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Gran Turismo Sport im Test: Was steckt unter der Haube?

Artikel von | 27.10.2017 um 15:30 Uhr

Die Gran Turismo Serie gehört zu PlayStation, wie Benzin  in den Motor. Seit Beginn der Sony Konsole ist die exklusive Rennsimulation dabei. Klar also, dass auch die PlayStation 4 einen Ableger erhält. Etwas über 4 Jahre hat die Entwicklung gedauert – nun bringt Gran Turismo Sport den Motorsport wieder einmal ins heimische Wohnzimmer. Vieles ist anders – noch mehr ist neu. Aber warum Veränderungen nicht immer schlecht sein müssen und was wirklich unter der Haube von GT Sport steckt, verraten wir euch in unserem Test.

Willkommen zu Gran Turismo Sport

Die PlayStation 4 exklusive Simulation startet mit einem etwas mehr als 2 Minuten langem Intro, in welchem direkt eines klar wird: die Leidenschaft zum Motorsport. Untermalt mit klassischer Pianomusik, welche die Atmosphäre wunderbar einfängt, bekommen wir einige Bilder aus der Geschichte des Motorsports zu sehen. Von den Anfängen, über Walter Röhl, welcher mit dem Audi Quattro Pikes Peak in die Geschichtsbücher eingegangen ist, bis hin zum neuen BMW M6 GT3, welcher den Z4 in der GT Klasse ablöst, sind wirklich viele Momente vertreten. Neben realen Clips, gibt es immer wieder Spielszenen zu sehen, in welchen der Unterschied fast nicht auffällt. “Driving is for everyone” heißt es im Intro – eine Anspielung auf den neu ausgelegten Kern der Serie: dem Messen mit Spielern und Motorsportbegeisterten aus aller Welt. Aber dazu später mehr.

Alles neu – alles anders

Das Menü in GT Sport wirkt ganz anders als bisher. Wir finden viele Untermenüs und Bezeichnungen, an welche wir uns erst einmal gewöhnen müssen. Der Arcade Modus erklärt sich von selbst. Ebenfalls der Reiter “Lobbies”. Anders sieht das schon mit Begriffen wie Scapes, Meilen-Shop, Sport oder Lackierungseditor aus, um nur einige zu nennen.

Und der Punkt Sport ist im Grunde das neue Gran Turismo. Wer die Beta, beziehungsweise die Demo gespielt hat, wird dieses Menü bereits kennen. Hier treffen sich Fahrer aus aller Welt um an voreingestellten Rennen teilzunehmen. Die Veranstaltungen finden immer zu bestimmten Uhrzeiten statt – beispielsweise 20.00 Uhr. Dabei zu beachten ist allerdings, dass das Rennen zu diesem Zeitpunkt startet. Idealerweise registriert ihr euch schon vorher für das Rennen eurer Wahl und habt so dann Zeit für ein paar Trainingsrunden oder das Qualifying um euch fürs Rennen eine gute Startposition zu erarbeiten. Wichtig zu erwähnen ist hier auch, dass ihr keinerlei Einstellungsmöglichkeiten habt. Weder Reifen noch andere Individualisierungsmöglichkeiten habt ihr hier. Alle Punkte werden vom System festgelegt um sicherzustellen, dass alle die gleichen Voraussetzungen haben. Eine Runde Sache.

Ihr fahrt im Sport Modus von Gran Turismo Sport allerdings nicht nur um Platzierungen. Eine der großen Neuerungen ist hier das Bewertungssystem.

Aus großer Verantwortung…

…wächst große Macht. Oder umgekehrt. Bevor ihr euch in den neuen Sport Modus stürzen dürft, müsst ihr euch 2 Einführungsvideos ansehen. In den etwa 3-minütigen Clips bekommt ihr grob erklärt, was es mit dem neuen Modus auf sich hat. Wichtig ist im Grunde nur, dass ihr nicht nur Erfahrungspunkte sammelt, sondern auch einen Bewertungsspiegel erhaltet. Klingt eigentlich ganz einfach – ist es aber nicht.

Fair Play – oder besser Fair Driving wird im Sport Modus groß geschrieben. Soll heißen, wer saubere Rennen fährt, soll dafür auch belohnt werden – der sogenannte Sportsgeist. In den zwei kleinen Videos bekommen wir erläutert, was gut für unseren Sportsgeist ist – und was nicht. Beispielsweise ist Schlängellinien fahren und Gegner blockieren verboten und sorgt für Punktabzüge. Genauso verhält es sich mit Kollisionen und dem Rammen von Gegnern. Interessant ist hier, dass wir auch bestraft werden, wenn wir zu früh oder zu stark bremsen und so Zusammenstöße oder schlimmeres herbeiführen. All diese Punkte lassen erahnen, an wen sich der Sport – Modus richtet: an Spieler, welche eine echte Simulationserfahrung suchen. Wenn wir also fleißig Üben, saubere Rennen fahren und so Punkte für unser Bewertungssystem sammeln, steigen wir immer weiter auf und können uns so mit immer besseren Gegnern messen.

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Gran Turismo Sport Testbericht

Gran Turismo Sport

  • Release: 18.10.2017
  • Genre: Rennspiel
  • Entwickler: Polyphony Digital
  • Publisher: Sony Interactive Entertainment (SIE)

Gutes

- Leidenschaftliche Präsentation
- Sehr detaillierte Fahrzeugmodelle
- Erstklassiger Sound
- Stimmiger Soundtrack
- Lackierungseditor sorgt für Individualität
- Scapes Foto Modus ist ein absolutes Highlight
- Bewertungssystem bringt frischen Wind in die Serie

Schlechtes

- Keine Wetteranimationen
- Kein Tag- / Nachtwechsel
- Gegner K.I. in offline Rennen unausgereift
- Kleine Fehler im Spiel
- Ohne Onlineverbindung geht fast nichts

8.1 / 10 Sehr gut

Deine Meinung? Let's Chat!

  1. User Avatar

    Toller Test.

    Leider fehlt in dem Fazit, das es keine Solo Offline Kampagne gibt und das als RIESIGER Negativpunkt.
    Für mich ist es ein No-GO das es keine Offline Kampagne ala GT5 gibt. Mit vielen Autos beim Gebrauchtwagenhändlers jede menge Autos und A-Spec + B-Spec Modus. Das geht einfach nicht…
    Auch fehlt die Info im Text (und auch zu den Negativen Punkten -> das man ohne kostenpflichtigem PSN+ genauso weit kommt wie Offline)… Auch ein Unding… Falls ich es nur überlesen habe dann Entschuldigung… Aber im Fazit wird das auch nicht unter „schlechtes“ aufgeführt somit sind die 8.1 schon sehr optimistisch 🙂

    Ich hab die Vorbestellerbox gekauft und bisher das Spiel aber noch nicht geholt. Solange der Online Zwang net entfernt wird und eine vernünftige Solo Kampagne nachgeliefert wird, kommt es auch nicht ins Haus.

  2. User Avatar

    Hey Dare 🙂 Danke für dein Feedback 🙂 Aber fürs Online Spielen benötigt man so oder so PlayStation Plus, nicht nur bei GT Sport. Ja ein echter, vollwertiger Karriere bzw. Offline Modus „fehlt“, das aber wirklich als großes Negativ zu bewerten, wäre meiner Meinung nach falsch, einfach weil der Fokus auf der Online Erfahrung liegt – und das hat man bei GT Sport von Anfang an klar gestellt.

    Die gute Bewertung gibts deshalb, weil GT Sport an und für sich ein klasse Spiel ist. Natürlich ist es doof, dass Offline so gut wie nichts vom Titel bleibt – das seh ich nicht anders. Aber deswegen ist der Titel nicht vollends schlecht. Aber das ist meine Meinung, und die hat zum Glück jeder für sich selbst 🙂

  3. User Avatar

    Hey Silvio 🙂

    Grad bei einem reinen Online Titel sollte eben nicht PSN+ Voraussetzung sein. The Crew war auch ein reiner Online Player aber da konnte man auch ohne PSN+ spielen. Genau deswegen ist meiner Meinung dieser PSN+ zwang als Negativpunkt anzusehen. Da versucht Sony den Namen „Gran Turismo“ als Druckmittel einzusetzen. Nach dem Motto: „Wer unser GT spielen will soll zusätzlich zahlen…“ Ich hoffe auch die werden das zu spüren bekommen…

    Zur Solo Kampagne… gut.. ja… ist Geschmacksache… Ich mag lieber 1200 Autos mit denen man variieren kann und man sich eben von klein auf mit nem Fiat 500 hocharbeiten muss. Das hat bisher auch immer GT ausgemacht. Wir haben hier 160 Autos…
    Bei so einem Test bezieht man sich ja immer auf die Komplette Reihe, den Namen „Gran Turismo“, was bisher GT eben ausgemacht hat… da ist dieser Teil halt mit Abstand der schlechteste, weil er eben nichts mehr mit GT zu tun hat… 🙂

  4. User Avatar

    Hey Dare, guten Tag 😅
    Ich glaube GTsport ist ein Titel, über den man endlos philosophieren kann und am Ende ändert das aber trotzdem nix an der Meinung, die man nun mal hat.

    Ich hab GTsport bewusst nicht mit früheren Titeln verglichen, weil es eben eine komplette Neuausrichtung der Serie ist. Dieser Online Fokus, die FIA Lizensierung, das gab es so vorher nicht. Die Entwickler haben sich, allem Protest zum Trotz, dafür entschieden. Und wenn man GTsport als solches betrachtet, ist es kein schlechter Titel. Auch nicht der schlechteste der Serie weil so vieles (was ich auch vermisse) fehlt.

    Das was GTsport sein will – ist es auch: eine reinrassige Simulation. Im Grunde hätte man sich meiner Meinung nach den Offline Part getrost sparen können. Erstens geht offline eh so gut wie gar nichts und zweitens braucht man es in GTsport eigentlich auch nicht. Das ist nur „Training“ für den eigentlichen Kern des Spiels.

    Der Online Zwang ist Müll – definitiv. Wie auch geschrieben kann ich es nich nachvollziehen, warum ich zum Fotos machen eine Onlineverbindung brauch.

    Keine Ahnung, ich wills nich schön reden, auch nich sagen dass es perfekt ist – aber ich spiels. Bin sowieso für Rennspiele zu haben und es macht Spaß. Viele Dinge sind neu, nicht alle wirklich sinnvoll aber im Großen und Ganzen macht es wirklich Bock – auch weil das GT – Gefühl, zumindest bei mir, da ist.

    Aber da muss halt jeder für sich selbst entscheiden, ob er die Neuerungen will oder eben sagt, dass er das nicht will. Der Test ist halt objektiv – es wird das getestet was da ist, nicht das was mal wahr. Ich kann deine Meinung echt verstehen, da allerdings perfekt abzuwägen was man wie bewertet ist wirklich schwierig – eben weil das persönliche Empfinden genau so individuell wie jeder selbst ist.

    Ich hab versucht alles irgendwie in den Test zu packen – aber das war einfach nicht möglich. Dann wären es glatt 10 Seiten mehr gewesen 😅

    Peace 😃

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