F.3.A.R. – Review

Getestet von | 15.07.2011 um 00:00 Uhr

Alle guten Dinge sind … 3 ?
Gute Frage! Denn mit F.E.A.R.3 liegt und ein weiterer Teil der FEAR Reihe vor, auf dem natürlich ein starker Erfolgsdruck liegt. Böse Zungen behaupten das F.E.A.R.3 mit nichts mehr schocken könnte und mittlerweile zu einem der ausgelutschten Franchises gehören würde. Da wir uns da nicht so ganz sicher waren, ob das auch wirklich seiner Richtigkeit entspricht, haben wir uns einfach mal mit F.E.A.R.3 in der Konsole vor den TV gesetzt und das Ganze mal genauer unter die Lupe genommen. Ob wir nun vor Angst gebibbert und wie kleine Mädchen geschrieben haben, oder aber ob wir ganz cool durch F.E.A.R.3 gelaufen sind, erfahrt ihr in diesem Review!

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Kann mir jemand verraten was hier los ist?
Diese Frage haben wir uns während des Spielens ein paar Male gestellt. Wieso? Weil es für Leute, die die anderen FEAR Teile nicht kennen relativ schwer ist in F.E.A.R.3 Fuß zu fassen und der Story genau folgen zu können. Zwar beginnt nachdem man die Singleplayer Story begonnen hat erst mal ein kleines Filmchen zu laufen, welches die Vorgeschichte erzählt, jedoch merkt man im Laufe des Spiels das dieser Film wohl nur eine wirklich abgespeckte Version von dem ist, was vorher passiert sein mag. Was man aber definitiv sagen muss, der Film der vor der Story abläuft ist echt wirklich gut gemacht. Er beinhaltet einen eigenen Stil und das hat uns wirklich überrascht. Eigentlich hatten wir mit einem 0815-„Das hier ist die Vorgeschichte, guck‘s dir an sonst verstehst du nix“-Film gerechnet, aber Fehlanzeige. Nach diesem Film waren unsere Erwartungen was die Grafik in F.E.A.R.3 betrifft relativ hoch gesteckt, aber leider Gottes machte sich dann auch als das Spiel los ging Ernüchterung breit. Die InGame-Grafik kann leider keinesfalls mit einer Grafik von Crysis2, Killzone3 o.ä. mithalten, da hätten die Jungs von WarnerBros-Games auf jeden Fall noch mehr rausholen können.

Die Grafik kann zwar nicht mit anderen, aktuellen (oder eben älteren) Top-Titeln mithalten, verfügt aber immer noch über einen enormen Gruselfaktor. Während man also durch Blutverschmierte und recht dunkle Gebäude läuft, ist man fast einer permanenten Anspannung ausgeliefert. Man ist erleichtert wenn man mal in einen etwas helleren Bereich kommt und dann wesentlich besser sehen kann von wo die Gegner ankommen. Zudem haben die Entwickler immer wieder kleine Schocker eingebaut, die für einen gelegentlichen Anstieg des Angstschweißverlustes sorgen.

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Auf geht’s, ab geht’s!
Wenn wir die Story beginnen, können wir uns vorab zwischen verschiedenen Schwierigkeitsmodi entscheiden: Rekrut, Kommander, Furchtlos. Da wir doch nicht so harte Kerle sind haben wir uns erst einmal mit dem Modus „Kommander“ beschäftigt und merkten recht schnell, dass die Schwierigkeitsbalance nicht so ganz ausgeglichen ist. Es gibt mehrere Arten von Feinden, einmal die bewaffneten Soldaten des Armacham-Konzerns und halt wie oft bekannt die netten, willenlosen Zombies. Die Soldaten sind hierbei eigentlich keine große Herausforderung, auch wenn die KI wirklich „echter“ ist als in vielen anderen Spielen. Die KI weiß nicht automatisch wo ihr euch gerade befindet. Wenn ihr also an einem Punkt 1 in Deckung gegangen seid und euch dann unbemerkt an Punkt 2 begebt, so gehen die Soldaten immer noch davon aus, dass ihr an Punkt 1 seid. Zudem haben die Soldaten ein abwechslungsreiches Angriffsverhalten. Manche wollen euch flankieren während andere sich in Deckung befinden und den flankierenden Kollegen Feuerschutz gewähren wollen. Dennoch sind die Soldaten auf Kommando eigentlich nie ein Problem für uns gewesen. Was da schon schwerer ist, sind die Horden willenloser Zombies die gelegentlich auf euch zu rennen. So gibt es einige Stellen im Spiel bei denen ihr in einem Raum / Gebiet seid wo ihr weder zurück, noch vorwärts kommt und euch erst einmal den Angriffswellen von Zombies stellen müsst. Das blöde daran ist, das die Zombies immer schneller sind als man selber. Weglaufen funktioniert also nicht. Aber auch mit dem Rückwärtslaufen und Nachladen hapert es gelegentlich. So kann man sich glücklich schätzen eine Sekundärwaffe zu besitzen die auch relativ schnell ausgetauscht wird mit der anderen Waffe auf Befehl. Auch bei den Zombies gibt es mehrere Arten, beispielsweise solche die mit einem Beil oder Schraubenschlüssel auf euch zustürmen, aber auch welche die euch mit einem Bombengürtel nachlaufen. Prinzipiell musste ich beim Spielen irgendwie immer an Left4Dead, FarCry2 und DeadSpace denken. F.E.A.R.3 wirkt so, als hätte es sich einiger Zutaten dieser drei Spiele bedient, was keineswegs negativ auffällt. Trotzdem gibt es genug Grusel und Horror in dem Spiel, dieser kommt nicht zu kurz.
Zur Hilfe und für den Spaß gibt es den Zeitlupenmodus, den ihr dank euren überragenden Fähigkeiten aktivieren könnt. Sobald ihr diesen Modus aktiviert habt, bewegt sich alles in Zeitlupe, außer… man selbst. Wir als Protagonist bewegen uns ein bisschen schneller und haben somit einen klaren Vorteil.
Der Deckungsmodus bei F.E.A.R.3 ist ganz gut umgesetzt worden, man kann theoretisch hinter vielen Objekten Deckung suchen und sich den Schüssen der angreifenden Soldaten entziehen. Deckung suchen sollte man jedoch nicht wenn es sich um die willenlosen Zombies handelt.

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Mit dem Ko(-Op)pf durch die Wand!
Während man im Storymodus alleine gegen die Welt ist und sich mit den ganzen bösen Gegner alleine rumquälen muss, kann man bei dem Ko-Op Modus auf einen Verbündeten bauen, nämlich seinen eigenen Bruder „Fettel“ der im Einzelmodus immer nur sehr selten auftritt. Während ihr als Point Man mit der Zeitlupe alles in Slow-Motion umballern könnt, benutzt Fettel seine eher mental ausgeprägten Fähigkeiten. Demnach wirft er mit Feuerbällen nach den Gegner oder wirbelt sie mit seiner Gedankenkraft durch die Gegend. Wer aber auch als Fettel nicht auf Schusswaffen verzichten möchte, der kann einfach mit seiner Fähigkeit einen Soldaten-Körper übernehmen und mit der Waffe dann denselben Spaß haben wie Point Man. Jedoch hält die Kraft des Körpers nicht zu lange und so muss man sich nach einer Zeit einen neuen, willigen Körper suchen in dem man sich einnisten kann.
Zusammen macht die Story auf jeden Fall eine Menge Spaß, besonders wenn man den Koop gemeinsam auf einer Couch spielt.

Zombiemodus 2.0?
Der Multiplayer hingegen fällt in unserer Wertung etwas schlechter aus. Es gibt zwei verschiedene Modi, während der eine „Waves“ doch schon sehr an den ZombieModus des heiß geliebten Shooters „Call of Duty“ erinnert (so erweitert sich die Liste wo die Entwickler etwas übernommen haben um ein Spiel) geht es bei dem anderen Modus darum, mit den Verbündeten durch eine Level zu rennen und durch Unmengen an Gegnern zu ballern, während man von einer sich bewegenden Wand verfolgt wird. Klingt schon nicht so spaßig und traf auch nicht wirklich unseren Geschmack.
Der Zombiemodus 2.0 den F.E.A.R.3 anbietet ist auch eher eine schlechtere Version des Originals. Zwar muss man die Waffen nicht kaufen, kann sie aber in Vorratskisten zur Basis tragen zwischen den Angriffswellen. Ebenso kann man die Barrikaden aus Holz nur zwischen den Angriffswellen aufbauen. Wirklich von Nöten ist das ganze jedoch nicht, da man die Basis durch den Vordereingang verlassen kann und einfach auf die Gegner schießen kann. Daher die Frage: Was sollen die Barrikaden wenn eh keiner in der Basis ist und der Haupteingang nicht einmal eine Tür besitzt?! Das haben wir uns auch gefragt. Daher fällt der Multiplayer auch eher etwas mager aus. Man sollte lieber auf den Ko-Op Modus zurückgreifen, oder aber sich dem originalen Spiel mit Zombiemodus widmen.

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Ab aufs Treppchen.
Alles in allem kann man sagen, dass F.E.A.R.3 einige wirklich interessante Spielelemente und Gimmicks besitzt die das Spiel interessant machen und gut an die Vorgänger anknüpfen. Die Grafik ist nicht so die beste, jedoch bleibt der Horror und Gruselfaktor auf keinen Fall auf der Strecke! Man ist unter Spannung und immer auf der Hut, mit einem bösen Gefühl im Magen welches das Spiel auch gut einbringt. Im Dunkeln macht es jedoch noch mehr Spaß als im hellen, dann kommt der Horrorfaktor erst wirklich zur Geltung. Der Ko-Op Modus macht eine Menge Spaß, egal ob man nun zu zweit auf der Couch sitzt, mit Freunden via PSN spielt oder mit anderen Leuten aus der Welt via PSN spielt. Der Multiplayer hingegen fällt leider etwas mager aus und dort hat man sich auch den Ideen von anderen Spielen bedient was uns dann doch etwas zu plump war und auch nicht wirklich auf Innovativität und Kreativität schließen ließ. Da hätten wir uns auf jeden Fall mehr erwünscht.
Dennoch kann man sagen, dass F.E.A.R.3 eine Menge Spaß macht und für Leute, die auf der Suche nach einer gruseligen Spielzeit sind mit F.E.A.R.3 genau an der richtigen Adresse sind.

Gutes

+ Sehr guter Horror
+ Spaßiger Ko-Op Modus
+ Spannendes Intro
+ Viele nette Features

Schlechtes

- schlechter Multiplayer
- nicht so gute Grafik
- kurze Story
- unausgeglichenes Schwierigkeitsniveau

7.5 Gut

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