Guns, Gore & Cannoli im Test: Handgemalte Ballerorgie

Getestet von | 08.12.2015 um 14:00 Uhr

Guns Gore And Cannoli Banner Artikel

Auf der vergangenen Gamescom haben wir die Entwickler um Crazy Monkey Studios kennengelernt, welche uns ihren ersten Titel für PlayStation 4, Guns, Gore & Cannoli, zeigten. Nun durften wir endlich Hand an den fertigen Titel legen, welcher heute, am 08. Dezember 2015, auch im PlayStation Store zu finden ist. Wir verraten euch in unserem Test, was wir in den 1920érn – der Zeit der Mafia ( und Zombies ), erlebt haben.

Guns, Gore & Cannoli…

…schickt uns zurück in die zwanziger Jahre. Eine Zeit, in der Alkohol illegal gebrannt wurde, Mafia-Gangs wie Unkraut aus dem Nichts erschienen und Zombies die Straßen unsicher gemacht hatten. Zombies? Ja Zombies – aber dazu später mehr. Wir spielen Vinnie Cannoli. Ein ehrlicher, hart arbeitender – Geldeintreiber. Für die Mafia. Wir bekommen einen Anruf von unserem Boss, Mister Belluccio, welcher uns mitteilt, dass wir nach Thugtown gehen und einen Kerl namens Frankie finden sollen.

Der Gedanke gefällt uns nicht. Allein der Name, der eigentlich beschaulichen Kleinstadt, wirkt Unbehagen in uns aus. Und das hat einen Grund: In den vergangenen Wochen und Monaten mehrten sich die Berichte über bizarre Mordfälle, über verstümmelte Menschen, die wiederrum andere Menschen angegriffen und sogar getötet haben. Von brutalen Randalierern war in den Zeitungsberichten zu lesen. Aber es nützt alles nichts. Wir müssen Geld verdienen und wir müssen den Auftrag, welchen uns Mister Bellucci gegeben hat, ausführen – ob wir wollen oder nicht. Also gehen wir an Bord eines kleinen Kutters, lassen alles noch einmal Revue passieren und… Und dann wird es plötzlich unheimlich. Gerade als wir bequem in unserer Kajüte liegen, macht der Kapitän die Durchsage, dass wir in den Hafen von Thugtown einlaufen und plötzlich hören wir von draußen Schreie, Schüsse – eine Glasscheibe zersplittert. Das Letzte was wir über die Lautsprecher wahrnehmen sind „sackgesichtige Gauner“.

Wir schnappen und laden unsere Pistole, achten auf den perfekten Sitz der Frisur und öffnen die Kabinentür. DIE ZOMBIES SIND LOS! Willkommen in Guns, Gore & Cannoli!

Guns, Gore and Cannoli Screen 3

Treten. Schießen. Verbrennen & Explodieren!

Die Zombies kommen uns ziemlich ungelegen, haben wir doch den Auftrag, Frankie zu finden. Dass das nicht einfach werden wird, mitten in einer Zombie-Epidemie, erklärt sich fast von selbst. Aber wir stehen den Untoten zum Glück nicht ganz schutzlos gegenüber. Während der ersten Minuten der Story bekommen wir allerlei Kniffe gezeigt und uns wird erklärt, was wir alles anstellen können. Das ist auch bitter nötig, denn die ersten Zombies bewegen sich schnurstracks auf uns zu. Die Steuerung ist dabei wirklich sehr simpel gehalten und sollte Niemanden vor große Probleme stellen. So schießen wir etwa mit R2, mittels der R1-Taste hingegen, laden wir unsere Waffe nach. Bewegen können wir uns wahlweise mit den Analog-Sticks oder auch mit dem Steuerkreuz, was sich allerdings als nicht empfehlenswert herausgestellt hat. Bei der Hektik, welche manchmal auf dem Bildschirm zu sehen ist, sind Pfeiltasten nicht die beste Methode der Fortbewegung. Mit L1 und L2 werfen wir Granaten, bzw. Molotow-Cocktails, wenn uns die Untoten mal zu nah auf die Pelle rücken. Meistens hilft hier aber auch ein einfacher Druck auf die Kreis-Taste, denn dann treten wir die Zombies zurück, welche dadurch zwar nicht so viel Schaden nehmen, aber ordentlich zurückgeschubst werden.

Viel mehr gibt es zur eigentlichen Steuerung auch nicht zu sagen: Kabinentür auf und rein ins Getümmel. Das Gameplay ist wirklich sehr einfach gehalten, manchmal allerdings etwas ungenau bzw. unvorteilhaft. Guns, Gore & Cannoli ist ein klassischer Sidescroller in welchem die Gegner aber nicht nur von vorne kommen. Laufen Zombies gleichzeitig von vorn und hinten auf uns zu, dann kann es schon mal hektisch werden und dafür ist unser ehrlich arbeitender Geldeintreiber, in seinem Handling einfach zu langsam. Zwar bewegen wir uns relativ schnell vorwärts oder rückwärts, aber in manchen Situationen sind wir im Laufen einfach zu träge und dann ist es auch schon passiert: die Zombies haben uns und fressen uns auf. Denn wenn uns die verwesenden Überreste der Menschen, die sie mal waren, zu nahe kommen, bewegen wir uns glatt noch langsamer, weil die Zombies uns festhalten und dann kann es richtig haarig werden. Hier hilft nur Button-Smashing mit einer Mischung aus Treten, Schießen, Verbrennen und Explodieren.

Gutes

- wunderschöne Comic-Optik mit viel Liebe zum Detail
- klasse Soundtrack
- schön erzählte Story mit tollem Humor
- Koop-Modus für bis zu 4 Spieler
- abwechslungsreiche & fordernde Gegner

Schlechtes

- Story leider etwas zu kurz
- Steuerung manchmal nicht optimal

9,0 Must Have

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