Dragon Ball Xenoverse 2 im Test – Das beste Dragon Ball Spiel?

Getestet von | 31.10.2016 um 12:53 Uhr

Dragon Ball Xenoverse war Anfang 2015 ein kleiner Überraschungs-Hit und erreichte neue Höhen sowohl bei Kritikern, als auch beim Umsatz. Besonders das Erstellen eigener Charaktere sorgte für viel Begeisterung bei den Fans. Aktuell ist Dragon Ball populär wie lange nicht mehr. Eine erfolgreiche App mit Dokkan Battle, der Anime Dragon Ball Super ist in vollem Gange und jetzt kommt auch noch Dragon Ball Xenoverse 2. Wir haben es getestet und verraten euch, ob man den ersten Teil toppen konnte.

Wer keine Vorkenntnisse zu Dragon Ball hat, wird hier teilweise nur Bahnhof verstehen. Aber sicher werden eh nur Fans Interesse am Titel haben, also sollte das kein Problem sein.

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Die gleiche, alte, Geschichte…..fast

Das Story Konzept von Xenoverse 2 ist sehr ähnlich wie beim Erstling. Ihr seid ein Time-Patroller und müsst Ungereimtheiten in der Zeit korrigieren. Doch zuerst muss man einen Charakter erstellen. Zur Auswahl stehen verschiedene Rassen. Da wären Menschen, Namekianer, Majins, Freezers Rasse und natürlich die Saiyajins. Neben dem Geschlecht darf man dann zahlreiche Frisuren, Augen – ach ihr wisst schon wie ein Charakter Editor funktioniert. In Xenoverse 2 ist der Editor noch ein wenig umfangreicher als noch im Vorgänger. Kurz nach der Erstellung landet ihr in Conton City, dem neuen HUB des Spiels. Dieser Bereich ist deutlich größer und opulenter als noch im Vorgänger. Hier gibt es viel zu entdecken, doch dazu kommen wir noch, erstmal noch ein paar Worte zur Story.

Wie bereits erwähnt, müsst ihr Ungereimtheiten in der Zeit korrigieren. Beispielsweise müsste Piccolo eigentlich mit seiner Höllenspirale Radditz und Son Goku töten, doch in einer manipulierten Zeitlinie, passiert dies nicht. Hier treten wir auf den Plan und sorgen dafür, dass alles seinen gewohnten Gang nimmt. Das tun wir durch Kämpfe und nur durch diese. Dabei werden wir durch die Story von Dragon Ball Z und auch teilweise Dragon Ball Super geführt, nur halt immer mit dezenten Abweichungen. Im Hintergrund zieht natürlich jemand die Fäden und sorgt für diese Störungen in der Zeit. Die Rede ist von Towa und Miira, welche manche sicher aus Xenoverse 1 kennen. Sie verfolgen wieder einen teuflischen Plan und diesen müsst ihr vereiteln. Bis auf die letzten paar Missionen der Story, passiert jedoch nicht sonderlich viel spannendes. Da man bis zu diesem Punkt, einfach die Standard Handlung nachspielt, wird es erst dann etwas interessanter, da dann auch ein paar Überraschungen aufkommen, die man jedoch auch früh erahnen kann. Nichtsdestotrotz bekommt man wenigstens da mal etwas neues geboten.

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Wer enttäuscht ist, dass man im Prinzip wieder die gleiche Story wie immer spendiert bekommt, denn können wir noch weiter demotivieren. So ist auch bei der Inszenierung manchmal nicht viel los. Nicht selten kommen wir mit unseren Charakter in die Zeitlinie, wir spielen übrigens nur ihn in der Story, und helfen den Z-Kämpfern gegen Gegner X und es wird einfach los gekämpft. Son Gohan kämpft gegen Cell und verliert, tadaa, wir sind da und kämpfen mit, einfach so. Zwar wird während des Kampfes ein wenig darüber gerätselt wer wir sind, doch da man da mit der Action beschäftigt ist, geht das meist vollkommen unter. Außerdem läuft das meistens so ab. “Wer bist du? Egal, danke für deine Hilfe, lass ihn uns fertig machen!”. Das ist zwar jetzt ein leicht übertriebenes Beispiel, doch ein klein wenig mehr Interaktion wäre nett gewesen. Etwas mehr Unterhaltungen, wenn auch nicht viel gehaltvoller, gibt es vor den Missionen. Da ist man dann im Zeitnest mit Trunks, dem alten Kaioshin und dem Kaioshin der Zeit. Hier wird dann über die Probleme der Zeitlinien geredet, hier und da gibt’s nen kleinen Gag und dann geht es eigentlich schon los. Übrigens können diese Unterhaltungen in Englisch und Japanisch stattfinden. Deutsche Synchronisation gibt es, wie in jedem Anime-Game, mal wieder nicht. Unser eigener Charakter sagt sowieso nicht viel, höchstens mal ein Grunzen und ein KA-ME-HA-MA-HAAAA bekommt man zu hören.

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Ein kleines Highlight bei der Story sind jedoch die Anime-Sequenzen. Diese sind zwar nur selten zu sehen, aber sind super gezeichnet. Alles in allem ist die Story zwar keine schlechte, doch zum gefühlten 100 mal die DBZ Geschichte zu erleben, zieht einfach nicht mehr. Da hätten wir uns mehr von der letzten Stunde gewünscht, da gibt’s nur neuen Stoff. Insgesamt werdet ihr wohl so 8-10 Stunden mit der reinen Story verbringen, doch es gibt noch sehr viel mehr zu tun.

Freezer macht eine Genkidama?!

Neben der Story bietet Conton City noch viele weitere Beschäftigungen. Hier eine kleine Übersicht:

  • Parallel Quests – An denen werdet ihr sicher am meisten hängen, da man hier mehr als hundert zur Auswahl hat und man zeitgleich auch die meisten Gegenstände hier freischaltet. Hier müsst ihr gegen verschiedene Gegner in verschiedenen Arealen kämpfen. Neben eurem erstellten Charakter könnt ihr hier auch Son Goku und Co auswählen. Ihr seid hier auch immer zu dritt unterwegs, entweder mit 2 KI Mitstreitern oder online mit anderen Spielern.
  • Ausbilder Quests – Hier müsst ihr von bekannten Charakteren lernen. Bei Son Goku bekommt ihr beispielsweise eine Lektion in Sachen Genkidama. Jeder Ausbilder bietet 4 Missionen und somit 4 Techniken die ihr von ihnen lernen könnt.
  • Haus Quests – In Conton City gibt es 5 Häuser die ihr besuchen könnt, in gewisser weise stellen sie Fraktionen dar. Da wäre Mr. Satans Haus, Boos Haus, Freezers Raumschiff, die Capsule Corporation und das Haus des Oberältesten der Namekianer. Je nachdem welcher Rasse euer Charakter angehört, bekommt ihr in diesen Häusern auch die jeweiligen Transformationen. Dafür müsst ihr verschiedene Aufgaben erfüllen, die im Verlauf des Spiels immer wieder auftauchen. Bei den Namekianer müsst ihr die Dragon Balls beschützen, bei der Capsule  Corporation mit Vegeta trainieren oder Boo essen bringen.
  • Event Quest – Diese tauchen zufällig auf der Karte auf und sind ähnlich zu den Parallel Quests.
  • Experten Missionen – Hierbei handelt es sich um die schwersten Missionen im Spiel und diese bestreitet man sogar zu sechst, online oder offline. Hier kämpft man entweder gegen Weraffen Formen der verschiedenen Saiyjins oder gegen einen normalen, starken Gegner. Diese haben besondere Fähigkeiten wie Gehirnwäsche, wodurch man gegen seine Mitstreiter kämpfen muss. Oder man muss einen massiven Angriff zurückwerfen, um nicht von ihm erschlagen zu werden. Hier könnt ihr euren Charakter frei wählen.
  • Online/Offline Kampf – 1 on 1 Kämpfe mit beliebigen Charakteren.
  • Spezielle Aufgaben – Zusätzlich gibt es noch ein paar Aufgaben die herausstechen, wie das Milch austragen für Krillin oder Steine suchen für Yamchu.

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Die hauptsächliche Motivation bei diesen Aufgaben, und eigentlich auch im ganzen Spiel, ist es, verschiedene Fähigkeiten, Outfits oder Gegenstände freizuschalten. Es gibt nämlich so ziemliche alle Attacken und Outfits der bekannten Charaktere zu erspielen. So kann man einen Namekianer in Saiyajin Klamotten stecken oder Boo eine Höllenspirale abfeuern lassen. Dadurch bekommt man unglaublich viel Abwechslung spendiert und trifft online auf immer andere Charaktere. DAS ist die ganz große Stärke des Spiels. Es macht einfach süchtig, jeden Superangriffe zu sammeln, auszuprobieren und damit seinen Charakter zu perfektionieren und von denen gibt es sehr viele. Zusätzlich sammelt man durch jede Aktivität EP und steigt im Level. Das ist nötig um eure Attribute zu erhöhen, damit ihr mehr Energie habt, härter austeilt oder mehr KI für Superangriffe habt. Nachdem ihr nun die größte Stärke des Spiels kennt, kommen wir zu einer der größten Schwächen.

Wie ihr eben bereits gemerkt habt, ist man bei Parallel Quest, Experten Missionen und manchen Story Missionen nicht alleine unterwegs. Es ist zwar ganz cool an der Seite von Vegeta, Son Gohan und Co. zu kämpfen, doch ebenso cool wie es ist, so nervig ist es auch. Wenn ihr teilweis zu dritt oder sogar zu sechst (Experten Missionen) auf einen Gegner einprügelt, geht sowas von die Übersicht verloren und es verkommt alles in einem kompletten Chaos. Hauptsächlich tritt dieses Problem online auf, da dort halt jeder voll auf Angriff geht, ist ja auch klar, dumm rumstehen macht ja kein Spaß. Das Gameplay, zu dem wir gleich noch etwas detaillierter kommen, ist recht ähnlich zu Xenoverse 1. Wer also den Erstling kennt, kann sich folgende Situation sicher toll vorstellen. Bei einer Experten Mission müsst ihr gegen Turles kämpfen. Da die Experten Missionen nur zu sechst möglich sind, stellt euch einfach mal vor, wie 6! Leute auf einen normalen Gegner stürmen. Dabei am besten noch Energiestrahle abfeuern oder den Gegner permanent durch die Gegend feuern. Das macht häufig nicht viel Spaß, sondern ist einfach nur nervig. Die Idee hinter dem Modus ist zwar super, doch komplett durchdacht ist er nicht. Offline ist das nur halb so schlimm, aber auch nur, weil die KI einfach den IQ von einer Milchschnitte hat. Entweder stehen sie die ganze Zeit nur rum, hauen nur 1-2 mal zu oder kloppen euch den Gegner aus eurer Kombo raus. Bei der Gegner KI ist das aber anders, doch dazu kommen wir noch. Kurzum kann man also sagen, die besten Kämpfe gibt es im 1 gegen 1. Es gibt bei den Parallel Quests auch Kämpfe von 3 gegen 3,4,5 oder 6, wo das alles dann nicht schlimm ist, da jeder seinen Gegner hat.

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Gutes

- Viel zu tun und zu sammeln
- Verbessern des eigenen Charakters motiviert ungemein
- Spaßiges Kampfsystem mit vielen verschiedenen Charakteren
- Ein Fest für Fans

Schlechtes

- Optik und Sound eher mau (Zerstörung kaum vorhanden)
- Kämpfe mit mehreren Mitstreitern unglaublich unübersichtlich und hektisch
- Häufige und teils lange Ladezeiten
- Bis auf das Ende die gleiche Story wie immer

7.2 Gut

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