Dead Space 2 – Review

Getestet von | 13.04.2011 um 00:00 Uhr

Vor rund 2 Jahren hat EA mit Dead Space ein neues Franchise entwickelt, welches sofort gut auf dem Markt ankam. Jetzt ist Isaac Clarke und sein treuer Plasmacutter zurück um weiteren Nekromorphs diverse Körperteile abzutrennen und sich durch eine Raumstation voller blutiger Wahrheiten, verrückter Psychopathen, falschen Freunden und einer Menge widerlicher Nekromorphs zu metzeln. Packt eure Medipacks, ladet nochmal eure Waffen durch und überlegt euch schon mal einen Fluchtplan, denn jetzt geht’s los. Wir bringen euch Dead Space 2 nahe und berichten von unseren Eindrücken während unseren Weges durch den Horror der Raumstation.

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<b<Was zur Hölle ?
Das Spiel beginnt eigentlich ganz gemütlich. Ihr seht eine Aufzeichnung von Isaac Clarke, wie er sich gerade recht entspannt mit einer Frau unterhält, recht schnell schlägt die schöne Aufzeichnung doch in ein gruseliges und schauriges Intro zurück was euch direkt auf den Boden der Tatsachen holt. Gefesselt und als Verrückter gebranntmarkt finden wir uns auf einer Art Liege wieder, über uns beut sich eine weitere Person die eigentlich vor hatte uns zu befreien, doch wie so oft in Dead Space 2 macht man die Rechnung leider ohne die Nekromorphs. Denn kurz darauf wird unser treuer Freund auch schon aufgespießt und zerstückelt. Wie aus dem nichts befindet man sich direkt wieder in der typischen Dead Space Welt und auch direkt auf der Flucht. In einer Zwangsjacke, also ohne eine Chance darauf sich mit den Händen verteidigen zu können, müssen wir auch schon durch die Krankenstation flüchten. Hier heißt die Devise: Schneller als die anderen zu sein. Aus allen Ecken und durch alle Glastüren springen neue Monster hervor die einem an die Wäsche wollen, doch wir haben nur ein Ziel: Laufen. Nachdem man nun durch einen Zufall aus der Zwangsjacke geschlüpft ist, begegnet man den typischen Dead Space Schockern. Den ersten Menschen, abgesehen von unserem Befreier, der mit uns redet, will uns zuerst umbringen und schneidet sich dann selbst vor unseren Augen die Kehle durch. Da freut man sich doch direkt auf das, was einen noch so erwartet und was die Macher von Dead Space 2 sich noch schönes ausgedacht haben. Als man nun endlich den Plasmacutter als Waffe erhält, wird man auch schon auf seine Fähigkeiten geprüft und darf sich erst einmal mit ein paar Nekromorphs messen, was auch eigentlich, abhängig vom Schwierigkeitsgrad, ganz gut funktioniert. Zusätzlich zu den Nekros werdet ihr auch von eurer toten Frau verfolgt, zwar nur in eurem Kopf aber mit realen Wirkungen auf eure Umwelt. Wieso eure Frau tot ist, warum sie euch euer Leben zur Hölle macht und was sie genau von euch will gilt es in dem Spiel rauszufinden.

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Tapetenwechsel?
Wer nun denkt das Dead Space 2 sicherlich vom Prinzip her genauso ist wie der Vorgänger und auch von den Leveln nicht mehr viel bietet, der irrt gewaltig. In dem neuen Teil fallen die Level wesentlich komplexer aus, man hat mehrere Räume die man zusätzlich begehen kann und folgt theoretisch nicht nur einem Gang weil sonst keine Tür offen ist. Natürlich kann man sich nicht durch die Raumstation bewegen wie man möchte, ähnlich wie in einem Open-World-Spiel, sondern wird indirekt durch die Level geleitet. Doch diese sind auch weit aus detaillierter gestaltet als im Vorgänger. Es gibt mehr Details, die Level sind schauriger, dunkler, verwinkelter und man erwartet hinter jeder Ecke, auf jedem Gang und jeder Türe einen aggressiven Nekromorph, der den Drang hat einen aufzuspießen. Die ausgezeichnete Grafik unterstützt das permanente, mulmige Gefühle welches man bei einem Spiel wie diesem haben sollte. Das „Ab 18“ Label auf der Hülle ist auf jeden Fall verdient. In dem ersten Level lernen Dead Space Neulinge eigentlich all die Sachen, die für einen Dead Space Kenner schon vorhanden sind. Man lernt also mit Telekinese, Stase, Nahkampf, etc. umzugehen und macht sich bereit für einen Bosskampf am Ende des ersten Levels in dem man das gelernte Anwenden sollte, da man sonst etwas länger für das Ungetüm braucht als normal. Die Steuerung überzeugt ebenso wie das Leveldesign, lässt sich für Leute denen das Ganze aber noch nicht sensitiv genug ist aber auch umstellen. Die Level wiederholen sich auch nicht, sodass man denkt man wäre hier schon des öfteren gewesen und weiß wo man jetzt her muss. In Dead Space 2 haben die Entwickler eine angenehme Vielfalt von Leveln geschaffen, manche Abschnitte sind natürlich vom Aufbau irgendwo her gleich, da es sich um eine Raumstation handelt und man davon ausgehen muss das man nicht urplötzlich in einem Urwald steht. Trotzdem sind die Level gruselig und schaurig geworden, spielt man das Spiel nachts im Dunkeln herrscht eine gewisse Anspannung, selbst bei uns furchtlosen PS3inside-Veteranen.

Verdammt, was war das?!
Diese Frage haben wir uns auch das ein oder andere Mal gestellt. In manchen Passagen des Spiels ist das Level so dunkel gehalten, das man ohne die Taschenlampe bei den Waffen recht aufgeschmissen ist. Hört man dann aber auch noch irgendwelche Geräusche, die einem sagen: Hier ist irgendetwas in deiner Nähe, bleibt einem nichts anderes übrig als sich hastig umzusehen und zu Quelle des Geräusches zu orten. Leichter gesagt als getan. Die Geräusche sind manchmal nur kurz und so schnellt man mit der Taschenlampe von einer Ecke des Raumes in die nächste, in der Hoffnung nicht auf einen Nekromorph zu stoßen der direkt vor einem steht. Das Sounddesign des Spiels passt sich also perfekt der Atmosphäre und dem Leveldesign an. Ganz großes Lob dafür von unserer Seite aus! Mithilfe eben dieser Geräuschkulisse steigert sich die körperliche Anspannung beim Spiel um ein weiteres, und man wartet eigentlich nur noch darauf den R1 Trigger zur drücken und einem Monster die Körperteile abzusäbeln damit man sich wieder etwas entspannen kann. Die ab und zu eintreffenden Funkverbindungen / Videounterhaltungen mit anderen Leuten auf der Raumstation haben auch einen schönen, kratzigen Sound der auf den Verlust der Versorgungsenergie deutet, auch das verbessert das Dead Space 2 Feeling um ein weiteres. Die Sounds der Waffen sind solide, klingen realistisch und wirken nicht wie eine SoftAir die man als Kind mal hatte. Ebenso die Sounds der Nekros. Sie klingen eben so, wie man sich fiese, verseuchte und angriffslustige Aliens nun einmal vorstellt und wenn man sich in einem dunklen Abschnitt befindet, und die typischen Laute eines Nekros hört, bereitet man sich schon mal auf eine blutige Auseinandersetzung vor.

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Aus alt mach neu
Generell können wir an Dead Space 2 nichts schlechtreden, das Spiel ist ein klasse Titel und knüpft sehr gut an dem ersten Teil an. Ebenso vermittelt er eine wunderbare Horror-Atmosphäre die das Spiel eigentlich auszeichnet. Es gibt etliche Verbesserungen in dem 2. Teil, die Schwerkraft lässt sich nun nichtmehr nur mit Supersprüngen überwinden, man kann sich nun frei in der Schwerelosigkeit bewegen mithilfe von eingebauten Düsen an den Füßen und dem Oberkörper, was ein dickes Plus einbringt. Ebenso kommt die Denker-Komponente nicht zu kurz. Man hat einige Hürden zu überwinden wo man sich nicht darauf konzentrieren muss irgendwelche Körperteile abzutrennen, sondern wo man etwas nachdenken muss um in den nächsten Abschnitt zu gelangen. Das ganze bietet eine frische Abwechslung zum ewigen Ängstlich sein in Dead Space 2. Zudem wurden von den Entwicklern einige neu, innovative Szenen eingebaut die einen echt vom Hocker hauen. Beispielsweise befindet man sich in einem Zug, welcher entgleist nachdem man sich von einen Abteil ins nächste gemetzelt hat. In einem geschätzten Neigungswinkel von rund 40° rutschen wir dann den Boden des letzten Abteils entlang und fallen dann an dem abgerissenen Ende des Zuges wieder raus. Jedoch mit einem kleinen Handicap. Wir hängen jetzt kopfüber am Zug und es nähern sich eine Menge Nekromorphs. So muss man dann Kopfüber auf die verrückten Monster schießen und sollte auf seine Gesundheit achten, denn die wird bei der Sequenz auf jeden Fall beansprucht. Zusätzlich zu den alten Monstern gibt es auch einige neue Monster, mit neuen Eigenschaften, die mit neuen Taktiken und Methoden in Grund und Boden gestampft werden wollen, aber auch nicht zu unterschätzen sind. Das Waffenarsenal ist mit den guten alten Waffen aus Dead Space 1 ausgestattet, wie z.B. dem Ripper, dem Flammenwerfer oder dem Lasergewehr, jedoch sind auch einige neue Waffen vertreten die ich eigentlich nur aus einem anderen Spiel kenne. Beispielsweise können wir jetzt mit dem Harpunengewehr die anrückenden Nekros an die Wand nageln und explodieren lassen. Das Prinzip mit dem Aufrüsten der Waffen durch sogenannte Energieknoten, die man nicht so häufig im Spiel findet, oder aber für eine Menge Geld im Shop kaufen kann, ist immer noch vorhanden und auch eigentlich vom Aufbau des Schaltplanes gleich geblieben, was aber nicht wirklich als negativer Aspekt zu sehen ist. Je weiter man kommt, desto mehr Geld häuft sich bei einem in der Tasche, und man ist gut damit beschäftigt sich neue Waffen, Rüstungen oder andere Objekte zu kaufen, vorausgesetzt man findet die passenden Schemas dazu die die Objekte im Shop aktivieren.

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Das Ende vom Lied
Alles in allem also überzeugt Dead Space 2 auf ganzer Linie. Das Spiel bietet eine Menge Horror, viele interessante Level und eine wirkliche Vielzahl an Gegnern die einem an die Wäsche wollen. Das Spiel bietet eine kreative Ader und basiert nicht nur auf dem stupiden Abschlachten von Körperteilen von Nekromorphs. Die Geschichte die sich hinter dem Spiel verbirgt ist spannend erzählt und zieht einen in den Bann. Vor allem die dunklen Level und verwinkelten Orte lassen einen nicht so leicht los und man ist permanent auf alles gefasst, so gut es eben geht. Wir vom Team können euch das Spiel nur empfehlen, einen wirklich großen Negativaspekt haben wir in dem Spiel nicht entdeckt und gehen davon aus, dass es wahrscheinlich garkeinen großen Negativaspekt gibt.

Gutes

+ Sehr gute Atmosphäre
+ Ausgefeilte Leveldesigns
+ Super Sounddesign
+ Kreative Specials
+ Tolle Neuerungen

Schlechtes

- Manche Monster zu langweilig
- Schwierigkeitsgrad ist hart
- manche Passagen viel zu dunkel

9.0 Must Have

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