Final Fantasy XIV: A Realm Reborn – Review

Getestet von | 31.08.2013 um 18:36 Uhr

Vor fast genau 9 Jahren öffnete uns Square Enix die Tore zu einer neuen Welt, die wir als Abenteurer bereisen und uns einen Namen machen konnten: Final Fantasy XI ging auch in Europa online. Nun halten wir das sogenannte Remake in der Hand, das einen beschwerlichen Weg hinter sich hatte. Angekündigt auf der E3 2009 wurde Final Fantasy XIV angekündigt, das nicht nur für PC erscheinen, sondern auch seinen Weg auf die PlayStation 3 schaffen sollte. Ein Jahr später war Final Fantasy XIV im Handel erhlätlich, allerdings wurde die PS3-Version verschoben, denn das Spiel war nicht das, was die Spieler wollten. Das Ganze ging zurück in die Entwicklung und wurde überarbeitet: Weitere Rassen hinzugefügt, verschiedene Gameplayelemente verändert und viele neue Inhalte wurden verbessert. Ob sich der lange Weg gelohnt hat und Final Fantasy XIV: A Realm Reborn einen Blick wert ist, verraten wir euch.

So sahen die Menschen noch im Vorgänger aus.

So sahen die Menschen noch im Vorgänger aus.

Final Fantasy XI trifft auf die Zukunft

Wer Final Fantasy XI gespielt hat, wird sich seit der Ankündigung auf den “Nachfolger” gefreut haben, denn auch wenn sich die Zahl und auch der Kontinent geändert hat, bleibt der Kern doch ein ähnlicher. In Final Fantasy XI hattet ihr die Wahl zwischen den weiblichen Mithras, den männlichen Galkas, den Humes, den Elvaan und den Taru Taru. Die Rassen sind in Final Fantasy XIV: A Realm Reborn noch in etwa die gleichen, doch findet sich jede Menge Variation, so beinhaltet jede Rasse zwei Unterarten, während ebenfalls von jeder Rasse sowohl männliche als auch weibliche Charaktere zu erstellen sind, doch dazu später mehr.
Das Gameplay an sich ist gleich geblieben, doch lassen sich einige Veränderungen finden, so sind die Angriffe in Final Fantasy XIV: A Realm Reborn wesentlich flinker und man muss nicht – wie noch im Vorgänger – warten, bis die Figur schlägt und der Mob irgendwann stirbt. Vieles wurde zudem vereinfacht, setzt man es im direkten Vergleich mit dem Vorgänger. War es in FFXI noch Pflicht, sich eine Gruppe zu suchen, um im Level voranzukommen, kommt man nun auch ganz gut als Solospieler zurecht, denn das Spiel bietet jede Menge unterschiedliche Möglichkeiten, wie man aufsteigen kann. Mitspieler braucht man dazu in der Regel oft nicht – Wenn doch, so kann man sie sich einfach in der Inhaltssuche aussuchen und mit den dadurch zufällig gewürfelten Charakteren spielen. Die Suche funktioniert Server übergreifend, sodass ihr dabei wirklich mit vielen verschiedenen Menschen spielt.
Um noch einmal auf den Vergleich zwischen dem anspruchsvollen Final Fantasy XI (oh, wie lang hat es manchmal gedauert, bevor man eine Party gefunden hat!) und dem eher vercasualten Final Fantasy XIV: A Realm Reborn zurückzukommen. Der Stil erinnert leider an bekannte Free-to-Play-Spiele, denn man questet sich so durchs Leben, bekommt Gil an jeder Ecke geschenkt und kann sich recht fix so seinen Weg bahnen. Aber dazu wird man nicht gezwungen. In der Tat kann man auch auf die ganzen Möglichkeiten verzichten und “einen auf Final Fantasy XI” machen, denn Gegner gibt es auch hier zu genüge, man muss sich eben nur eine entsprechende Party suchen.
Im Groben lässt sich sagen: Beide Spiele sind sehr gut gelungen und bieten Spaß, und was Final Fantasy XIV: A Realm Reborn alles zu bieten hat, könnt ihr nun nachstehend lesen.

Die Qual der Wahl?

Die Qual der Wahl?

Was soll ich spielen?

Wie bei jedem MMORPG stellt sich bei Final Fantasy XIV: A Realm Reborn nicht nur die Frage nach dem Job, sondern auch nach der Rasse, denn jede einzelne Rasse verfügt über andere Statuswerte. So eignet sich beispielsweise eine Miqo’te Mondstreuner (Katzenrasse mit gräulicher Haut und spitzen Zähnchen) aufgrund ihrer Willenskraft zur Druidin, während eine Miqo’te Goldtatze (Katzenrasse mit Katzenaugen) eher zur Kämpferin geboren ist. Wie bereits erwähnt, hat man die Wahl zwischen fünf verschiedenen Rassen, die sich in je zwei Völker aufteilen, sodass man theoretisch vor 10 verschiedenen Rassen steht. Hat man diese Wahl erst einmal getroffen, geht es auch schon an die Charaktererstellung, die sehr umfangreich ist. Man kann die Größe der Figur einstellen, die Haut-, Augen- und Haarfarbe, wie lang die Ohren oder der Schwanz (bei den Katzrenassen) sein sollen, welche Merkmale, Tattoos oder Frisur der Charakter erhalten soll und mit welcher Stimme man sprechen möchte. Das kostet Zeit, bietet aber so die Möglichkeit, vollkommen individuell zu sein. Im Gegensatz zum Vorgänger hat sich Square Enix hier keineswegs lumpen lassen und kommt mit einer unglaublichen Vielfalt daher, welche im Vorgänger sich lediglich auf drei unterschiedliche Größen und eine Handvoll Frisuren beschränkte.

Eine Auswahl möglicher Farbkombinationen gefällig?

Eine Auswahl möglicher Farbkombinationen gefällig?

Nach dieser Wahl bleibt einem nur noch die Entscheidung, welche Klasse man spielen möchte. Die Klasse ist lediglich zu Beginn ausschlaggebend, denn sie bestimmt, in welchem der drei Stadtstaaten ihr eure Wege als Abenteurer beginnt. Falls ihr eine Klasse gewählt habt, die euch im Verlaufe des Spiels nicht zusagt, braucht ihr euch jedoch keine Gedanken machen, denn ab dem Beenden der zweiten Klassenquest steht es euch vollkommen frei, welche Klasse ihr weiterverfolgt und spielt. Ihr habt hier eine Wahl aus acht verschiedenen Klassen, bei dem euch zwischen dem heilenden Druiden und dem verteidigenden Gladiator allerhand geboten wird, die im späteren Gruppenspiel von Bedeutung sind. Ist dies euer erstes MMORPG kann es durchaus passieren, dass ihr zunächst eine Klasse wählt, die euch nicht angemessen ist. Es kann also durchaus vorkommen, dass ihr als Marodeur anfangt, dessen Rolle der Verteidiger (Tank) ist, ihr jedoch bemerkt, dass ihr viel lieber heilen und somit als Druide spielen möchtet. Das kam alles schon vor. Und dann geht es im Grunde schon los.

Gutes

+ Große Vielfalt
+ Hübsche Grafik und wunderschöne Spielwelt
+ Gute Story
+ Eingängige Controller-Steuerung
+ Gelungener Soundtrack

Schlechtes

- Unvollständige Synchronisierung
- Kommunikation nur mit zusätzl. Tastatur
- Aufploppende Spielelemente
- Teils schwieriges Anvisieren

8.5 Sehr gut

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