Final Fantasy Type-0 HD im Test

Getestet von | 01.04.2015 um 19:07 Uhr

Final Fantasy Type-0 ist schon 2011 für die PSP auf zwei UMD´s erschienen und das nur im Herstellerland. Nun springt der Titel auf den Remastered Zug für die aktuelle Sony Konsolengeneration auf. Warum nicht für die Vita, sondern für die PS4 ?? Wir wissen es nicht genau, aber der beigepackte Demo-Code zu Final Fantasy 15 spielt sicherlich eine Rolle. Am Ende dieses Tests, werden wir noch kurz auf die Duscsae Demo eingehen, aber jetzt geht es erst einmal in die Akademie zum Unterricht.

Für alle, die gerade in die Serie einsteigen, die brauchen keine Angst zu haben. Es sind keine Story Vorkenntnisse von Nöten. Type-0 spielt im Universum Fabula Nova Christallis, in der es um die Macht der Kristalle geht. Ansonsten ist Type-0 mit der Story zu Agito, dem Smartphone Pondon, der 2014 nur in Japan erschienen ist, verwoben. Zwei Götter erschufen die Welt Orience. Um das Gleichgewicht dieser Welt und unter den Völkern zu halten, wurden vier Kristalle erschaffen. Diese Peristylia stellen die vier Glaubensrichtungen der Menschheit dar. Der Sage zufolge, soll das Gleichgewicht aus den Fugen geraten, wenn 9 auf 9 und 9 treffen. Was es genau damit auf sich hat, verraten wir nicht. Eines ist aber schon zu Beginn klar; Ein Volk, die Militia, auch Imperium genannt, zögern keine Sekunde, die anderen Völker zu unterjochen. Ein Krieg entbrennt und das Imperium führt mit ihren mächtigen Maschinen, den Magiteks, einen erbitterlichen Kampf gegen alles und jeden. Dieser Krieg wird auch so geführt, wie Krieg nun einmal ist. Es werden Zivilisten erschossen, Blut und Gewalt bestimmen den Alltag. Dieses Final Fantasy fühlt sich sehr erwachsen an und nimmt kein Blatt vor den Mund, wenn es um Kraftausdrücke geht. Das kennt man so von der Reihe nicht, passt aber in die Thematik.

FinalFantasyType0HD Kadetten

Sonderschulklasse – Diese Damen und Herren haben ganz besondere Fähigkeiten

Die Besten ihrer Klasse

Mit Type 0 habt ihr die größte Befehlshabe über ein Heldenpool, als bei anderen Teilen der Serie. 14 Agito Kadetten bilden die Sonderkommando-Klasse 0. Jeder von ihnen besitzt individuelle Kampfstyle und Fähigkeiten. Der Storyverlauf bringt euch sogar jeden einzelnen durch seine ganz eigenen Schicksale etwas näher. An einen Charakter braucht ihr euch gar nicht erst gewöhnen, da ihr gezwungen seid alle zu spielen. Da ist auch schon der erste Knackpunkt. Drei Mitglieder an der Zahl sind in der aktiven Gruppe, also im Kampf beteiligt. Stirbt nun einer, dann könnt ihr aus dem Pool einen Reservisten in den Einsatz holen. Das bedeutet: Ihr müsst immer alle auf einen Levelstand haben, sonst sterben die Kadetten wie die Fliegen. Auch die Tatsache, dass immer eine gemischte Gruppe aus Nah- und Fernkämpfern gewählt werden soll, muss erwähnt werden. Fieser Weise gibt es Feinde, die höher gelegen oder am Fliegen sind. Solltet ihr also nur Nahkämpfer haben, muss erst einer sterben, damit der passende Reservist geholt werden kann. Leider glänzen die Gruppenmitglieder nicht mit ihrer Hilfe. Es dauert, bis sie Gegner aufs Korn nehmen. Zum Glück gibt es da die Wechselfunktion innerhalb der Gruppe. Wenn man etwas erledigt haben will, muss man es halt selbst machen. Zu den kampfspezifischen Inhalten kommen wir aber noch.

Erst einmal holt uns der Akademiealltag ein, denn zwischen den Einsätzen wird gepaukt. Zudem kommen Gespräche mit anderen Schülern oder wichtigen Personen und eine Funktion, die schon in Final Fantasy 7 zum Einsatz kam, hinzu. Ihr könnt Chocobos züchten. Fangt sie in der freien Wildbahn, seht zu, dass ihr Männchen und Weibchen findet und benutzt eines der vielen verschiedenen Sorten von Kräutern. So züchtet ihr spezielle Rassen mit bestimmten Fähigkeiten. Auf der Weltkarte kommt ihr dann schneller von A nach B und über unwegsames Gelände. Die Zeit zwischen den Einsätzen sollte genauestens geplant sein, denn viel habt ihr davon nicht. Selbst wenn sich z.B. 3 Tage im ersten Moment lang anhören, so braucht jedes wichtige Gespräch schon 2 Stunden und jeder Gang auf die Weltkarte verbraucht 6 Stunden. Auch solltet ihr jedes Unterrichtsthema mitmachen, da wichtige Boni warten. So kann die Angriffsstärke oder eines der bekannten Magieelemente erhöht werden. In der Arena trainiert ihr, neben den Zufallskämpfen auf der Weltkarte oder den Einsätzen, eure Gruppe mit gewonnen Erfahrungspunkten (EP) und verteilt bei Levelaufstieg Attributspunkte (AP) für das Freischalten neuer Fähigkeiten. Ansonsten könnt ihr die Akademie frei erkunden, aber schon bald habt ihr alles gesehen und immer nach den Einsätzen wird gelernt, gezüchtet, gelevelt oder wie auch immer ihr eure Zeit vertreiben wollt. Ist der Einsatztag erreicht, geht es auf die triste Weltkarte. Der Einsatzort wird auf dem Radar angezeigt. Je nach Einsatzart, müsst ihr Städte vom Imperium befreien oder Basen infiltrieren. Ersteres ist wie eine Art Strategiespiel angelegt. Als Heerführer müsst ihr eure Truppen so befehligen, dass Lager übernommen werden, um eigene Truppen zu stärken und dann gezielt die besetzte Stadt angreifen. Ist deren Verteidigung geschwächt, gehen die Agito Kadetten in den Einsatz. Meist müssen dann Bosse eliminiert werden. Ist die Stadt befreit, kann sie besichtigt werden. Die Städte sind nicht aufregend gestaltet. Sie bieten gelegentlich neue Händler oder Aufträge durch Zivilisten. Meist wollen die nur eine bestimmte Anzahl an Monster erledigt oder etwas wiedergefunden haben, was tief irgendwo in einer Höhle liegt. Wichtig, es kann nur ein Auftrag auf einmal angenommen werden. Plant dementsprechend.

FinalFantasyType0HD Cid

Der Oberbefehlshaber Cid Aulstyne vom Imperium setzt alles daran, die Völker mit allen Mitteln zu bekämpfen

Gutes

+ Flotte Echtzeitkaempfe
+ Unterschiedliche Charaktere im Bezug auf das Kampfsystem
+ Strategiekaempfe und Schulalltag sorgen für Abwechslung

Schlechtes

- Grafisch mau und detailarm
- Charakterwechselsystem nicht gut durchdacht
- Wenig Nebenmissionen

7.5 Gut

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