Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe im Test

Getestet von | 22.10.2015 um 14:09 Uhr

Eigentlich packen wir immer noch einen Spruch mit zu unseren Reviews, doch wie ihr seht, ist der Spieletitel selbst schon recht lang ausgefallen und hat doch auch so einen tollen Klang. Für die, die nicht wissen worum es geht, noch eine kleine Erläuterung. Bei Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe, mal sehen ob wir den Titel immer ausschreiben werden, handelt es sich quasi um einen Dynasty Warriors Klon im Dragon Quest Gewand, mit bekannten und neuen Charakteren. Schon beim Titel “Dynasty Warriors”, sollte jedem klar sein, was ihn hier erwartet. Massenschlachten gegen hunderte Gegner, aber diesmal in Knuddeloptik, wofür die Dragon Quest-Serie bekannt ist. Ob es sich nun lohnt hunderte, nein, tausende von Gegner im Akkord zu plätten oder nicht, verrät euch unser Test zu, jetzt kommts wieder, Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe.

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Same old Story

Los geht’s mit der Handlung. Hier war man so richtig kreativ und hat viele neue Dinge ausprobiert, NICHT. Im Prinzip, handelt es sich um die klassische Japan-Rollenspiel Story. Am Anfang wählt ihr einen von zwei Charakteren. Entweder Lucian, einen eher besonnen und strategischen Schwertkämpfer oder Rita, eine Schwertkämpferin, die eher das Gegenteil darstellt und meist direkt in den Kampf läuft ohne lang zu zögern. International heißen die beiden übrigens Luceus und Aurora, weil……..Gründe. Wahlweise könnt Ihr aber auch selbst einen Namen eingeben. Im Spiel startet alles mit einem frohen Fest, wo Menschen und Monster zusammen feiern und in Frieden leben. Plötzlich bebt die Erde und eine Dunkelheit macht sich breit, welche dafür sorgt, dass die Monster allesamt Böse werden und die Menschen angreifen. Eure Aufgabe ist es nun, die Dunkelheit zu bekämpfen und herauszufinden, warum alle Monster Böse geworden sind. So simpel wie sich das alles anhört, ist es eigentlich auch. Es kommen zwar noch ein paar Facetten mit dem Verlauf der Story dazu, doch im Endeffekt ist es mal wieder Gut gegen Böse, Licht gegen Dunkelheit, Mensch gegen Monster. Natürlich bieten auch andere Massenprügler keine ausgefeilte und spannende Handlung, aber ein bisschen mehr wäre hier drin gewesen.

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Getragen werden muss so eine Handlung natürlich von den Charakteren und von denen gibt es 15 in Dragon Quest Heroes: Der Weltenbaum und der Tyrann aus der Tiefe. 13 der 15 könnt ihr selbst spielen, die anderen beiden spielen eine Rolle in der Handlung. Von diesen 15 sind 6 Charaktere extra für dieses Spiel erstellt worden und beim Rest handelt es sich um bekannte Gesichter aus Dragon Quest 4,5,6 und 8. Soweit so gut, leider haben die Charaktere ein ähnliches Problem wie die Handlung. Auch sie sind zu sehr an klassische Japan-Rollenspiele angelegt und erfüllen alle bekannten Klischees. Das wäre nicht unbedingt so ein großes Problem, wenn man den Charakteren allgemein etwas mehr Tiefe verliehen hätte, doch hat jeder seine Rolle inne und diese spielt er von vorne bis hinten. Ebenso von vorne bis hinten, zieht sich ein bestimmter Gag in dem Spiel. Wie erwähnt, ist Lucian eher der Stratege und Rita eher Rambo. Dadurch entsteht oft der Gag, dass Lucian eine lange Ansprache über die passende Strategie hält, während Rita ihn dann unterbricht und einfach in den Kampf läuft. Diese Art Situtation, kommt bereits in der ersten Spielstunde so oft vor, dass man schnell davon genervt ist. Wir haben nicht mitgezählt, aber dieser Gag wird locker 20 mal verbraten, dabei bieten alle Charaktere genug Ansätze für witzige Situationen, doch rücken diese dabei eher in den Hintergrund. Wo wir gerade bei den anderen Charakteren sind. Aus irgendeinem Grund, wurden manche Namen in der deutschen Version geändert. Ein Charakter stellt sich vor mit “Mein Name ist Terry”, im Untertitel steht dann aber, “Mein Name ist Vincent”. Die Hauptcharaktere wurden ja auch geändert und ein paar Anderen ist es ähnlich ergangen. Das ist nicht wirklich ein Kritikpunkt, doch es ist schon etwas seltsam.

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Massenschlägerei mit einem Hauch Tiefgang

Wenig zu bemängeln gibt es eigentlich im Gameplay. Natürlich handelt es sich im Prinzip um einen Massenprügler wie viele andere, doch gibt es hier auch ein paar Rollenspiel-Elemente. So levelt Ihr eure Charaktere und schaltet dadurch auch neue Fähigkeiten frei und verbessert ihre Attribute. Auch Ausrüstung könnt ihr kaufen und selbst herstellen. Letzteres geht durch Alchemie, wo ihr aus verschiedenen Zutaten Ausrüstung herstellen könnt. Ebenso könnt ihr Rollenspiel-typisch verschiedene Nebenmissionen abseits der Story annehmen. Wenn Ihr dann fertig mit vorbereiten seid, geht es in die Schlacht. Dort habt ihr mehrere Areale zur Auswahl, die sich optisch sehr unterscheiden, wodurch hier immer was neues geboten wird. In den verschiedenen Missionen seid ihr immer zu viert unterwegs und könnt jederzeit zwischen den Charakteren wechseln. Gekämpft wird durch Kombinationen der Tasten Viereck und Dreieck. Gewürzt wird das Ganze durch verschiedene Zauber, die ihr mithilfe von R2 ausführt und dann gibt’s meistens ein Effektfeuerwerk. Dabei müsst Ihr aber auf eure MP achten, den unendlich Zauber ist nicht, es sei denn ihr befindet euch im Konzentrations-Modus. Für diesen müsst ihr eine spezielle Leiste füllen und dann, geht auf Knopfdruck die Party richtig los. Dann könnt ihr für ein paar Sekunden endlos Zaubern und am Ende krönt ihr das ganze noch mit einem Todesstoß, der meist das komplette Sichtfeld säubert. Von den 13 Charakteren unterscheiden sich die meisten merkbar, sowohl in ihren Angriffen, als auch in ihren Zaubern. 3 der Charaktere ähneln sich jedoch sehr und spielen sich auch fast gleich. Die beiden Hauptcharaktere, Lucian und Rita, sind sogar 1:1 gleich im Kampf.

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Im Kampf selbst gibt es zwei verschiedene Abläufe. Beim ersten müsst Ihr einfach alle Gegner fertig machen. Beim zweiten eigentlich auch, nur müsst Ihr dabei nebenbei noch ein Ziel schützen, bzw. eskortieren. Viel mehr bekommt man hier leider nicht geboten und es wird mit der Zeit auch wirklich etwas langweilig und repetetiv. Besonders die Beschützer Missionen sind etwas zu oft vertreten und bringen einen gewissen Zeitdruck in die Missionen, da man es immer so schnell wie möglich machen muss, damit das Ziel nicht überrannt wird. Glücklicherweise gibt es da noch einen Kniff, der euch das Beschützen der Ziele vereinfacht. Wenn ihr die verschieden Monster besiegt, kann es passieren, dass diese ein Münze fallen lassen. Durch diese Münzen könnt ihr die Monster beschwören und habt dabei zwei Arten zur Auswahl. Da wären einmal die Wachposten, welche einen bestimmten Bereich sichern. Und dann noch die Helfer. Diese sind immer nur für eine Aktion verfügbar, wie eine Heilung der Gruppe oder einen besonders starker Angriff. Wo wir gerade bei den Monstern sind, gehen wir noch etwas genauer auf diese ein. Prinzipiell gibt es da drei Arten an Gegnern. Standardgegner die meist in hoher Zahl auftreten, Starke Gegner die besonders stark sind und auch verdammt viel einstecken können und natürlich die Bossgegner. Anders als bei den normalen Gegnern, müsst Ihr bei den Bossen wirklich aufpassen. Hier kommt man mit blind draufkloppen nicht sonderlich weit, sondern man muss oft ausweichen und manchmal auch besondere Taktiken anwenden, um siegreich zu sein.

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Gutes

- Optik, Sound und Spielwelt sehr stimmig
- Charaktere unterscheiden sich im Kampf sehr
- Abwechslungsreiche Areale
- Gutes Kampfsystem mit gewissem Tiefgang
- Japanische Tonspur ist mit dabei

Schlechtes

- Fade 08/15 Story mit eindimensionalen Charakteren
- Missionsdesign zu eintönig
- Kein Multiplayer
- Kleine unnötige Fehler

7.6 Gut

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