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Dragon Ball FighterZ im Test – Das beste Dragon Ball Spiel aller Zeiten *UPDATE*

Artikel von | 22.01.2018 um 15:01 Uhr

UPDATE: Online Part

Wie versprochen, reichen wir nun unsere Meinung zum Multiplayer nach. nach. Im groben werden vier Modi geboten. Da wäre einmal der Ranglistenkampf. Hier sorgen Siege dafür, dass ihr im Rang steigt und Niederlagen lassen euch im Rang fallen, der Klassiker halt. Dann gibt’s noch den lockeren Kampf, bei dem ihr Suchkriterien wie die Verbindungsqualität festlegt und dann wartet man einfach, dass ein Gegner gefunden wird. Der dritte Modus ist der Arenakampf, der eigentlich genau wie der lockere Kampf funktioniert, nur das hier keine Suchkriterien eingestellt werden können. Zu guter Letzt haben wir noch den Ringkampf. Hier erstellt ihr quasi selbst eine „Lobby“ und legt fest, ob man nur mit Passwort mitmachen kann, was für Spieler ihr sucht, wieviele mitspielen können und so weiter. Hier gibt es aber noch zwei Besonderheiten. Neben dem Standard 3v3 Kampf wo jeder ein Team steuert, kann man hier auch dafür sorgen, dass jeder Spieler einen Kämpfer steuert, einzige Voraussetzung ist, dass ihr sechs Spieler zusammen bekommt. Desweiteren gibt’s den Zuafallskampf, bei dem ihr mit zufälligen gewählten Charakteren kämpfen müsst. Hier könnt ihr dann beweisen, dass ihr mit allen Kämpfern klar kommt.

Wenn ihr im Ringkampf mal eine Pause einlegen wollt, könnt ihr auch auf der Tribüne Platz nehmen und den anderen bei ihren Kämpfen zuschauen. Große Probleme gab es bei unseren Runden eigentlich nie, klar, hier und da gab’s mal eine kleinen lag, aber im großen und ganzen lief alles sauber. Eigentlich gab es online nur ein Problem, welches jedoch ziemlich unangenehm ist. Aus unerklärlichen Gründen, kann man nicht ohne weiteres gegen seine Freunde spielen. Kurz einladen geht hier nicht. Man muss sich erstmal in der gleichen Lobby treffen, was noch der einfachste Schritt ist. Danach erstellt man einen Ringkampf und sobald die Freunde beigetreten sind, geht es schon los. So einfach „sollte“ es sein. Problem ist nur, dass aktuell in den meisten Fällen „keine Räume gefunden“ werden. Diesen Satz werdet ihr sicher des öfteren lesen. Manchmal klappt es dann, warum auch immer, denn ein Muster lässt sich nicht wirklich erkennen. Wer also mit seinen Freunden spielen will, muss auf sein Glück hoffen. Bandai Namco ist sich dieses Fehlers bewusst und arbeitet bereits daran. Aktuell ist dieser nervige Fehler aber noch sehr präsent, also gibt’s hier ein paar Punkte Abzug, jedenfalls vorerst. Abschließend kann man sagen, dass der Multiplayer im großen und ganzen wunderbar funktioniert, nur der Ringkampf oder besser gesagt, dass spielen mit Freunden ist nicht einfach so möglich. Wir sollten vielleicht noch anmerken, dass es in keinster Weise möglich ist 1v1 oder 2v2 zu kämpfen. Man muss immer in 3v3 Matches antreten. So viel dazu. Der Multiplayer ist genau gelungen wie das restliche Spiel, außer man will mit Freunden spielen. Dragon Ball FighterZ ist dennoch ein absoluter Hit!

Singleplayer Part

Arc System Works hat in den vergangenen Jahren bereits mehrere Dragon Ball Spiele veröffentlicht, jedoch nur für Handhelds. Als die Kampfspiel Experten dann im letzten Jahr endlich einen richtigen 2D Prügler für Konsolen angekündigt haben, war die Freude natürlich groß. Als wenig später der erste Trailer folgte und rasante 3v3 Gefechte mit Son Goku und Co zeigte, kannte der Hype bei den Fans keine Grenzen mehr. Jetzt steht der Release kurz bevor und wir haben uns Dragon Ball FighterZ mal genauer angeschaut.

Endlich mal was neues

Wie für Arc System Works (BlazBlue, Guilty Gear) üblich, bietet Dragon Ball FighterZ natürlich einen umfangreichen Story Modus. Dieser bietet erfreulicherweise endlich mal was neues und nicht die gleiche Story, die schon unzählige male durchgekaut und nur hier und da ein wenig angepasst wurde. Alles beginnt damit, dass merkwürdige Wellen dafür sorgen, dass alle Kämpfer ihre Kraft verlieren und gleichzeitig unzählige Klone der bekannten Charaktere auftauchen. Erschwerend kommt hinzu, dass Cell, Frieza und andere Widersacher wieder leben. Damit Son Goku und die anderen Z-Kämpfer sich ihrer alten Widersacher und der Klone erwehren können, müssen sie die Hilfe einer geheimnisvollen Menschenseele in Anspruch nehmen. Diese taucht glücklicherweise genau dann auf, wenn alles verloren scheint und mit Hilfe dieser Seele und der “Verbindung” die sie mit den Kämpfern einnimmt, schöpfen die Z-Kämpfer neue Kraft und machen sich auf, die Klone zu vernichten und das Geheimnis um die schwächenden Wellen zu lüften.

Die Story ist dabei durchaus unterhaltsam und durch die originalen englischen und japanischen Sprecher und viele Sequenzen, kommt auch schnell richtiges Dragon Ball Feeling auf. Das liegt auch daran, dass die Persönlichkeiten der Charaktere oft durchkommen und man sich als Fan sofort denkt, “das ist so typisch”. Wenn Son Goku und Vegeta einem tödlichen Gegner gegenüberstehen und diesen einfach ignorieren, weil sie streiten, wer zuerst kämpfen darf, kann man sich ein Grinsen nur schwer verkneifen. Allgemein gibt es viele solcher Sequenzen, da man immer als 3er Team kämpft und verschiedene Konstellationen für verschiedene Situationen sorgen. Freezer der dem Ginyu Kommando immer wieder ausreden muss, ihre ikonischen Posen und Tänze zu machen oder Yamchu der regelrecht gedisst wird, weil er einfach der schwächste ist, sind da nur zwei von zahlreichen Beispielen. Netterweise kann man im Menü alle Sequenzen nochmal anschauen und sieht auch, ob noch welche fehlen. Welche das sind, muss man aber selbst rauskriegen.

In der Story selbst bewegt man sich auf verschiedenen Karten fort. Auf dieser finden sich verschiedenen Gegner wieder, jedoch kostet jede Bewegung einen Zug und man hat nicht unendlich Züge bevor man sich dem Boss krallt und zur nächsten Karte kommt. Die Kämpfe kommen auch mit verschiedenen Modifikationen daher, da ihr Verbesserungen freischalten könnt, auf die aber auch der Gegner Zugriff hat. So seht ihr vor jedem Kampf, ob der Gegner mehr Angriffskraft hat oder Energie schneller regeneriert. Und eben drei dieser Verbesserungen könnt ihr dann auch wählen, um euch einen Vorteil zu verschaffen. Das ist auch bitter nötig, denn wenn ihr in einen Kampf ordentlich aufs Maul bekommt, erhaltet ihr nur einen Teil eurer Gesundheit zurück, was mit Verbesserungen natürlich maximiert werden kann. Ihr habt aber auch die Möglichkeit, einfach das Team zu wechseln. Ihr kämpft zwar immer mit drei Charakteren, doch zwischen den Kämpfen, kann man das Team wechseln, falls Son Goku mal zu angeschlagen ist, kommt halt Piccolo als Ersatz ins Team. Da es aber auch Erfahrungspunkte gibt und die Charaktere leveln, was ihre Gesundheit, Angriffskraft und mehr beeinflusst, sollte man auch ein wenig darauf achten, das man mehr als nur drei Kämpfer levelt.

Wenn man etwas an der Story kritisieren kann, dann das sie hier und da manchmal etwas stagniert und das leider nicht alle Dinge erklärt werden. Es werden halt einige Fragen aufgeworfen, die leider nicht gänzlich aufgelöst werden. Desweiteren werden in den ersten Stunden immer und immer wieder die gleichen Tutorials wiederholt, was mit der Zeit nervig wird. Bei der Länge hingegen kann man nicht meckern. Mit einer Spielzeit von 12-15 Stunden, gibt es gut was zu tun. Wer alle Sequenzen sehen will und sich später noch am Hard Mode versuchen will, kann nochmal deutlich länger am Story Mode knabbern.

Einfach zu lernen, schwer zu meistern

Abseits der Story gibt es natürlich noch mehr zu tun. Da wäre einmal der Übungsmodus, welcher euch in verschiedenen Missionen ein paar Kombos näher bringt und natürlich Training bietet, wo man seinen Gegner nach Lust und Laune mit allen möglichen Angriffen zu Leibe rücken kann. Dann wäre da noch der lokale Kampf, bei welchem man entweder mit einem Freund oder mit bis 15 anderen Spielern ein Turnier startet. Wahlweise kann man hier aber auch einfach gegen die CPUs antreten. Letzteres macht aber viel mehr Spaß im Arcade Modus. Hier kämpft man in verschiedenen Arealen, gegen immer stärkere Teams und am ende gibts einen Rang, den schweren Modus und Zeni. Da Zeni die gängige Dragon Ball Währung ist, kann man damit logischerweise einkaufen. Dazu gibts den Shop, der für 1000 Zeni eine Kapsel verkauft. In diesen Kapseln kann einiges drin sein – neue Lobby Avatare, neue Farben für die Kämpfer und viele andere kosmetische Anpassungen. Somit verzichtet Bandai auf Lootboxen für Echtgeld und will nur eure hart verdiente inGame Währung.

Dann gibts natürlich noch die Online Modi, doch da zum Testzeitpunkt die Server noch nicht offen waren, müssen wir diesen Part leider ein wenig später nachreichen.

In den ganzen Modi geht es immer in 3v3 Kämpfen zur Sache, bei denen man auf 24 Charaktere zugreifen kann, von denen drei aber erst freigeschaltet werden müssen, was jedoch nicht allzu schwer ist. Zwar gibt es ein paar Charaktere, die sich recht ähnlich spielen, doch gerade im Detail stecken die Unterschiede. Damit auch Neulinge direkt durchstarten können, gibt es zwei Easy Combos. Für diese muss man einfach die Viereck, bzw. Dreieck Taste hämmern und schon zaubert man eine nette Combo auf den Bildschirm. Was Anfängern beim Kämpfen hilft, ist für fortgeschrittenen Spieler nur ein Kratzen auf der Oberfläche. Dies merkt man auch im Arcade Modus. Während man in den ersten Leveln einfach nur voll auf Angriff gehen muss, wird man im Hard Mode so keine Sonne sehen. Denn so wie fortgeschrittene Spieler, ist auch die CPU dann gnadenlos und zerreißt euch binnen Sekunden. Denn auch wenn der Einstieg ziemlich simpel ist, ist das eigentliche System sehr ausgefeilt und bietet verdammt viele Möglichkeiten. Während Anfänger mit Super Change, Block Stun, Jump Cancel und Zoning nicht viel anfangen können, wissen Veteranen des Genres sofort bescheid.

Die Eingaben der Charaktere sind sich auch sehr ähnlich, die Ausführung jedoch oft sehr anders. Gleichzeitig bieten einige Charaktere einzigartige Mechaniken. So kämpft Son Goku ganz normal alleine, während Ginyu durch seine Moves die Ginyu Force nutzen kann. So sollte jeder Spieler die passenden Kämpfer für seinen Stil finden. Wenn die Wahl getroffen wurde, hat man Zugriff auf Spezialangriffe, Superangriffe und Meteorangriffe, doch der Reihe nach. Spezialangriffe sind besondere Angriffe wie eine Teleportation gefolgt von einem Harten Schlag oder Piccolo macht einfach mal die Schlangenarm Technik. Superangriffe sind da nochmal einen zacken schärfer und kommen in Form eines KameHameHa oder der Urknall Attacke daher. Meteorangriffe sind die stärksten Attacken im Spiel, sind aber gleichzeitig am schwersten auszuführen, bzw. zu treffen.

Während Spezialangriffe immer klappen, brauchen Superangriffe und Meteorangriffe KI. Dieses bekommt man einfach durch den Kampf oder man konzentriert sich und sammelt KI, was jedoch die Deckung offen lässt und meist gibts dann richtig aufs Maul. Desweiteren gibts noch Funkensprünge und Shenlong Wünsche. Funkenprünge sind nur einmalig pro Kampf nutzbar und sorgen dafür, dass man kurzzeitig mehr Schaden macht und Gesundheit schneller regeneriert. Damit lässt sich das Blatt kurz vor Ende nochmal wenden. Ähnliches gilt für den Shenlong Wunsch. Nach einer erfolgreichen Kombo, bekommt man einen Dragon Ball und wenn man alle 7 zusammen hat, macht man noch eine Kombo und der Drache erscheint. Dann hat man die Wahl zwischen vier Wünschen – Gesundheit aufladen, Kameraden wiederbeleben, kurzzetige Unsterblichkeit oder KI komplett aufladen. Das Problem hierbei ist, dass die Dragon Ball Sammlungen für beide Spieler gelten. Wenn also Spieler 1 Kombos ohne ende schmettert und alle Dragon Balls sammelt, kann Spieler 2 wenn er die nächste Kombo macht, trotzdem den Drachen rufen. Das ist zwar irgendwie Fair, kann jedoch in entscheidenden Momenten auch für viel Frust sorgen.

Kommen wir nochmal kurz zu den Meteorangriffen. Die sind übrigens nicht nur am stärksten, sondern auch am eindrucksvollsten. Wenn man es schafft einen Gegner damit zu besiegen, gibt es ein Zerstörungsfinish, welches dann nochmal eindrucksvoll die Folgen des Angriffs zeigen. Vegetas Final Flash wird dann beispielsweise aus dem Weltall gezeigt, wie er einfach bis in die weiten des Nichts reicht. Zusätzlich gibt es noch die Dramatic Finishes, die besondere Sequenzen am Ende des Kampfes zeigen. Wenn Son Goku beispielsweise Freezer als letztes besiegt, wird eine ähnliche Sequenz wie damals auf Namek abgespielt. Hier merkt man, wie viel Herzblut die Entwickler ins Spiel gelegt haben, worauf wir bei der Technik noch näher eingehen.

Authentisch wie nie

Grafisch ist der Titel einfach nur fantastisch und so nah am Anime wie noch nie zuvor in einem Dragon Ball Spiel. Allgemein war noch nie ein Spiel so nah am Anime, außer vielleicht die Naruto: Ultimate Ninja Storm Reihe. Zahlreiche Animationen und Angriffe wurden 1:1 aus dem Anime/Manga übernommen, was Fans sofort auffallen wird. Arc System Works hat sich wirklich viel Mühe gegeben, so Originalgetreu wie möglich zu sein und das haben sie geschafft. Bravo. Es hätte nur noch besser sein können, wenn sie auch die originale Musik aus dem Anime gehabt hätten, doch darauf müssen wir leider verzichten. Nichtsdestotrotz ist die musikalische Untermalung sehr treibend und passt wunderbar zu Dragon Ball. Die Originalsprecher tun ihr übriges und natürlich sind auch die authentischen Soundeffekte bei Treffern oder Teleportationen dabei. Dragon Ball FighterZ ist wirklich eine spielbare Anime Folge.

Fazit – Shenlong hat den Wunsch erfüllt

Dragon Ball FighterZ ist großartig. Es fängt den Look, das Gefühl und die Stimmung von Dragon Ball einfach perfekt ein. Dazu kommen die sehr kurzweiligen und spektakulären Kämpfe, die sowohl Anfänger, als auch Veteranen des Genres begeistern dürften. Man hat nämlich die Wahl zwischen 24, größtenteils sehr unterschiedlichen, Kämpfern. Während Kampfspiel Profis voll auf ihre Kosten kommen, können auch Neulinge, die einfach nur Dragon Ball Fans sind, ihren Spaß haben. Denn auch Einzelspieler haben durch den Story Mode, den Arcade Mode und den lokalen Kampf ordentlich zu tun. Die Story ist hierbei sehr unterhaltsam und bietet viele tolle Momente für Fans und endlich mal eine neue Geschichte. Mit einer Spielzeit von etwa 15h gibts auch lange was zu tun, besonders wenn man noch 100% erreichen will und den Hard Mode probieren will. Kurzum kann man Dragon Ball FighterZ Kampfspiel Fans und Fans des Anime bedenkenlos empfehlen. Das erste Highlight des jungen Jahres ist da!

Der Nachtrag zum Online Modus folgt zeitnah, da die Server noch nicht offen sind.

 

Dragon Ball FighterZ Testbericht

Dragon Ball FighterZ

  • Release: 26.01.2018
  • Genre: Beat 'em up
  • Entwickler: ARC System Works
  • Publisher: ARC System Works

Gutes

- Unterhaltsame, neue Geschichte im Dragon Ball Universum
- Optisch und Inszenatorisch so nah am Anime wie nie
- 24 abwechslungsreiche Kämpfer bieten für jeden das richtige
- Einsteigerfreundlich, aber auch auch genug Tiefgang für Pros
- Viel zu tun und massig Anpassungsgegenstände zum freispielen

Schlechtes

- Story lässt einige Fragen offen
- Shenlong Mechanik kann für Frust sorgen
- Ringkampf fehlerhaft, daher online spielen mit Freunden nur schwer möglich

8.8 / 10 Sehr gut

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