Dragon Age: Inquisition im Test – Lohnt es sich der Inquisition beizutreten?

Getestet von | 25.11.2014 um 18:31 Uhr

Nachdem Dragon Age: Origins im Jahr 2009 ein riesen Erfolg war, war es nicht verwunderlich, dass es im Jahr 2011 einen Nachfolger gab. Leider konnte Dragon Age II nicht an den Erfolg von Origins anknüpfen, da besonders Fans vom sehr Action lastigen Gameplay enttäuscht waren. Nun will Bioware mit Dragon Age: Inquisition versuchen den Mittelweg zu finden und so auch neue Spieler überzeugen. Wir verraten euch in unserem Test, ob ihnen das gelingt oder ob es vielleicht der letzte Ableger der Reihe sein könnte. Denn jedes Zeitalter findet mal ein Ende, seien es Drachen oder Mass Effects.

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Willkommen in der Inquisition

Zu Anfang sei gesagt, dass Kenntnisse der beiden Vorgänger nicht zwingend nötig sind, aber dennoch lohnenswert sein könnten. So werdet ihr zu Beginn des Spiels gefragt, ob man seinen Weltstand aus den beiden Vorgängern importieren möchte. Das geht durch Dragon Age Keep, welches über einen Browser zu erreichen ist. Dort könnt ihr eure vorhanden Speicherstände aus Dragon Age: Origins und Dragon Age II, über EA’s Dienst „Origin“ synchronisieren. Falls ihr keine Speicherstände habt, könnt ihr auch mehrere Fragen beantworten und viele Entscheidungen über Dragon Age Keep treffen und somit den Weltstand von Dragon Age: Inquisition beeinflussen. Wenn ihr jedoch nichts davon tut, startet ihr mit einer Standard Weltlage.  Neben der Weltlage könnt ihr zu Beginn auch noch aus Drei Klassen wählen – Krieger, Schurke/Bogenschütze oder Magier. Dann wählt ihr aus Vier Rassen – Mensch, Elf, Zwerg oder Qunari (gehörnte Riesen). Anschließend geht es auch schon los, nach wenigen Minuten startet dann auch direkt die Charaktererstellung, die sehr detailliert ausfällt. Wenn ihr auch damit fertig seid, findet ihr euch kurz danach in einer Schlacht wieder, die als Tutorial dient. Jedoch werdet ihr nicht gleich als Freund sondern als Feind angesehen. Denn auf der Welt sind viele Grüne Risse aufgetaucht, aus denen viele Dämonen hervor strömen. Und aus einem dieser Risse seid auch ihr gekommen, deswegen werdet ihr zunächst als Feind angesehen. Doch schon wenig später stellt sich heraus, dass ihr ein besonderes Mal an eurer Hand habt, mit welchem ihr eben jene Risse schließen könnt. Weshalb ihr auch nicht weiter als Feind, sondern als einzige Hoffnung angesehen werdet, da nur ihr nun die Kraft habt, die Risse überall auf der Welt zu schließen und somit die Welt vor dem Untergang zu bewahren. Anders als in den meisten Rollenspielen, fangt ihr also nicht als kleiner Pimpf an und kommt nach und nach dahinter, dass nur ihr die Welt retten könnt. Der Einstieg bei Dragon Age: Inquisition ist da schon etwas steiler. Euer hauptsächliches Ziel ist es nun, als Inquisitor, die Risse auf der Welt und den großen Bruch am Himmel, welcher im Prinzip auch nur ein noch größerer Riss ist, zu schließen. Nebenbei versucht ihr auch das ansehen eurer Inquisition zu stärken und neue Mitstreiter und Gruppierungen zu finden, die sich eurem Kampf anschließen. Ganz so simpel bleibt es natürlich nicht und es warten auch ein paar interessante Twists auf euch.

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So wird es auch ein paar interessante Wiedersehen mit ein paar Bekannten aus den Vorgängern geben. Doch auch die neuen Charaktere wissen zu überzeugen, ebenso wie eure Mitstreiter, von denen es dieses mal ganze 9 gibt. Alle mit verschiedenen Persönlichkeiten, Überzeugungen und Zielen. Und diese sind sehr wichtig, da ihr neben den üblichen Romanzen, auch dafür sorgen könnt, dass ein Mitglied euch verlässt. Wenn ihr zu oft gegen die Interessen eines Charakters handelt, kehrt euch dieser den Rücken und ist im restlichen Spiel nicht mehr verfügbar. So könnt ihr beispielsweise entscheiden, einen Verbrecher zu töten, einzusperren oder frei zu lassen. Wenn ihr ihn tötet, bekommt ihr vielleicht die Gunst des einen Charakters, verscherzt es euch aber genauso mit einem anderen. Leider kann man nirgends nachsehen, wie die aktuellen Sympathien der Charaktere liegen, was gerade wegen der Romanzen und dem Verlassen der Gruppe ganz interessant wäre. Auch können manche Entscheidungen dafür sorgen, dass sich der Verlauf des Spiels verändert. Das reicht von minimalen Änderungen im Ablauf, wie das Charakter A nach links geht und Charakter B nach rechts. Kann aber auch zu großen Änderungen, wie dem ableben eines Charakters führen, der später eventuell  noch eine Rolle gespielt hätte. Durch diese Entscheidungen und die verschiedenen Klassen, ist ein hoher Wiederspielwert gegeben. Das mit den Klassen erwähnen wir, da man diese nicht mehr im Verlauf des Spiels ändern kann, doch dazu später mehr.

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Die Mischung machts

Vor jeder Quest könnt ihr aus euren neun Mitstreitern, drei zum begleiten auswählen. Zwar könnt ihr hier frei nach belieben wählen, doch wäre es aus mehreren Gründen klug, eine ausgewogene Truppe dabei zu haben. So ist es immer gut einen Magier dabei zu haben, damit dieser euch mit einem Schild ausstatten kann. Auch ein Bogenschütze der aus der Ferne angreift ist nicht zu unterschätzen. Und ein Krieger an vorderster Front, der die Aufmerksamkeit auf sich zieht und auch mal einen härteren Schlag ohne Probleme einstecken kann. Doch nicht nur in diesem Sinne ist die Wahl wichtig, denn es gibt auf der Welt verschlossene Türen, die nur ein Schurke knacken  kann oder Barrieren, die nur ein Magier durchbrechen kann. Wenn ihr also alles finden und entdecken wollt, solltet ihr immer eine bunte Truppe dabei haben. Wenn ihr trotzdem mal nicht den passenden Charakter parat habt, könnt ihr in euren Lagern, die in allen Bereichen verteilt sind und zu denen ihr auch schnellreisen könnt, problemlos eure Gruppe wechseln. Was ihr, wenn ihr von eurer Klasse mal genug habt, auch öfters tun solltet. Denn euer Hauptcharakter kann leider nach eurer Wahl am Anfang des Spiels, nicht mehr seine Klasse wechseln. Wenn ihr also genug vom Krieger habt und einen Magier ausprobieren wollt, dann müsst ihr die Kontrolle über einen eurer Mitstreiter übernehmen oder ein neues Spiel starten. Doch einen Mitstreiter zu übernehmen ist nicht das Wahre, denn man will ja schon seinen eigenen Charakter spielen. Hier merkt man deutlich, dass das Spiel darauf ausgelegt ist, alle verschiedenen Mitglieder zu spielen. Unterstrichen wird das ganz dann noch dadurch, dass jeder Charakter im Verlauf des Spiels einen gesonderten Talentbaum bekommt, der nur für ihn gedacht ist. Zwar kann euer Charakter auch ‚einen‘ davon lernen, alle anderen bleiben ihm jedoch verwehrt. Neben diesem gesonderten Talentbaum, verfügen die Drei Klassen über jeweils vier verschiedene Talentbäume, die sich allesamt auf eine Art des Kampfes spezialisieren. So kann man einen Krieger entweder voll auf Zweihand-Kampf auslegen oder aber auf den Kampf mit Schild und Schwert. Beim Schurken kann man auf den Kampf mit zwei Waffen gehen oder ihn zu einem Bogenschützen machen. Beim Magier gibt es dann verschiedene Elemente, wie Eis, Blitz oder Feuer. Es ist auch möglich mehrere Bäume zu vervollständigen, aber hierfür sollte man ein recht hohes Level inne haben. Derzeit ist noch nicht bekannt, wie hoch der Maximale Level ist, doch soll zumindest das Soft-Cap bei Level 27 liegen und bis man diesen erreicht, ziehen einige Stunden ins Land. Falls man dann doch einen Fehler machen sollte, kann man gegen etwas Gold einen Gegenstand erwerben, der euch ermöglicht eure Punkte erneut zu verteilen.

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Gutes

-Riesige, abwechslungsreiche und huebsche Gebiete
-Kampfsystem sowohl Actiongeladen als auch Taktisch
-Hoher Weiderspielwert
-Gelungener Multiplayer
-Massig Aufgaben und enorme Spielzeit

Schlechtes

-Wenig Gegnervielfalt
-Technisch kleine Fehler (Clippingfehler, Tonaussetzer, Bugs)
-Nebenquest zwang um Story fortzusetzen

9.0 Must Have

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