Fort Defense: North Menace – Klassisches Tower Defense für PSVita im Test

Getestet von | 26.02.2014 um 18:37 Uhr

Tower Defense geht nur auf dem Handy? Selbstverständlich nicht! 4HIT LTD bringt mit Fort Defense: North Menace ein Tower Defense Spiel im piratigen Setting auf die PlayStation Vita, das zum günstigen Preis von 4,99€ langen Spielspaß für zwischendurch verspricht. Wir verraten euch, was dran ist.

Verteidige mein Fort!

Tower Defense Spiele folgen frei dem Motto: Easy to learn, hard to master. Eure Aufgabe ist denkbar einfach: Eure Festung vor dem Einfall der Feinde zu verteidigen. In Fort Defense: North Menace sind die Feinde Schiffe aller Art sowie Zeppeline und sonstiges, was euch zu Wasser oder in der Luft gefährlich werden kann. Diese Widersacher haben verschiedene Eigenschaften, sodass einige sehr schnell unterwegs, dafür aber leicht zu besiegen sind, andere schleichen nur so herum, können aber dafür innerhalb kürzester Zeit erledigt werden.
Ihr selbst habt natürlich auch verschiedene Waffen zur Verfügung, um die Angreifer zu versenken, nämlich zum einen Geschütztürme verschiedener Art, die unterschiedlich ausgebaut werden können, zum anderen aber auch Zaubersprüche, die den Gegnern zum Beispiel einen Eisblock in den Weg stellen oder einen Meteorenschauer auf sie regnen lassen.
Auf dem Spielfeld eines jeden Levels stehen euch diverse Punkte zur Verfügung, an denen ihr eure Einheiten aufstellen könnt. Vor allem zu Anfang des Levels ist hier taktisches Geschick notwendig, um Einheiten so zu platzieren, dass ihr die erste Gegnerwelle ohne Beschädigung an eurem Fort übersteht. Danach könnt ihr, da ihr Gold für jeden versenkten Feind bekommt, häufig sehr schnell weitere Einheiten platzieren und bestehende ausbauen. Macht ihr das immer rechtzeitig, sind auch die immer größer werdenen Angriffswellen nur selten ein Problem.
Umso mehr flucht man dann, wenn es eben doch einer durch schafft und eurem Fort einen Lebenspunkt abzieht. Die Höchstwertung für das Level gibt es nämlich nur, wenn das Fort nach allen Angriffswellen noch unbeschädigt ist.
Zwischen den Levels dürft ihr mithilfe gewonnener Fässer (sagen wir, es ist Rum drin) noch Upgrades kaufen, sodass zum Beispiel bestimmte Türme mehr Schaden verursachen, eine höhere Reichweite haben oder die Goldmine, die ebenfalls auf dem Spielfeld platziert werden kann, schneller zusätzliches Geld erwirtschaftet.

Fort Defense North Menace Test 1

Hübscher als auf dem Handy?

Nö! Steuert es sich wenigstens anders? Nö! Ist das schlimm? Eigentlich nicht! Genug der Fragerei: Fort Defense North Menace könnte genau so, wie wir es auf der Vita vorfinden, auch für Handys erscheinen, denn es lässt sich ausschließlich mit dem Touchscreen bedienen und erinnert auch optisch sehr stark an ein Handyspiel. Doch das stört insofern nicht, als dass man froh sein sollte, dass auch die Vita solcherlei Spiele bekommt, wo das Potential für genau diese ja da ist. Dennoch muss man sagen, dass Fort Defense: North Menace eben eher wie ein schon etwas betagteres Handyspiel wirkt und dass wir auch auf der Vita schon liebevollere Genrekollegen gesehen haben. Es wirkt alles ein wenig grob und ältlich.
Trotz der sehr kleinen Einheiten und Symbole reagiert der Touchscreen aber sehr präzise und so ist Fort Defense: North Menace eben doch ein Spiel ein Spiel, in dem man immer wieder eine Runde einlegen kann, das aber dennoch anspruchsvoll ist und mit dem man eine Weile beschäftigt sein wird, ehe man alle Level mit der besten Bewertungen abgeschlossen hat – Es schlüpft einfach immer wieder einer durch die Verteidigung, wie es im Tower Defense Genre eben üblich ist! Dank der angenehmen Dateigröße von nur knapp 200MB kann man Fort Defense: North Menace aber auch bei kleineren Speicherkarten eine Weile auf der Vita lassen.
Etwas undurchdacht in Fort Defense: North Menace ist an einigen Stellen lediglich das Bedienkonzept, denn nach dem Abschluss eines Levels ist es nicht wirklich möglich, ins Hauptmenü zurückzukehren, stattdessen muss man den Umweg über das Folgelevel nehmen, um dann zurückzukehren. Zudem muss man sich die Effekte des Ausbaus von Einheiten immer merken, da diese nur am Anfang eines einzigen Levels erklärt werden und die Symbole dann wegen der eher groben Displayauflösung der Vita nur sehr undeutlich zu erkennen sind. Hier hätten wir uns eine kleine Information zu den Einheiten gewünscht, die auch anders einsehbar ist. Abzüge kassiert das Spiel zudem für die miese Übersetzung, denn insbesondere bei den Texten zu den Trophäen muss man schon rätseln, was gemeint ist, im Spiel dagegen gibt es glücklicherweise bis auf fehlende Umlaute eher seltener Fehler.

Fort Defense North Menace Test 2

Gelungen und mobil, nur etwas unspektakulär

Fort Defense: North Menace ist ein solides Tower Defense Spiel für die PlayStation Vita, das genre-typisch fesselnd und anspruchsvoll ist, jedoch auch ein klein wenig veraltet und eben sehr, sehr traditionell ist. Definitiv haben wir schon liebevollere Genrekollegen gesehen, jedoch wird euch Fort Defense: North Menace immer mal wieder vor die Vita locken und zudem kann es dank seiner kleinen Dateigröße auch länger dort verweilen. Wirklich nachgebessert werden sollte lediglich an der schlechten Übersetzung, sodass man insbesondere bei den Trophäen auch ohne Dechiffrierungskünste erkennen kann, was nun gemeint ist.

Gutes

+ Anspruchsvoll und fesselnd - Tower Defense eben
+ Taktisches Geschick nötig
+ Gute Auswahl an Einheiten, Gegnern und Zaubersprüchen

Schlechtes

- Biedere Präsentation
- Stellenweise unübersichtlich
- Menüaufbau teils undurchdacht
- Schlechte Übersetzung

7.2 Gut

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