Menü

Final Fantasy XII: The Zodiac Age – Review

Artikel von | 16.07.2017 um 16:38 Uhr

2007 erschien mit Final Fantasy XII hierzulande das letzte Final Fantasy für die PlayStation 2. Wie alle Final Fantasys damals, wurde auch Teil 12 von der Presse gefeiert. Besonders das Kampfsystem war seinerzeit ein echter Hit und auch in anderen Bereichen konnte man punkten. Nachdem dann das HD Remaster von Final Fantasy X so ein riesen Erfolg wurde, war es nur eine Frage der Zeit, bis auch Final Fantasy XII eine frischzellenkur bekommt. Mit Final Fantasy XII: The Zodiac Age ist dies nun auch passiert und natürlich haben wir das Remaster einem Test unterzogen.

Das alles und noch viel mehr

Fangen wir mit dem an, was die meisten wissen wollen und besonders Kenner des Originals brennend interessiert, den Neuerungen. Einige davon gab es schon in der International Version in Japan, doch für uns ist so ziemlich alles neu.

  • Man kann mit jedem der Charaktere nun zwei von zwölf Jobs erlernen
  • Gast-Charaktere und Esper können nun direkt gesteuert werden
  • Man kann die Spielgeschwindigkeit durch drücken von L1 verdoppeln oder sogar vervierfachen
  • Es gibt einen Prüfungsmodus. Hier kann man gegen 100 Wellen von Gegnern antreten und nutzt dabei die Charaktere vom Story Spielstand
  • Mysth Teks brauchen keine MP mehr und haben eine eigene Anzeige. MP werden nun durch aufleveln erhöht
  • Zwei verschiedene Neues Spiel+ Möglichkeiten (nichts wird übernommen bei den Modi)
  • Strong Mode – Hier startet man mit Level 90
  • Weak Mode (erst nach beenden des Trial Modus verfügbar) – Charaktere Leveln nicht
  • Das 9999 Schaden Limit wurde entfernt
  • Manche Attribute und Effekte von Waffen und Gegenständen wurden geändert
  • 16 neue Gambit Optionen
  • Manche Gegner Attribute wurden geändert und es gibt auch neue Gegner
  • Schatzkisten tauchen wieder auf, wenn man einen Bereich weiter geht
  • Die Inhalte mancher Schatzkisten wurden geändert
  • Manche Zauber wurden neu kategorisiert: Courage ist beispielsweise jetzt weiße Magie, nicht grüne Magie
  • Manche Händlerangebote und Jagdaufträge wurden verändert
  • Der Zodiac Speer ist nun leichter zu bekommen (man durfte damals 4 bestimmte Kisten nicht öffnen, das ist nun egal)
  • Die Map kann nun über das laufende Spiel gelegt werden, ähnlich wie bei Diablo 3
  • Zauber müssen nicht mehr durch die PS2 Hardware Limits gebuffert werden, sondern werden sofort gezaubert, wenn sie soweit sind
  • Auto-Save
  • Verbesserte Ladezeiten
  • Möglichkeit zwischen dem alten und neuen Soundtrack zu wechseln
  • Englische und Japanische Sprecher
  • Und zu guter letzt, verbesserte Technik und Sound

Das ist doch schon einiges. Ein paar Punkte haben wir hervorgehoben und das hat auch seinen Grund, denn diese Verbesserungen sind wirklich wichtig und gut, doch der Reihe nach. Damals hatten alle Charaktere das gleiche Lizenzbrett und konnten quasi alles lernen. Nun gibt es zwölf Bretter, beziehungsweise Jobs zur Auswahl und jeder Charakter kann sich zwei aussuchen. Diese sehen wie folgt aus: Jäger, Paladin, Waldläufer, Pikenier, Brecher, Machinist, Mönch, Samurai, Weißmagier, Schwarzmagier, Rotmagier und Zeitmagier. Manche haben dabei einen besonderen Fokus, während andere eine Mischung aus mehreren bieten. So hat der Samurai hauptsächlich Fähigkeiten und Attribute die dem Nahkampf gelten, aber keinerlei Zauber. Beim Weißmagier sieht es genau anders aus. Der Waldläufer wiederum hat Fernkampf, aber auch Zauber.

Wo wir gerade bei Zaubern sind, diese werden nun direkt ausgesprochen sobald eure Aktionsleiste voll ist. Zu PS2 Zeiten musste die Zauber manchmal noch geladen werden, wodurch man schon mal ein paar Sekunden warten musste, bis der Zauber endlich in Aktion trat. Ebenso klein, aber auch wichtig, ist die Neuerung, dass das Schadenslimit von 9999 nicht mehr existent ist. Besonders bei Endgame Bossen ist das sehr nützlich, da diese Unmengen an HP haben. Heutzutage Standard, aber damals nicht verfügbar ist die Autosave Funktion. Wer also mal vergisst zu speichern und dann unverhofft von einem Boss gekillt wird, muss sich keine Sorgen machen, denn bei jedem Bereichswechsel wird nun automatisch gespeichert. Sogar ein neuer Modus ist dabei, der Prüfungsmodus. Hier wählt ihr einen Speicherstand und mit den Charakteren aus eben diesem Speicherstand, stellt ihr euch dann 100 Wellen von immer stärker werdenden Gegnern. Natürlich sind auch Bosse dabei und hier und da liegen auch ein paar nette Items rum. Bleibt noch die, unserer Meinung nach, beste Neuerung. Auf Knopfdruck könnt ihr das Spielgeschehen in doppelter oder sogar vierfacher Geschwindigkeit ablaufen lassen. Besonders beim Farmen von Items oder dem Grinden von XP, was bei einem Rollenspiel nicht fehlen darf, ist es ein absoluter Segen, das ganze schneller ablaufen zu lassen. Zwar muss man etwas besser aufpassen, da man so natürlich auch schneller/plötzlicher sterben kann, aber es ist unglaublich wie viel angenehmer es ist, eher langweilige und zeitaufwendige Aufgaben im nu zu beenden.

Das Imperium schlägt zurück

Da wir alle relevanten Neuerungen nun angesprochen und aufgelistet haben, dürfen Kenner des Originals nun gerne zum Fazit wandern, da ab hier nur Themen angesprochen werden, die ihr eh schon kennt wie die Story oder das Kampfsystem.

Final Fantasy XII: The Zodiac Age spielt in der Welt von Ivalice, die auch schon in Vargrant Story oder Final Fantasy Tactics Ort des Geschehens war. Aber keine Sorge, ihr müsst die anderen Titel nicht kennen um die Story zu verstehen. Lediglich ein paar Orte und Rassen überschneiden sich. Das Spiel beginnt im Jahr 704. In der Hauptstadt von Dalmasca, Rabanastre, findet eine Hochzeit statt. Ashe, die Prinzessin von Dalmasca und Rasler, der Prinz vom Nachbarstaat Nabradia gehen den Bund der Ehe ein, doch kurz darauf gibt es schlechte Nachrichten. Das Archadische Imperium greift Nabradia an und will es an sich reißen. Da Prinz Rasler während der Schlacht stirbt, gelingt dies auch und auch Dalmasca wird unterworfen. Kurz vor der Unterzeichnung der Kapitulation wird der König von Dalmasca von Hauptmann Basch getötet und auch der junge Soldat Reks wird ermordet, da er Zeuge war. Da sich dann noch Prinzessin Ashe das Leben nimmt, da sie Vater und Ehemann verloren hat, muss sich Dalmasca unterwerfen.

Das Spiel springt dann zwei Jahre in die Zukunft und wir schlüpfen in die Rolle von Vaan, dem Bruder von Reks. Dieser ist ein Straßenjunge und einer der vielen Waisen nach dem Krieg, wie auch seine Freundin Penelo. Da er sie beeindrucken will, dringt er während eines Festes ins Schloss ein und klaut einen wertvollen Stein. Dort trifft er auch auf den Luftpiraten Balthier und seine Begleiterin Fran. Leider läuft danach alles aus dem Ruder und die drei werden gefangen genommen. Von hier an nimmt alles seinen Lauf, denn der Stein den Vaan gestohlen hat, ist sehr wertvoll und das Archadische Imperium will ihn unbedingt haben. Die Geschichte nimmt dabei immer mehr an Fahrt auf und neben politischen Konflikten, geht es später natürlich um viel mehr. Dabei stehen neben der eigentlichen Handlung, auch die Geschichten der Charaktere im Mittelpunkt. Diese sind hierbei bunt gemischt und erfüllen teils natürlich auch die typischen Klischees. Nichtsdestotrotz wird jeder schnell seinen Liebling und seinen Hass Charakter finden, wie es bei Rollenspielen so üblich ist. Leider müssen wir aber sagen, dass die Story und Charaktere, beziehungsweise die Erzählweise nicht immer ideal ist. Besonders gegen anfang wird man durch viele Namen und Orte etwas überfordert sein. Auch wird man das Gefühl nicht los, dass gegen Ende des Spiels alles etwas zurückgefahren wird. Es wirkt weniger ausgefeilt und tief. Dabei verspricht der Anfang mehr, besonders was die Charaktere und deren Beziehungen angeht.

Seiten 1 2
Final Fantasy XII: The Zodiac Age Testbericht

Final Fantasy XII: The Zodiac Age

  • Release: 11.07.2017
  • Genre: Rollenspiel
  • Entwickler: Square Enix
  • Publisher: Square Enix

Gutes

- Fantastische Neuerungen wie doppelte Geschwindigkeit und neues Job-System
- Tiefgängiges und taktisches Kampfsystem
- Viel zu erledigen und neuer Prüfungsmodus mit 100 Gegnerwellen
- Tolle Story und interessante Charaktere...

Schlechtes

- ...die jedoch gegen Ende etwas abbauen
- Optisch und akustisch nicht ganz perfekt umgesetzt

8.6 / 10 Sehr gut

Deine Meinung? Let's Chat!

    Jetzt einloggen oder registrieren um ein Kommentar zu schreiben

    Anmelden