Guitar Hero: Warriors of Rock – Review

Getestet von | 26.09.2010 um 00:00 Uhr

Rocker der ganzen Welt, vereinigt euch und rettet den Rock! Bündelt eure Kräfte und entfesselt den Krieger in euch, indem ihr euch durch sämtliche Songs shreddet. Tretet eine lange und gefährliche Reise an, um die legendäre Gitarre und den Halbgott des Rock zu befreien. Kann Guitar Hero: Warriors of Rock uns auch zu einem Krieger umformen, oder landet es schnell wieder im Regal? Das lest ihr hier, auf PS3inside.

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Nicht schon wieder?!

Jaja, es war ja schon wieder einmal abzusehen, dass ein neues Guitar Hero Ende des Jahres kommen wird und das zurecht, ist die Serie doch seit 2005 erfolgreich und wird natürlich von Activision bis ans Limit gepusht. Uns soll‘s nicht stören und so packen wir uns die Gitarre oder andere Plastikinstrumente, welche sich inzwischen auf DrumKit und Miro erweitert haben und rocken los.
Wer die letzten Jahre nicht geschlafen hat, der wird mittlerweile wissen wie sich ein Guitar Hero spielt. Mit Hilfe der fünf Knöpfe auf der Gitarre werden fünf Seiten im Spiel simuliert und der Klipper stellt den Bereich dar, wo ihr normalerweise die Seiten anschlagen würdet. Auf dem Bildschirm kommen nun verschieden Farbkombinationen runter, welche die Noten sein sollen. Je schwerer ihr den Schwierigkeitsgrad wählt, desto mehr Farben und Noten kommen auf euch zu. Mit dem Schlagzeug funktioniert das genauso. Beim Mikro scrollt der Text über den Bildschirm und ihr müsst nun so gut es geht mitsingen. Dieses Spielprinzip hat sich über die Jahre gehalten, wurde aber immer etwas verfeinert. So natürlich auch bei Warriors of Rock, dem mittlerweile zehnten Teil wenn man die Bandspezifischen mitzählt, aber sonst der regulär sechste Teil der Erfolgserie.
Ohne große Installation und eine kleineren Ladesequenz, findet der Spieler sich im Menü wieder, welches mittlerweile strukturiert wurde. So besteht das Menü nun aus grob zusammengefassten Überpunkten. Spielen ist hierbei natürlich der wichtigste Punkt. Unter diesem Punkt kann man nun eine Schnelles Spiel machen, Online spielen, oder den neuen Abenteuer-Modus ausprobieren.

Eine Story der besonderen Art.

Ja, den Entwicklern wird wohl nie langweilig und so überraschen sie besonders Fans der Serie mit dem neuen Abenteur-Modus, der eine „epische“ Story erzählt. Dies ist natürlich das Herzstück des Spiels. Sinn dieses Modus ist es, acht Charaktere, die mittlerweile fast alle aus den früheren Teilen stammen, zu Kriegern zu transformieren. Das schafft ihr natürlich nur, wenn ihr Machtsterne sammelt. Diese gibt es für erfolgreichen Abschluss eines Songs. Jeder Charakter hat acht Songs, die ihr frei nach Lust und Laune spielen könnt. Habt ihr das Ziel erreicht, wird der Charakter zu einem Krieger gemacht. Natürlich werden die Songs zunehmend schwerer und die Ziele immer höher, aber ihr könnt wie immer den Schwierigkeitsrad runterschrauben, um weiter zu kommen. Jeder Charakter wird zudem mit einer kleinen Einführungssequenz näher „vorgestellt“ und nochmal bei der Umformung in Szene gesetzt. Die Sequenzen werden immer mit der Stimme vom Halbgott begleitet. In der englischen Version ist Gene Simmons, Bandmitglied von KISS, der Sprecher und Halbgott.
Alles in allem läuft es aber wie immer darauf hinaus, dass man viele Songs spielen muss, was ja bei einem Musikspiel auch so sein sollte. Doch ist der Abenteur-Modus nicht das einzig neue in Guitar Hero: Warriors of Rock.

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Ich habe Kräfte!

Jeder der acht Charaktere hat eine bestimmte Kraft, die euch einen kleinen Vorteil beim Spielen verschafft. Darunter befinden sich bestimmte Sachen, wie z.B gleich mit einem x2 Multiplikator starten, oder nach jeder zehner-Notenserie ein wenig Starpower bekommen.
Diese Kräfte sind alle gut durchdacht und sind alle gut zu gebrauchen, denn später werdet ihr die Kräfte alle brauchen. Wird euer Charakter ein Krieger, werden seine Kräfte noch besser und bringen viele Machtsterne. Bevor wir uns aber nun auf die Setlist stürzen, sehen wir uns erst einmal zwei Bands an, die besonders im Spiel hervorgehoben werden, dass sind zum eine Megadeth und zu anderem Rush. Beide Bands haben besondere ‚Auftritte‘ im Spiel.
Wenn ihr die Hälfte aller Charaktere befreit habt, kommt ihr in eine Höhle, in der ihr die legendäre Gitarre erobern müsst. Dabei müsst ihr das ganze 2112 Album von Rush spielen, welches extra für das Game nochmal von den Mitgliedern neu interpretiert wurde. Ihr hört sozusagen die Geschichte der Gitarre von den Bandmitgliedern, während ihr dann immer Teile des Albums spielen müsst. So ist Rush mit insgesamt 7 Songs vertreten. Mit Megadeth sieht es etwas anders aus.
Habt ihr alle Krieger zusammen, müsst ihr euch eine Finale Schlacht gegen die Geißel des Rock liefern. Ihr müsst aus den acht Leuten jeweils eine Band formen. Ihr müsst nun zwei Megadeth Songs spielen und bei jedem Song genug Sterne holen, um die Gitarre aufzuladen. Habt ihr das geschafft, erwacht der Halbgott zu leben und liefert sich ein Duell mit der Geißel. Der dritte Song von Megadeth, „Sudden Death“, wurde von Dave Mustain extra für das Spiel gemacht und ist wohl einer der schwerste Song im Spiel.

Fingerverknoter

Nun aber zur Setlist selbst. Nachdem mit den letzten beiden Guitar Hero vermehrt die Fans darüber beschwert haben, dass die Songauswahl eher bescheiden sei, orientiert sich das Spiel nun wieder viel mehr an den dritten Teil und bietet viele Songs zum „shredden“. Aber keine Panik, unter den insgesamt 93 Songs gibt es genug Songs, die sehr einfach zu spielen sind, wo man nicht tausend Tasten innerhalb von 5 Minuten kloppen muss. Im allgemeinen ist die Auswahl aber wunderbar getroffen. Oldies, Weltstars und unbekannte Newcomer schütteln sich alle die Hände. Auch wurde bei der Auswahl mehr auf eigentlichen Rock und auf mehr Metal geachtet. Neben Megadeth und Rush sind auch Bands wie Muse, Avenged Sevenfold, oder The White Stripes vertreten. Alle GH3 Fans könne sich auch wieder auf DragenForce freuen, denn mit Fury oft the Storm gibt es auch wieder Futter für die, die shredden wollen bis zum umfallen. Kurzum, die Setlist ist endlich mal wieder Guitar Hero.

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Der Spaß fängt jetzt erst an.

Neversoft, die Entwickler der Reihe, haben aber nicht nur an Neuerungen gedacht, sondern auch an Spieler, die gerne Abseits der Story im Schnellen Spiel spielen wollen.
In diesem Modus kann der Spieler jeden Song spielen und das so oft und wie lange er will. Das besondere hieran ist nun, dass auch hier Sterne gesammelt werden können. Diese Sterne sammelt ihr und steigt im Rang auf. Auch gibt es für jeden Song nun eine ganze Palette an Herausforderungen, die man bereits aus Guitar Hero 5 kennt, bloß, dass es hier für jedes Instrument Herausforderungen gibt. Sogar an Bandherausforderungen hat man gedacht und so lässt die Motivation nach der Story bestimmt nicht nach. Besonders dann nicht, wenn man mit Freunden zusammen online rocken kann und mit denen dann auch die ganzen Herausforderungen absolvieren kann. Das ist nämlich das Schöne daran. Ihr könnt alleine, zu zweit an einer Konsole oder zu viert online spielen, die Herausforderungen werden für euch immer gezählt. So könnt ihr mehr als 40 Sterne für jeden Song holen. Natürlich könnt ihr auch gegen eure Freunde antreten. Unter jeder Herausforderung gibt es eine Freundestabelle, wo die Ergebnisse eurer Freunde stehen. Diese könnt ihr euch speziell vornehmen und so euch einen Konkurrenzkampf liefern. Um den Überblick zu behalten, gibt es den Hero-Feed. Dieser ist ein kleiner Kasten am unteren Bildschirmrand, der euch laufend neue Errungenschaften eurer Freunde anzeigt und euch immer informiert, sollte ein Freund euch überbieten.

Alles einwandfrei

Online läuft alles im gewohnten Guitar Hero Standard. Alles läuft ohne Probleme und recht schnell. Die Grafik ist wie die in Guitar Hero 5 viel detailreicher und Charaktere, Bühnen und Publikum wurden besser gestaltet. Auch der Sound lässt keine Wünsche offen und hört sich in Dolby Surround herrlich an. Zusammen mit dem Publikum hat man eine tolle Atmosphäre.
Ansonsten bietet auch der sechste Teil wieder einiges drum herum. GHTunes gibt es immer noch um eigene Songs zu machen und online zu veröffentlichen. Auch kann man seinen eigenen Charakter von Grund auf erstellen und seine eigenen Instrumente basteln. Auch der PartyPlay-Modus aus GH5 kommt zurück, wo ihr endlos Songs spielen könnt ohne versagen zu können. In diesem Modus kann jeder mitten im Songs reinjoinen und wieder rausjoinen. Das Instrument ist dabei egal. Hier heißt es Spaß haben bis zum geht nicht mehr.Auch die umfangreiche Anzeige für die Songs wurde erweitert. Für jeden Songs könnt ihr euch die Intensität für jedes einzelnes Instrument anschauen. Zusätzlich noch Sterne, Genre oder die Länge. Starnachbildung wie man sie aus früheren Teilen her kennt, gibt es aber nicht.

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Fazit:

Mit ihrem neusten Ableger, Guitar Hero: Warriors of Rock, liefert Entwickler Neversoft ihren bis dato besten und letzten Ableger ab. Der Titel bietet eine tolle Setlist, viel Motivation und auch sonst viele tolle Features, entweder neue, oder alte, eigentlich genau das, was alle früheren Teile ausgemacht hat in einem Game. Zusammen mit dem neuen Gameplay im Abenteur-Modus, werden alle Guitar Hero und Rock Band Fans viel Freude mit diesem Titel haben Für jeden anderen heißt es, ausprobieren, oder den Titel unberücksichtigt im Laden stehen lassen und ‚ne Menge Spaß verpassen.

Gutes

Schlechtes

8.0 Sehr gut

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