Guns, Gore & Cannoli im Test: Handgemalte Ballerorgie

Getestet von | 08.12.2015 um 14:00 Uhr

„Zombies killen?“ Ja ich!Und ich!“ Ich auch! Und was ist mit mir?“ „Ihr kommt alle mit!!!“

Guns, Gore & Cannoli kann man alleine spielen. Aber richtig Freude kommt erst auf, wenn man mit Freunden zusammen auf der heimischen Couch sitzt und sich durch die Level ballert. Das macht nicht nur unglaublich viel Spaß, der Titel verkommt so außerdem zu einer echten Ballerorgie. Als wir dies das erste mal ausprobiert hatten, ist wahrlich kein Auge trocken geblieben. Einzig ein klitzekleiner Kritikpunkt ist hier angebracht: Gerade wenn man zu viert auf einem Bildschirm um sich schießt, kann schon mal die Übersicht verloren gehen und man stirbt den einen oder anderen Pixeltot. Das passiert zwar eher selten, ist unserer Meinung nach aber der (wirklich wunderschönen) Optik von Guns, Gore & Cannoli geschuldet.

Guns, Gore and Cannoli Multiplayer Screen Arena

Aber auch wenn man die Story, welche ein wenig zu kurz kommt, hinter sich gebracht hat, kann man zusammen noch richtig Spaß haben. Denn Guns, Gore & Cannoli hat eine Battlearena spendiert bekommen, in welcher ihr euch wahlweise gegen echte Mitspieler oder eben die K.I. beweisen könnt. Bis jetzt gibt es zwar lediglich den Modus „Deathmatch“ aber bereits der, hat es wirklich in sich. Bevor das Match beginnt, habt ihr viele Einstellmöglichkeiten. So könnt ihr auswählen, wie lange das Match dauern, ob es ein Punktelimit geben soll oder welche Waffen verwendet werden dürfen. Dann wählt ihr noch eine Arena aus und dann kann es auch schon los gehen. Vor allem die Option, „Nur Panzerfäuste“, hat unglaublich Spaß gemacht. Was da auf dem Bildschirm abgeht ist einfach nicht mehr normal. Sehr, sehr geil – keine Frage.

Einziger Kritikpunkt ist hier, dass man wirklich nur Lokal im Coop spielen kann. Natürlich ist es schön, und dem Himmel sei Dank, auch immer öfter der Fall, dass wir uns wieder mit Freunden auf der heimischen Couch messen können, aber ein Online-Modus wäre hier sicher auch nicht verkehrt gewesen.

Bella… Du bisé so wundersöne!

Guns, Gore & Cannoli punktet vor allem mit einem: der wirklich wunderschönen Optik. Bereits auf der Gamescom sagte man uns, dass es sich bei der Grafik, den Zombies, den Waffen – überhaupt der Spielewelt, ausschließlich um handgezeichnetes Material handelt. Und das kann man sehen. Der Titel sieht einfach nur sehr schön aus und der Stil passt perfekt zum abgedrehten Setting. Vor allem die Animationen sind wirklich von viel Liebe zum Detail geprägt. Sei es das Nachladen der Waffe, die Bewegungen der Zombies oder der Mafiosi, welche mit einem Baseball-Schläger auf euch zu rennen. Explosionen, Feuer und Blut – alles sieht durchweg wirklich gut aus und lässt keine Wünsche offen. Hier hat man sich nicht lumpen lassen und sich wirklich Mühe gegeben.

Guns, Gore and Cannoli Screen 1

Noch besser als die grafische Darstellung, ist da nur der Soundtrack, welcher wirklich passt wie ein Molotow-Cocktail in einen Zombie-Mob. Zu hören gibt es ganz klassische 20er Jahre Musik. Geprägt von coolem Jazz oder auch Folk, sind Titel dabei, welche in keinem Fall unbekannt sein dürften. Die Hintergrund-Musik in Guns, Gore & Cannoli passt wirklich perfekt zum klassischen Setting der 20er Jahre und gefällt sehr gut. Genauso wie der eigentliche Sound des Titels. Egal ob Pistole, Panzerfaust, oder schnäppische Kommentare unseres Protagonisten. Alles klingt genau so, wie wir es von einem Comic erwarten würden. Mehr muss man dazu nicht sagen.

Fazit: Spaßig und wunderschön – aber einfach viel zu kurz!

Guns, Gore & Cannoli ist ein rundum gelungener Titel und ein guter Start für Crazy Monkey Studios auf PlayStation 4. Zum Einen gibt es eine schön erzählte, humorvolle Story – welche zwar nicht unbedingt spannend ist, dafür aber einfach Spaß macht. Das Gameplay, bzw. das Eindämmen des Zombie-Problems in Thugtown, ist gameplaytechnisch nicht zu kompliziert, leicht zugänglich und nach den ersten Minuten nach der Ankunft in der Stadt, geht das alles schon gut von der Hand. Wer Herausforderungen sucht, kann den Schwierigkeitsgrad der Story bis auf „Unmöglich“ hochschrauben oder er misst sich mit seinen Freunden in der Deathmatch-Arena, welche auch noch einmal richtig Spaß macht. Unterstrichen wird der positive Gesamteindruck von wunderschöner Optik, viel Liebe zum Detail und einem wirklich sehr passenden Soundtrack, welcher den ein oder anderen Ohrwurm bereit hält.

Einziger Kritikpunkt ist hier wirklich, dass die Story verdammt kurz ist. Zwar braucht man hier und da mehrere Anläufe, aber insgesamt haben wir nach gut 3-4 Stunden die Credits über den Bildschirm flackern sehen. Dafür muss man aber sagen, dass wir für diese kurze Zeit, bestens unterhalten wurden und keine Sekunde in Thughtown bereut haben.

Guns, Gore & Cannoli erscheint heute im PlayStation-Store und diesen Titel können wir jedem empfehlen, der mal wieder richtig Lust auf ein bisschen Couch-Coop mit seinen besten Freunden hat. Direkt unter diesen Zeilen findet ihr unser Video zum Test: Guns, Gore & Cannoli in bewegten Bildern. Viel Spaß damit!

Gutes

- wunderschöne Comic-Optik mit viel Liebe zum Detail
- klasse Soundtrack
- schön erzählte Story mit tollem Humor
- Koop-Modus für bis zu 4 Spieler
- abwechslungsreiche & fordernde Gegner

Schlechtes

- Story leider etwas zu kurz
- Steuerung manchmal nicht optimal

9,0 Must Have

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