Guns, Gore & Cannoli im Test: Handgemalte Ballerorgie

Getestet von | 08.12.2015 um 14:00 Uhr

Pistole. MG. Panzerfaust. Tragbare Tesla-Spule. Check!

Womit wir bei dem Waffenarsenal angekommen wären. Denn Guns, Gore & Cannoli macht vor allem dem Guns in dem Titel alle Ehre. Während wir zu Beginn noch mit Pistole unterwegs sind, erweitert sich unser Arsenal von Mission zu Mission um Maschinengewehr, Schrotflinten, MG´s oder auch einer Panzerfaust. Während wir für unsere Pistole unbegrenzte Munition zur Verfügung haben, sieht es bei allen anderen Waffen schon anders aus. Hier muss man wirklich gut überlegen, welche Waffe man wann einsetzt. Es gibt wirklich nichts peinlicheres, also vor einem Football-Zombie zu stehen und dann nur eine Pistole im Gepäck zu haben. Die Waffen spielen sich genau so, wie man sich das vorstellt und machen wirklich sehr viel Spaß.

Apropos Football-Zombie.

Guns, Gore and Cannoli Screen 7

Officer-Zombie. Rülps-Zombie. Fleischer-Zombie. Alle da!

Thugtown wurde von Zombies überrannt. Wieso und warum das Ganze geschehen ist, erfahren wir erst im Laufe der Geschichte und werden wir euch hier natürlich nicht verraten. Dafür können wir euch sagen, dass es Zombies en masse gibt. Von den einfachen Herumschlenderern, über anstürmende Football-Zombies, bis hin zum (wirklich sehr lustigen) Rülpszombie, vor dessen Gasen ihr euch hüten solltet, ist natürlich alles da, was Rang und Namen hat. Jeder der Zombies hat dabei eine eigene, kleinere oder größere Schwachstelle, welche wir nutzen müssen, um den jeweiligen üblen Zeitgenossen schnell loszuwerden. Denn die Zombies in Guns, Gore & Cannoli sind keine Einzelgänger, sie bringen immer gleich eine ganze Meute ihrer besten Freunde mit.

Und da permanent nur Zombies viel zu langweilig werden, werdet ihr im Laufe der Story auf den ein oder anderen Boss treffen, welcher im Übrigen auch ganz menschlich sein kann. So gibt es auch genügend Gegner in den Straßen von Thugtown, welche bisher von der Epidemie verschont geblieben sind. Im Normalfall handelt es sich dabei um rivalisierende Gangmitglieder, die wir direkt mit den Zombies zurück in die Hölle schicken. Ein Abwasch quasi. Die menschlichen Gegner sind dann auch schon etwas anders als die Untoten zu bekämpfen. Zwar gibt es auch Soldaten-Zombies, aber diese schießen, im Gegensatz zu feindlichen Gangmitgliedern, unpräzise und wirr umher. Ganz anders die echten Mafiosis oder die Armee, welche Thugtown abgeriegelt hat. Vor allem Letztere sind schwer bewaffnet und Gegner, an welchen man sich die Zähne ausbeißen kann.

Die Gegner in Guns, Gore & Cannoli sind also vielfältig und sorgen für einiges an Abwechslung. Wer seine Pappenheimer genau kennt, kann das zu seinem Vorteil nutzen. Nicht selten gelingt es, die Zombies auf die Mafiosis oder eben die feindliche Armee zu hetzen. Wir können fast seelenruhig daneben stehen und zusehen, wie sie sich gegenseitig zerfleischen. Nicht unbedingt originell, aber so sparen wir Munition und haben vielleicht einmal kurz Pause.

Guns Gore And Cannoli Banner Artikel 2

Apropos: Zerfleischen!

Guns, Gore & Cannoli. „Guns“ haben wir bereits abgearbeitet. Kommen wir nun zu „Gore“. Denn auch dieser Teil nimmt in Crasy Monkey Studios PS4-Debut einen gehörigen Platz ein. Wir ihr auf den Screens sehen könnt, besticht Guns, Gore & Cannoli zwar durch eine schön gezeichnete, fast schon putzige Grafik – allerdings ist so eine Zombie-Epidemie alles andere als putzig. Und so werden Köpfe oder gleich ganze Körper zerfetzt, verbrannt, zerschossen oder tot getreten, dass sich die Balken biegen. Zombiemob? Granate! Problem gelöst. Es müsste nur noch jemand kommen, der hier sauber macht.

Für ein Spiel in dieser Grafik ist Guns, Gore & Cannoli wirklich sehr farbig in seiner Darstellung, aber niemals eklig oder übertrieben. Es ist eben genau so „brutal“, wie man sich ein Zombie-Apokalypse-Comic vorstellt. Aber gerade deshalb sei gesagt: Guns, Gore & Cannoli, vor allem aber das „Gore“ ist nichts für zartbeseitete Kinderaugen.

Gutes

- wunderschöne Comic-Optik mit viel Liebe zum Detail
- klasse Soundtrack
- schön erzählte Story mit tollem Humor
- Koop-Modus für bis zu 4 Spieler
- abwechslungsreiche & fordernde Gegner

Schlechtes

- Story leider etwas zu kurz
- Steuerung manchmal nicht optimal

9,0 Must Have

Kommentare

Das könnte dich auch interessieren