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FIFA 15 im Test – Emotionsgeladenes Spektaktel oder nur eine schöne Hülle?

Artikel von | 02.10.2014 um 16:43 Uhr

Das Jahr 2014 war für Fans der schönsten Nebensache der Welt ein ziemlich spektakuläres, dies liegt vor allem an der vergangenen Weltmeisterschaft in Brasilien, bei welcher sich das deutsche Team zum vierten mal den Weltmeistertitel sichern konnte. Doch auch die neuen Saisons in den verschiedenen Ligen haben bereits wieder begonnen und auch dort gab es schon einige spannende und prickelnde Duelle. Passend dazu darf natürlich auch der jährliche Ableger von EA Sports Fußballsimulation FIFA nicht fehlen, welcher seit letzter Woche verfügbar ist. Mit FIFA 15 erscheint also zum zweiten mal ein Teil der Reihe auf der PlayStation 4 und die Entwickler haben sich wieder mal so einiges vorgenommen: Bessere Torhüter, bessere Atmosphäre in den Stadien, realistischere Rasenabnutzung und auch wieder eine bessere Ballphysik. Ob sich die Entwickler an diesen Zielen übernommen haben oder ob sie es geschafft haben, wieder ein Stück näher an den realistischen Fußball zu kommen, könnt ihr in unserem Test lesen.

Zu Beginn nichts Neues?

Der Umfang in Spielen der FIFA-Reihe ist ja bekanntlich sehr groß, so gibt es neben dem Karrieremodus, Saisons, der „Be a Pro“-Karriere und dem Onlinemodus, beispielsweise auch den sehr beliebten Ultimate Team Modus (welcher leider auf der PlayStation 3 nicht mehr vorhanden ist). Die Entwickler scheinen zudem auf das Feedback der Community zu hören und haben zwei Veränderungen gegenüber dem Vorgänger vorgenommen: So ist es endlich wieder möglich den Online „Saisons“-Modus zu zweit von einer Konsole aus zu spielen, vorausgesetzt man besitzt auch zwei PSN-Profile, welche beide ein PlayStation Plus Abo besitzen. Zudem wurde auch wieder die Möglichkeit ins Spiel eingefügt, dass man Turniere erstellen kann, eines der Features was von den Fans bei FIFA 14 am meisten vermisst wurde. Der Umfang der Spiel-Modi ist wie immer sehr groß und bietet den Spielern einiges an Abwechslung und sind definitiv spielenswert und unterhaltsam. Trotzdem sollte sich EA Sports hier nicht zu fest auf den Erfolgen ausruhen, so würde ein wenig frischer Wind nicht schaden. Denn ein komplett neues Spielgefühl vermitteln die Spielmodi nicht, so sind beispielsweise zusätzliche Funktionen wie etwa die Dream-Squad, Chemie-Upgrades oder das Ausleihen von Spielern, nur nette Erweiterungen des Ultimate Team Modus. Auch könnte man an der Präsentation des Karrieremodus sicherlich noch das eine oder andere verbessern, wenn man nämlich mal andere Sportspiele wie etwa „NBA 2K“ anschaut, sieht man was bei solch einem Modus noch möglich wäre.

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Das Stadion lebt und bebt

Mit dem Wechsel auf die Next-Gen erfüllte EA Sports den Fans einen Wunsch, welcher schon seit vielen Jahren nicht wirklich umgesetzt werden konnte, da die Power der alten Konsolen, wie etwa der PlayStation 3, bereits vollkommen ausgelastet waren. Doch mit den neuen Konsolen konnte EA Sports endlich die Fans überarbeiten und so saßen erstmals nicht etwa irgendwelche Karton-Figuren im Stadion, sondern wirklich schöne Menschen-Modelle, welche auch noch für Stimmung sorgen konnten. Doch damit nicht genug, in FIFA 15 soll das alles noch besser werden und hier haben die Entwickler wieder mal gezeigt, dass sie in Sachen Atmosphäre wirklich etwas auf dem Kasten haben. Stellt euch vor ihr läuft in die weltweit bekannte Anfield Road ein, dass Stadion ist ausverkauft und die Fans trällern den Club-Song „You’ll Never Walk Alone“ von den Rängen, jeder Fan bekommt hier Gänsehaut. Auch im Spiel wurde dies von EA Sports gut umgesetzt, so singen die Fans und halten sich in den Armen, leiden mit der Mannschaft mit und zelebrieren jedes Tor der Heimmannschaft und verfallen dabei in Ekstase, es wirkt noch glaubwürdiger als im Vorgänger. Dank einem speziellen Deal mit der Premier League, konnte EA Sports nicht nur alle zwanzig Stadien der Barclyas Premier League ins Spiel integrieren, sondern konnte auch die Präsentation des Spiels verbessern. Das Ganze ist sehr nahe an einer TV-Übertagung gehalten, der Zusammenarbeit von EA Sports mit ESPN, Sky Sports und der Barclays Premier League sei Dank. So bekommt ihr Kameraperspektiven zu sehen, die sich an echten Fernsehübertragungen orientieren, was das Spielgefühl noch einmal massiv steigert. Auch ist in den Wiederholungen jedes noch so kleine Detail zu erkennen, wie etwa Grashalme, welche bei einer Grätsche durch die Luft fliegen, oder das Gesicht eines Spielers beim Schuss. Auch der Rasen beginnt sich nun während eines Spiels abzunutzen, was die Entwickler aber übertrieben darstellen, denn nun ist nach jedem Spiel der Rasen extrem gekennzeichnet, als ob hier jedes Mal ein richtiges Kampfspiel stattgefunden hätte. Auch die Animationen im Bereich des Trikot zupfen wurden überarbeitet, so sieht man nun auch, dass sich die Spieler gegenseitig an den Trikots zupfen, obwohl ihre Hände dabei manchmal im Shirt verschwinden oder das Shirt ohne Berührung gezupft wird. Das einzige was wieder einmal nicht genügend überarbeitet wurde, sind die Kommentatoren, welche einigen Spielern bereits seit längerem ein Dorn im Auge sind und schon nach einigen Spielen immer wieder mit den gleichen Sprüchen daherkommen. Vielleicht würde frischer Wind in diesem Bereich etwas bewirken, mal schauen was sich EA Sports für die Zukunft in diesem Bereich einfallen lässt. Was allerdings ziemlich nerven kann ist die Tatsache, dass man gewisse Sequenzen nicht überspringen kann. So wird man gezwungen mit anzusehen, wie sich der Torhüter bei seinen Vorderleuten beschwert oder wie sich zwei Spieler gegenseitig nette Dinge sagen.

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FIFA 15 Testbericht

FIFA 15

  • Release: 25.09.2014
  • Genre: Sport
  • Entwickler: EA Sports
  • Publisher: EA Sports

Gutes

- Atmosphäre
- Endlich wieder eigene Turniere erstellen
- Präsentation des Spiels allgemein
- Realistischeres Verhalten

Schlechtes

- Die Sprüche der Kommentatoren
- Sequenzen nicht immer überspringbar
- Karriere Modus und Ultimate Team vermitteln nicht wirklich neues Spielgefühl

8.5 / 10 Sehr gut

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