Gauntlet: Slayer Edition im Test

Getestet von | 04.09.2015 um 21:01 Uhr

Am 11. August 2015 erschien ein für mich mit großer Vorfreude verbundenes Remake des Dungeon Crawler Urvaters Gauntlet, welches ursprünglich 1985 im Form eines Spielautomaten das Licht erblickte. Schon damals überzeugte es durch eine für damalige Verhältnisse gute Sprachausgabe, samt Erzähler, 4-Spieler Koop Modus und einem innovativen Gameplay. Natürlich wurde mehrfach versucht das Spiel erneut aufleben zu lassen, jedoch nur mit mäßigem Erfolg, wie zuletzt mit Gauntlet für den PC, auf welchem die Slayer Edition basiert und angeblich alle Kritikpunkte beseitigt hat. Immerhin sind die schwedischen Entwickler Arrowhead Games dafür verantwortlich, die mit Magicka und Helldivers bereits bewiesen haben, dass sie spaßige Multiplayer Bomben entwickeln können. Ob dies erneut gelungen ist, erfahrt ihr in unserem Gauntlet: Slayer Edition Testbericht.

Aus alt mach neu

Gauntlet: Slayer Edition ist ein Dungeon Crawler und mit seiner damaligen Version von 1985, gilt er als Urvater des Genres. Geschaffen wurde das Spiel auf Wunsch des Sohnes von Ed Logg (Entwickler des ursprünglichen Gauntlet), der ein Dungeon & Dragons ähnliches Spiel haben wollte. Seitdem metzeln sich Krieger, Zauberer, Elfen und Valkyren Hand in Hand durch verschiedene Dungeons – wie auch in der heutigen Slayer Edition. Gespielt wird Genre-typisch in einer Top-Down Ansicht, mit bis zu vier Spielern, die sich den Bildschirm teilen. Das schöne daran ist wohl der Fakt, dass das Game sowohl online mit Freunden aus der ganzen Welt, als auch im Couch-Koop mit seinen Real-Life Freunden, Snacks und Bier (oder Saft) gespielt werden kann.

Das Gameplay unterscheidet sich jedoch deutlich von seinen Genre Kollegen, denn Gauntlet hält an seinem Arcade Ursprung fest und verzichtet auf gängige Genre-typische Elemente, wie z.B. ein Level-Up und Item-Drop System. Der Arcade Faktor fängt damit an, dass jeder Charakter nur ein Mal auf dem Spielfeld vertreten sein kann und hört damit auf, dass sich alle Spieler einen Pool an verfügbaren Leben teilen müssen, die Skull Coins heißen und die Münzen des Spielautomaten ersetzen. Sind alle Coins aufgebraucht, muss das Level neu gestartet werden. Pro erledigtem Gegner füllt sich die Skull Coins Leiste ein wenig und schenkt euch einen weiteren Coin, wenn sie komplett gefüllt wurde. Energie erhaltet ihr durch das aufsammeln von Essen, doch aufgepasst, hier kommt das Arrowhead Games typische Friendly Fire zum Einsatz. So könnt ihr zwar nicht eure Freunde verletzen, dafür aber mit nur einem Treffer das Essen zerstören, welches evtl. das Leben eures Kumpels gerettet hätte. Die Erzählerstimme des Spieles verpetzt immer den Nahrungs-Töter mit einem lustigen Spruch, so dass auch jeder weiß, wer dafür verantwortlich ist.

Erfahrungspunkte werden keine gesammelt, dafür aber Gold, von welchem ihr Waffen, Reliquien und neue Klamotten kaufen könnt. Doch ihr müsst euch alles Gold was im Level zu finden ist brüderlich teilen oder zumindest darauf hoffen dass eure Mitspieler das genauso stehen. Habt ihr nämlich einen Egoisten im Team, geht ihr schnell mal leer aus und könnt euch somit auch keine neuen Gegenstände kaufen, die wegen dem fehlenden Level-Up System dringend notwendig sind. Das gesammelte Gold wird auch immer nur dem Charakter zugewiesen, mit dem ihr aktuell gespielt habt, so müsst ihr jeden Charakter einzeln aufziehen und könnt nicht mit dem besten Charakter Gold für die Anderen farmen. Euer hart erarbeitetes Gold könnt ihr dann für eine vordefinierte Anzahl an Items ausgeben, um die Skillpalette eures Charakters zu verändern oder ihn optisch anzupassen. So gibt es Reliquien zu kaufen, die für alle Spieler gleich sind und euren Krieger z.B., für einen kurzen Moment schneller laufen und angreifen lassen und mit einem Cooldown gebremst werden. Jeder Charakter hat mindestens zwei Special Moves, die abhängig von der verwendeten Waffe sind, von denen es 6 pro Charakterklasse gibt. Zudem gibt es einen Zauberspruch pro Charakter, der sich mit Mana Potions innerhalb des Levels aufladen lässt und meist ein großflächiger Zauber ist.

gauntlet-screenshot

Gutes

Dynamisch erstellte Dungeons
Humorvolle Kommentare der Spieler und des Erzählers
Fordernder Schwierigkeitsgrad
Exzellente musikalische Untermalung

Schlechtes

Mittelmäßige Grafik
Gold muss von den Spieler unter sich aufgeteilt werden
Hirnlose Gegner ohne jegliche Intelligenz

8.0 Sehr gut

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