flOw – Review

Getestet von | 23.03.2007 um 12:16 Uhr

flOwFressen und gefressen werden ist das Motto im PSN-Titel flOw, das bei Thatgamecompany entwickelt wurde. Klingt komisch, meint ihr? Ist es aber nicht, denn hier greift das Prinzip des Wachstums – und das ist manchmal gar nicht so einfach zu verfolgen. Was euch flOw sonst noch so zu bieten hat und warum man im Mehrspielermodus den Überblick verliert, könnt ihr in unser Review erfahren.

Friss mich – Oder ich fresse dich!

flOw verfolgt ein ganz einfaches Prinzip: Zunächst wählt man eine der verschiedenen Figuren aus und betritt damit eine dunkle Unterwasserwelt. Hier muss man sich nun zu Beginn mit Nahrung vollstopfen, um zu wachsen und seine Fähigkeiten ausbauen zu können. Jede spielbare Figur verfügt über eine andere besondere Fähigkeit. So kann man sich beispielsweise unsichtbar durch die größeren Wesen bewegen oder man benutzt eine Panzerung. Hier beweisen die Jungs von Thatgamecompany Ideenreichtum. In den einzelnen Leveln selbst besteht die Aufgabe darin, die anderen Wesen zu essen und zu wachsen, um die noch größeren Lebewesen ebenfalls zu essen. Also ein recht einfaches Prinzip. Die unterschiedlichen Level der Figuren sind zwar allesamt ganz nett umgesetzt, spielen sich aber trotz unterschiedlicher Fähigkeiten gleich und bieten in der Regel keinerlei Abwechslung, was sehr schade ist, denn flOw bietet Potential, das definitiv nicht genutzt wurde. Und damit ist zur Story in flOw auch schon alles erzählt, denn mehr macht man nicht außer zu fressen und andere zu verspeisen. Schade.

flow_ps3_heroWenn ich den Controller neige, bewegst du dich

Der Titel aus dem PlayStation Network bringt eine ganz besondere Steuerung mit sich, denn man kann seine Figur mit Hilfe der SIXAXIS-Steuerung des Dualshock 3 Controllers bewegen. Hierbei muss man den Controller in die gewünschte Richtung lenken und, wenn alles klappt, bewegt sich der Charakter dann auch dorthin. Leider muss erwähnt werden, dass es manchmal schwierig ist, der eigenen Figur zu erklären, wohin man sich schicken möchte. Hin und wieder funktioniert die SIXAXIS-Steuerung nicht perfekt, was einem in den höheren Leveln ziemliche Probleme bescheren kann. Ebenso kann es verwirrend werden, der eigenen Figur zu folgen, wenn besonders viel Nahrung in dem Level zu sehen ist. Allgemein verliert man die Übersicht recht schnell, vor allem im Mehrspielermodus und bei flOw heißt es leider “Aus den Augen, aus dem Sinn”. Die Kamera befindet sich im Mehrspielermodus in der Regel auf einem der Spieler. Bewegen sich die anderen Spieler aus dessen Blickfeld, so ist sie nicht mehr sichtbar, bis man wieder zurück ins Blickfeld schwimmt. Und da man mit bis zu drei anderen Leuten spielen kann, ist das manchmal ein ziemlicher Kraftakt, die sichtbare Kontrolle über seine Figur zu behalten. Das ist allgemein ein großes Problem, denn die Figuren unterscheiden sich lediglich durch winzige Farbpigmente, die am Kopf des Wesens zu sehen sind. Oft passiert es deswegen, dass man sich auf eine ganz andere Figur konzentriert als auf seine eigene. Hier wäre vielleicht ein Splitscreen oder ein direkter Onlinemodus angebracht gewesen. Auf der anderen Seite kann man dem Spiel recht einfach beitreten, in dem man die Starttaste auf seinem Controller betätigt. Im Grunde genommen ist ein Mehrspielermodus jedoch irrelevant, denn es gibt keine besonderen Level, die man zusammen spielen könnte, oder stärkere Gegner. Man spielt mit den anderen Spielern exakt dasselbe, was man auch schon im Einzelspielermodus bewältigen muss. Auch hier verschenkt flOw ziemliches Potential, denn so eignet es sich nicht einmal als Partyspiel. Im Allgemeinen wird der Wiederspielwert lediglich durch die zum Teil recht kniffligen Trophäen gefördert. Zum Beispiel soll man eine Geschichte bewältigen, ohne Nahrung zu sich zu nehmen. Hat man jedoch 100 % erreicht, wird man das Spiel wohl so schnell nicht wieder anfassen.

Fl

Blau, blau, blau…

Die dominierende Farbe in flOw ist Blau. Das Ganze spielt unter Wasser und bleibt auch dort. Es gibt keinerlei Abwechslung in den verschiedenen Leveln, was den Aufbau der Maps betrifft. Lediglich das Blau staffiert sich ein wenig, da es Facetten bis zu Dunkelblau beinhaltet, was dann für einen tieferen Bereich des Meeres stehen soll. Die einzelnen Figuren sind zwar liebevoll gestaltet, doch sind sie sehr einfach gehalten. Sie wurden nur aus einzelnen Kugeln, Halbmonden oder Strichen gebildet. Nun gut, für das Szenario reicht es aus, aber eine größere Vielfalt wäre durchaus wünschenswert gewesen. Beim Sound jedoch wurde nichts falsch gemacht. Der Soundtrack erinnert an das Meer, beziehungsweise die Tiefsee. Einzelne Geräusche unterstreichen die verschiedenen Fähigkeiten der Figuren und Gegner, was dem Ganzen einen ganz eigenen Charme gibt. Durch die Abmischung der verschiedenen Melodien und Geräusche fühlt man sich recht schnell in die Unterwasserwelt hineinversetzt. Allerdings war’s das auch schon, was man großartig zum Soundtrack sagen kann.

Fazit

An sich ist flOw ein interessantes Spiel, da vor allem die SIXAXIS-Steuerung nicht gerade einfach ist. Doch leider wird viel zu viel Potential verschenkt. flOw ist ein typisches kleines Spiel aus dem PlayStation Store, das leider nicht den Erwartungen gerecht wird. Dennoch, für den Preis kann man sich einige wenige Stunden verwirrenden Spaß organisieren. Wenn das mal kein Anreiz ist, sich den Titel zu zulegen. Aber beachtet die frustrierenden Trophäen, deren Erfüllung einen manchmal zur Weißglut treiben kann.

Gutes

+ Nutzung der SIXAXIS-Steuerung
+ Vielfältige Charaktere
+ Einfaches Prinzip

Schlechtes

- Unübersichtlicher Mehrspielermodus
- Keine direkte Story
- Geringer Wiederspielwert

7.0 Gut

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