Menü

Gravity Rush 2 im Test – Hoch hinauf, tief herunter

Artikel von | 23.01.2017 um 20:29 Uhr

Knapp fünf Jahre nach der Veröffentlichung des ersten Gravity Rush für die PlayStation Vita, erscheint nun der Nachfolger, diesmal aber nicht für die Vita. Denn mit der PlayStation 4 hat sich Sony Japan nun allem voran an die Fans des großen Bildschirms gewagt, nachdem sie bereits mit einem Remaster des Erstlings die PS4 mit Schwerelosigkeit versorgt haben. Mit dem zweiten Teil möchte man mit dem gleichen Prinzip, neue Spieler für die Serie begeistern. Doch mit mehr Power durch die PS4 kommt auch große Verantwortung, wie gut die Gravity-Shifterin Kat damit umgeht – das erfahrt ihr in unserem Test.

Die Gravi-Königin Kat ist zurück

Im Leben von Kat hat sich einiges geändert. Lange ist es her, dass sie als Gravity-Shifterin unterwegs war. Ihre Macht, die Gravitation zu manipulieren, verschwand. Nun muss sie das harte Leben eines Minenarbeiters überstehen. Nach den Geschehnissen des ersten Teils wurden sie, ihre Katze Dusty und die Freundin Raven durch einen gigantischen Gravitationssturm getrennt. Ein ähnlicher ist es auch, der Kat beim Start des Spiels in der Mine fast erwischt hätte. Sie und ihr Begleiter Syd mussten jedoch dort runter, denn die dortigen Kristalle sind wertvoll und Kats Magen ist leider leer und nur wer arbeitet, der darf auch essen. So ist das Motto der Banga-Siedlung, in der die beiden nach dem Chaos aufgewacht sind. Sie ist ein Mädchen für alles und muss neben den Arbeiten in der Mine, auch den ein oder anderen Laufboten-Job hinter sich bringen. Als dann auch noch ein Mädchen verschwand, machte sich Kat auf, um diese zurückzubringen. Nicht leicht, so ganz ohne Kräfte. Das Schicksal führte sie aber wieder zusammen. Das Mädchen hatte sich um die Katze Dusty gekümmert und dank der Mieze war Kat wieder die Alte. Die zurückgewonnenen Kräfte nutzt Kat, um die Diamanten aus der Mine schneller zu bekommen, aber auch zum Besiegen der feindlichen Nevi – welche durch die Gravitationsstürme auf der Welt auftauchen. Aber schon die nächste Gefahr droht.

Von der fliegenden Siedlung bewegt man sich zur Stadt Jirga Para Lhao, um die Edelsteine zu verkaufen. Zu Beginn sind es nur Diebe, die Kat Probleme machen, doch diese liegen noch viel tiefer. Desto länger sie in der Stadt ist, umso mehr erkennt sie, dass in der Gesellschaft einiges falsch läuft. Eine extreme Klassenteilung sorgt für eine Schere zwischen Reich und Arm. Während die reichen die Stadt regieren und Rohstoffe verschwenden, müssen die ärmeren Leute in schlimmen Bedingungen um ihr Überleben kämpfen. Hier möchten wir einen kleinen Schnitt einfügen, damit ihr die Geschichte natürlich auch selbst erleben könnt. Wir möchten aber noch erwähnen, dass man im späteren Verlauf auch wieder in Hekseville landet. Das ist die Stadt, in der Kat einst gelebt und der erste Ableger gespielt hat. Einiges hat sich in der Zwischenzeit dort verändert und auch wenn auf den ersten Blick alles friedlich scheint, so gibt es auch hier böse Machenschaften im Hintergrund. Danach folgt noch so einiges mehr und der Spieler erfährt etwas über die Vergangenheit von Kat, ihrer Abstimmung und das die Welt, so wie Kat sie kennt, kurz vor dem Untergang steht

Gravity Rush 2 Review

Erzählt wird die Geschichte dabei allem voran durch kleine Comics. Während in kleinen Bildern die Charaktere zu sehen sind, gibt’s überraschenderweise unten dann den Text – ich hab euch ja gesagt, wie in einem Comic. Gesprochen werden dabei aber nur wenige Worte, was letztlich aber auch egal ist. Denn gesprochen wird in einer erfundenen Sprache, die dem französischen ähnelt. Daneben gibt es auch kurze animierte Zwischensequenzen die echt hübsch sind. Das wäre in etwa das, was euch bei der Story von Gravity Rush 2 erwarten wird. Andererseits erwarten die Entwickler von euch fast schon, dass ihr den ersten Teil gespielt haben solltet. Nicht nur, dass die Protagonisten Kat natürlich gleich ist, so sind es auch viele Nebencharaktere und die Welt um euch. Wie beispielsweise der späteren Mitstreiterin Raven, die im ersten Teil noch gegen euch gekämpft hat.

Eine große Einführung zu jeder neuen Person gibt es bei Gravity Rush 2 nämlich nicht. Deshalb können wir euch nur empfehlen, den Vorgänger gespielt zu haben, weil es im Spiel keinen Rückblick oder ähnliches gibt. Es ist also nicht auszuschließen, dass ihr einigen Referenzen und Geschehnissen nicht ganz folgen könnt. Unabhängig davon, ist auch die Geschichte in manchen Teilen doch etwas unüblich und es passieren ein paar merkwürdige Dinge, aber es ist ein Spiel aus Japan und wenn da mal ein Tentakel-Monster vor euch steht oder ähnliches, dann gehört das eben dazu. Alles in allem ist es aber eine schöne Geschichte mit tollen Charakteren. Besonders weil es auch Momente gibt, die man auf die eigene Gesellschaft anwenden könnte und man sich Gedanken macht. Beispielsweise wenn euch eine Person entgegen kommt und euch Fragen stellt, über die ihr bisher nicht nachgedacht habt. So bleibt am Ende doch ein positives Gefühl beim Beenden der Geschichte.

Gravity Rush 2 Review

Seiten 1 2 3
Gravity Rush 2 Testbericht

Gravity Rush 2

  • Release: 18.01.2017
  • Genre: 3rd Person Action, Action, Adventure
  • Entwickler: Sony Computer Entertainment Japan
  • Publisher: Sony

Gutes

+ Packende und facettenreiche Geschichte
+ Erfrischend anderes Gameplay
+ Abwechslungsreiche Stile
+ Herausforderungen und Nebenmissionen sind integriert

Schlechtes

- Optisch mit einigen schwächen
- Kamera/Steuerung kann sehr frustrierend sein
- Kenntnisse aus dem Vorgänger sind notwendig

8.2 / 10 Sehr gut

Deine Meinung? Let's Chat!

Jetzt einloggen oder registrieren um ein Kommentar zu schreiben

Anmelden