon einmal von Soldaten reden: Zu Beginn könnt ihr euch entscheiden ob ihr in die Haut von Johnny Rumble oder Gun Chick schlüpfen wollt, doch bei den beiden bleibt es nicht. Im Laufe der verschiedenen Level könnt ihr weitere Charaktere finden, die ihr zum Teil spielen könnt, andere wiederum verkaufen euch nur ein Extraleben oder geben euch Münzen. Allerdings unterscheiden sich die Figuren, die man freischalten kann, lediglich in ihren unterschiedlichen Spielzielen und im Aussehen. Gesonderte Fähigkeiten haben sie nicht, da jeder das gleiche nutzen und anwenden kann. Aber dafür habt ihr ein großes Waffenarsenal…

GunSlugs-gameplay

Ich zeig dir meine Eierkanone

Wer sich nun denkt, dass man sich in Gunslugs mit einer kleinen Kanone durch die Gegend ballert, der täuscht sich und zwar ganz schön gewaltig. Schon die Anfangswaffe ist ein echt Goldstück, da sie die Hoschis mit nur einem Schuss erledigt. Aber das ist natürlich nicht die einzige Waffe, die euch erwartet, denn manches mal lassen die guten Hoschis auch mal die eine oder andere Waffe fallen, sodass ihr in den Besitz eines Flammenwerfers, Doppelschüssers oder einer Hühnerkanone gelangen könnt. Hühnerkanone? Jep, ihr könnt die Hühner, die euch manchmal in den Leveln über den Weg laufen, erschießen und dann verwandeln sie sich in Kanonen, mit denen ihr eure Gegner abschießen könnt. Aber keine Panik, ihr werdet die Hoschis nicht mit Hühnern erledigen, sondern mit Eiern, die ihr auf die Gegner schießt. Diese bleiben im Übrigen auch kurzerhand irgendwo kleben und hinterlassen einen witzigen Fleck. Im weiteren Verlauf des Spiels erwarten euch dann auch noch Granatwerfer oder Jetpacks, mit denen ihr euren Feinden zu Leibe rückt.
Wer nicht immer nur Lust hat, draußen die Gegner zu erschießen, kann sich hin und wieder in Gebäuden aufhalten. In diesen erwarten euch entweder Extramunition und Medipacks, freizuschaltende Charaktere, zu kaufende Extras (mit den zuvor gesammelten Münzen, die die Gegner fallen lassen) oder Einwohner, die sich in Sicherheit gebracht haben und euch Münzen schenken, wenn ihr sie lange genug belästigt, also auf ihnen herumlauft. Jedoch solltet ihr euch schnell entscheiden, ob ihr alles mitnehmt, was euch im Haus erwartet, denn zurückkehren könnt ihr in die Häuser nicht. Seid ihr einmal zur Tür raus, war es das und die Belohnung, die euch möglicherweise erwartet hätte, ist verloren.
Das war es dann aber auch schon großartig, was man so machen kann. Ihr schießt euch durch die kurzen Level, was wiederum sehr gut ist für unterwegs, findet versteckte Dinge in den Häusern und das war es auch schon. Die Level sind leider alle sehr repetitiv und man hat das Gefühl, immer wieder dasselbe zu machen, was sehr schade ist, denn das Spiel macht an sich wirklich Spaß. Aber gut, als Spiel für unterwegs ist es bestens geeignet.

Gunslugs-Princess

Ein Pixel hier, ein Pixel da

Wie wir bereits mehrfach erwähnt haben, besitzt Gunslugs eine Retrografik, die einen sofort an die alten Zeiten mit dem Gameboy zurückdenken lässt. Was waren das noch für Zeiten, als die Grafik egal war und man lediglich froh war, wenn man erkannte, wer Freund und wer Feind war. Und so einfach wie die Grafik ist, weist sie auch keine all zu großen Fehler auf. Kantenflimmern gibt es nicht, vielleicht den einen oder anderen Clippingfehler, wenn ihr mit eurer Waffe zu nah an eine Wand geht, aber das ist nicht sonderlich erwähnenswert. Für das entsprechende Flair sorgt die Grafik allemal, auch wenn sie mit den neuesten Engines auf der PlayStation 4 längst nicht mithalten könnte.
Auch der Sound passt sich perfekt in die alten Zeiten ein und ist eingängig. Ein fast schon perfekt gelungener Soundtrack.

Der perfekte Shooter für unterwegs?

Ja, definitiv. Gunslugs ist ein Spiel, dass man problemlos in der Straßenbahn oder im Zug ein paar Minuten spielen kann, denn es ist kurzweilig, die Level dauern nie länger als fünf Minuten, und es macht Spaß, sich durch die kleinen Hoschis zu ballern. Über eine Grafik aus dem Jahr 2014 verfügt Gunslugs zwar nicht, aber das braucht es auch gar nicht. Wir haben es mit einem Retroshooter zu tun, der seinem Namen sowohl in der Grafik als auch im Sound alle Ehre macht, da man sich gleich in die alte Zeit der Gameboys zurückversetzt fühlt. Wir empfehlen dieses kleine Spiel für die PlayStation Vita jeden, der sich gern mal durch ein paar Level mit einer Hühnerkanone schießen will oder einfach nur was für zwischendurch sucht.

Gutes

+ Retrografik
+ Passender Soundtrack
+ Verschiedene Charaktere
+ Witzige Waffen

Schlechtes

- Repetitives Gameplay
- Man kann nicht in Häuser zurück

7.9 Gut

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