Menü

F1 2017 im Test – Mit Vollgas über die Ziellinie

Artikel von | 27.08.2017 um 13:45 Uhr

Wie es sich für eine Sportsimulation gehört, erschien Freitag mit F1 2017 der nächste Teil der Rennspiel Simulation von Codemasters. Die Entwickler werben damit, dass man den Karrieremodus extrem erweitert hat und der Spieler nun neben neuen Events, auch die Möglichkeit besitzt, 12 klassische Formel 1-Boliden auf allen Strecken zu fahren und auch zusätzlich 115 Fahrzeug-Upgrades zur Verfügung hat, was mehr als vier mal so viel ist wie noch im Vorgänger. Ebenfalls hat es vier neue Kurzstrecken in Großbritannien, Bahrain, den USA und Japan, welche von den fleißigen Spielern befahren werden können. Ob das Spiel nun im Endeffekt wirklich einen so großen Schritt nach vorne gemacht hat oder ob man vielleicht dieses Jahr keinen so großen Unterschied zum Vorgänger spürt, dass erfahrt ihr in unserer Review.

Willkommen im Formel 1 Zirkus

Wie es sich für ein Rennspiel dieser Art gehört, habt ihr natürlich auch in F1 2017 die Möglichkeit, euch vom unbekannten Fahrer zum Superstar der Szene hochzuarbeiten. Zu Beginn habt ihr die Möglichkeit bei einem Rennstall eurer Gunst zu unterschreiben. Ihr wollt den einfachen Weg und gleich bei einem Top Team anfangen? Dann werdet ihr wohl bei Mercedes, Ferrari oder Red Bull beginnen. Wer es jedoch gerne etwas schwieriger hat, beginnt bei einem der schwächeren Teams, wie Sauber oder Torro Rosso. Nachdem ihr euren Charakter erstellt und euer Team gewählt habt, habt ihr auch sofort ein Gespräch mit eurer Managerin, welche euch noch einige Dinge zu erzählen hat. Anschließend geht es direkt mit dem ersten Rennwochenende in Australien los, wo der Spieler in den freien Trainings versucht, sich von seiner besten Seite zu zeigen und möglichst vor seinem Teamkollegen zu landen, um seinen Status als Fahrer Nummer 2 innerhalb des Teams bald verbessern zu können.

Auch gibt es dieses Jahr wieder die Rivalitäten, bei der man während einer längeren Phase ein Duell gegen einen anderen Fahrer hat, wie eben beispielsweise den Teamkollegen. Nun muss man Punkte sammeln, in dem man beispielsweise im Qualifying vor dem Rivalen landet oder im Rennen besser abschneidet als er. Dies wird einem auf dem im Spiel wichtigen Laptop angezeigt. Der Laptop dient euch als Startpunkt für viele Dinge, wie etwa Upgrades oder Einstellungen am Fahrzeug. Vor allem die Fahrzeug Entwicklung wurde überarbeitet und ist nun komplexer als im Vorgänger. Beispielsweise ist es möglich, Teile am Motor auszuwechseln, falls diese nicht mehr 100% Leistungsfähig sind oder man allgemein unzufrieden ist. Doch Achtung, wechselt man zu viel wird man bestraft, wie im echten Leben halt. Natürlich gibt es auch noch andere Modi als den Karrieremodus. Etwa beim Grand Prix könnt ihr ein Rennwochende auf einer Strecke eurer Wahl fahren oder ihr fahrt einfach eine Saison mit einem von euch gewählten Fahrer. Ebenfalls gibt es Zeitfahren, wo ihr euch mit den Spielern der ganzen Welt und ihren Zeiten messen könnt. Oder vielleicht ist der Event Modus eher etwas für euch. Dort könnt ihr ein herunterladbares Rennszenario spielen, dass euch mitten ins Geschehen zieht und euch bestimmte, auf euch zugeschnittene Ziele vorgibt. Natürlich ist auch ein Mehrspieler Modus enthalten, wo man gegen Spieler aus der ganzen Welt Rennen fahren kann, um sich Ruhm und Ehre zu verdienen (oder einfach ein besseres Rating).

Bremsen oder doch lieber noch ein wenig Gas geben?

Auch am Gameplay hat das Team von Codemasters wieder herumgeschraubt und das ist deutlich spürbar! Die Autos kleben nun wirklich auf der Strecke und lassen sich wie von den echten Profis durch die Kurven und Geraden manövrieren. Beschädigt man jedoch sein Auto, ist dies ebenfalls stark spürbar. Stellen wir uns vor, wir haben einen kleinen Crash mit einem anderen Fahrer und beschädigen den Flügel links, dann zieht das Auto stark nach rechts und man ist gezwungen, die Bremsbalance umzustellen, weil man sonst direkt untersteuert. Für Fans und Experten in dieser Sportart bietet dies natürlich enorm viel Tiefgang. Man hat auch die Möglichkeit, während des Rennens seine Taktik zu ändern oder beispielsweise den Benzinverbrauch zu ändern, was in engen Rennen schon sehr wichtig ist, denn bekanntlich ist die Taktik eine der wichtigsten Aspekte in der Formel 1. Ansonsten funktioniert das Gameplay sehr flüssig, egal ob Bremsen, Schalten oder Beschleunigen. Fans der Reihe werden sich wieder schnell zurechtfinden. Natürlich können die Experten wieder mit komplett manueller Steuerung spielen, was die Schwierigkeit enorm erhöht. Fahrt man dann zusätzlich noch auf einem der höheren Schwierigkeitsgrade, hat man eine echt knackige Herausforderung.

Seiten 1 2
F1 2017 Testbericht

F1 2017

  • Release: 25.08.2017
  • Genre: Rennspiel, Simulation
  • Entwickler: Codemasters
  • Publisher: Koch Media

Gutes

- Optisch Eindrucksvoll...
- Viele Ugrade Möglichkeiten
- Motivierende Karriere
- Realistisches Fahrmodell

Schlechtes

- ... Mit Ausnahme der Zuschauer
- Gegner-KI mit leichten Schwächen
- Gelegentliches Tearing
- zu wenig Variation bei Trainingsaufgaben

8.6 / 10 Sehr gut

Deine Meinung? Let's Chat!

    Jetzt einloggen oder registrieren um ein Kommentar zu schreiben

    Anmelden