FIFA 14 – REVIEW

Getestet von | 06.10.2013 um 17:38 Uhr

Die neue Saison hat begonnen! Nach einer Saison voller Sieger und Verlierer, Jubel und Enttäuschungen, grandiosen Toren und spannenden Spielen geht es nun weiter in den Ligen Europas und somit auch in EA Sports Fußballsimulation FIFA 14. Mit dem neusten Teil der Serie will EA Sports nicht nur einen würdigen Abschluss auf den aktuellen Konsolen bieten, sondern auch auf den NextGen Konsolen ein starkes Debüt bestreiten. Auch dieses Jahr kommt das Spiel wieder mit einer Palette an Versprechungen, mit denen EA nicht nur seine Vormachtstellung bei den Fußballspielen rechtfertigen, sondern mit einem noch realistischeren Erlebnis auch zum Kauf überreden will. Ob dieses Unterfangen gelingt und ob sich das Spiel wirklich mit großen Schritten dem Realismus nähert, das erfahrt ihr in unserem Test.

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Der Umfang wird größer und größer

Jahr für Jahr stellt sich für die Fußballfans in der Videospieleszene dieselbe Frage: Lohnt sich das Upgrade oder sind die Neuheiten dermaßen gering, dass auch die Vorjahresversion weiterhin ihren Zweck erfüllt? Der Umfang von FIFA hat sich in den letzten Jahren immer mehr vergrößert. Schon seit vielen Teilen hat FIFA einen gewaltigen Umfang, gerade was die Anzahl und Varianten der Spielmodi betrifft. Auch dieses Jahr kommt FIFA wieder mit einem riesigen Angebot an Modi dabei. Neben dem Karrieremodus, der Saison, der „Be a Pro“-Karriere und dem Onlinemodus ist auch der beliebte Spielmodus Ultimate Team wieder mit dabei. Natürlich haben sich die Herren von EA Sports auch hier ein paar Neuerungen einfallen lassen wie etwa die neu eingeführte „Chemistry Styles“ kann man jeden Spieler individuell anpassen und verschiedene Styles hinzufügen, um im weiteren Spielverlauf sogar einige bestimmte Attribute zu verbessern. Auch der Multiplayer-Modus wurde mit einigen Neuerungen aufgefrischt wie etwa dem neuen Ko-Op Saisons, wobei man mit einem Freund zusammen spielen kann und zwar jeder von sich zuhause aus. Außerdem ist es auch wiederum möglich mit 21 anderen Spielern im Be a Pro Online zusammen zu spielen. Auch die Skill-Spiele wurden überarbeitet und schwerer gestaltet, sind nun also nicht mehr so einfach zu bewältigen wie im Vorgänger.  So bietet euch FIFA in 13 Minispielen mit je 4 Stufen teils knackige Herausforderungen, mit denen ihr aber euer Passspiel, Dribbling oder Freistöße verbessern könnt. Jede Kategorie ist dabei noch einmal in Bronze, Silber und Goldlevel unterteilt. Logischerweise wird der nächste Level um einiges schwerer als der Vorhergehende. Insgesamt eine echte Herausforderung, selbst für Fifa Pros und ihr merkt auch, dass sich euer Spiel Stück für Stück verbessert. Ob es dabei die größere Kunst ist bei den Minispielen in eine Tonne zu treffen, oder den 5cm breiten Spalt zwischen zwei Tonnen, sei mal dahingestellt. In diesen Minispielen kann man sich auch schon mal verlieren und nach dem zehnten Versuch vergessen das man eigentlich ein richtiges Spiel spielen wollte. Auch im Karriere Modus haben die Herren von EA Sports einige Neuerungen zu bieten so wurde im Bereich der Transfers beispielsweise das neue Scouting-Netzwerk eingebaut, welches einem ermöglicht seine Scouts in die vielen Länder dieser Welt zu entsenden und dort nach neuen Talenten zu suchen. Dabei kann man auch angeben, was für eine Position dieser Spieler spielen soll und in welchem Alter er sein soll. Natürlich sind auch die Virtuelle Bundesliga und der FIFA Interactive World Cup wieder mit von der Partie, sowie die Online Freundschaftsspiele und der Anstoß-Modus.

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Wie bewegt sich denn der?

Die Veränderungen beim Gameplay sind deutlich spürbar. So machen die Spieler mehr Fehler und hier und da verspringt auch schon mal ein Ball. Einfach den Ball vorhauen und davon ausgehen, der Mitspieler nimmt den Ball schon irgendwie an ist somit nicht mehr, ihr müsst Pässe und Flanken präziser und überlegter treten, damit eure Mitspieler auch eine echte Chance haben diese anzunehmen. Dabei werdet ihr aber auch noch ausgerechnet von den gegnerischen Spielern gestört, die schon vor der Ball Annahme versuchen, diese nicht möglich zu machen. Wie geschickt sich die Spieler dabei anstellen, hängt halt von ihrem Level hab, ein Messi oder Cristiano Ronaldo kann den Ball halt auch mal annehmen, auch wenn noch zwei Gegnern dabei stehen. Auch kann man nicht mehr einfach während deines Sprintes mal eben so die Richtung ändern, nun müssen die Spieler auch zuerst einmal verlangsamen und den Ball in den Griff bekommen. Die Player-Impact-Engine wurde von den Entwicklern auch überarbeitet und nun kommt es nicht mehr so oft zu unfreiwilligen komischen Zusammenstößen der Spieler, welche dann wie Spielfiguren umherfliegen. Beim Passspiel müsst ihr nun präziser mit dem linken Analog-Stick zielen, ansonsten geht das Leder ins Aus. Die Spieler legen sich den Ball unregelmäßiger vor. Dadurch ist der Ball häufiger frei. Stellt sich ein Verteidiger rechtzeitig dazwischen, verliert ihr die Pocke ein ums andere Mal. Es erfordert also eine gehörige Umstellung und mehr Kontrolle über die eigene Geschwindigkeit. Auch die neue  Pure-Shot-Technik kommt im Spiel zur Geltung, denn nun fliegen die Bälle nicht immer wie in den Vorgängern wie an einer Schnur gezogen, sondern können sich auch mal senken und somit für gefährliche Situationen nützlich sein. Alle diese Neuerungen bringen das Spiel der Realität Stück für Stück näher und so entwickelt sich FIFA immer wie mehr zu einer richtigen Simulation und entfernt sich von seinem Ruf, ein Arcade-lastiges Spiel zu sein.

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Gutes

+ Viele Spielmodi
+ Stimmige Atmosphäre
+ Sinnvolle Neuerungen beim Gameplay
+ Realistisches Spielverhalten

Schlechtes

- Teils lange Ladezeiten
- Teils schlecht umgesetzte Spielergesichter

9.0 Must Have

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