DC Universe Online – Review

Getestet von | 13.02.2011 um 00:00 Uhr

Betrachtet man die Zahl an MMO’s für die PS3 stellt man erschreckend fest, dass diese Mangelware für die heimische Konsole sind. Während Computer-Spieler förmlich in MMO’s ersticken, geht die PS3 leer aus. Dies soll sich nun ändern, denn genau in diesem Genre legt Sony nun nach und bringt das MMO DC Universe Online auf den Markt. Hier bestreitet man ein Online-MMO mit dem ganzen DC Universum. Kann dieses MMO auf der PS3 Fuß fassen, oder ist es doch nicht das einzig Wahre? PS3inside hat sich für euch durch die Welt gekämpft und gelevelt und kommt nun zu einem Urteil, welches ihr in dieser Review lesen könnt.

Screenshot

Das Ende der Welt

Das große DC Universum steht in Aufruhr, denn das Böse bläst zum Großangriff auf die Weltherrschaft. Superman, Batman und Co., stehen ihren größten Feinden gegenüber. In einer packenden Einführungssequenz betrachten wir die epische Schlacht, aus der Lex Luthor nach langem Kampf als Sieger hervorgeht. So ganz darüber freuen kann der sich allerdings nicht, da plötzlich riesige Kampfschiffe auftauchen. Luthor fackelt nicht lange und reist eigenständig in der Zeit zurück, um die Superhelden Batman, Superman und Wonder Woman zu warnen, vor der Invasion. Luthor will daher die Menschen mit Kräften ausstatten, um diese als verbündete Krieger mit in die Schlacht nehmen zu können und diese Invasion zu stoppen. Hier kommt nun der Spieler ins Spiel, denn dieser soll nun helfen die Invasion zu stoppen, oder auch nicht? Nun, das liegt nun bei euch, denn das ist das Erste was ihr machen müsst, bevor euch die Spiel auf die große Welt loslässt. Leider kommt vor dem Charakter-Editor noch etwas anderes, denn bevor ihr überhaupt irgendwas machen könnt, muss das Spiel erst mal satte 11GB an Daten installieren, welches einiges an Zeit in Anspruch nimmt. Doch damit ist es noch lange nicht getan, denn nachdem die Spieldaten installiert sind, lädt das Spiel nochmal knappe 3 GB runter. Das ganze dauert dann nochmal eine ganze Zeit, sodass wir am Ende auf eine Zeit von knapp drei Stunden kamen und 15GB unserer Konsole flöten gingen. Nicht gerade der beste Start den man sich bei einem Spiel wünscht, zumal man so lange nicht zum zocken kommt. Wer also nur kurz mal anspielen möchte, kann das zumindest am Anfang ganz vergessen. Nun gut, nachdem diese Hürde geschafft ist, kommt der Spieler auch ohne Umwege in das Charakter-Editormenü. Hier müssen wichtige Entscheidungen getroffen werden, da ihr hier u.a. euren Spielstil, das Auftreten und euren Mentor festlegen müsst. Zunächst dürft ihr euch allerdings entscheiden ob ihr als Held spielen wollt, oder den Weg eines Schurken bestreiten wollt. Dies hat große Auswirkung auf Spielwelt, Missionen und der Wahl eures Mentors. Wählt ihr den Weg eines Helden, so sollt ihr also die Invasion stoppen, außerdem werdet ihr in Metropolis zu Werke gehen. Wollt ihr allerdings lieber ein Schurke sein, so spielt in Gotham City und versuch die Invasion vorran zu treiben. Nachdem das erledigt ist, müsst ihr nun eure Kraft wählen, darunter sind z.B. Feuer, Eis und Zauber. Diese Kräfte haben unterschiedliche Aspekte und sind daher besonders mit Vorsicht zu wählen. Wer lieber offensiv auf Kampf geht, der braucht sich für Zauber eigentlich nicht zu interessieren. Wer allerdings lieber aus der Ferne zu Werke geht, für den ist Zauber da schon eher was. Ihr habt natürlich zu jeder Kraft eine Beschreibung, sodass ihr hier euch in Ruhe entscheiden könnt. Hiernach geht’s nun an die Wahl des Mentors. Helden können zwischen Batman, Wonder Woman und Superman wählen, während die Schurken aus Lex Luthor, Joker und Circe wählen können. Die Wahl des Mentors hat Auswirkung auf die Art der Kraft, Superman hat beispielsweise genetische Superkräfte, während sich Batman seiner körperlichen Stärke bedient. Danach könnt ihr nun eure Waffe wählen. Auch diese bestimmt das Gameplay maßgeblich, da ihr aus einer großen Anzahl an Waffen wählen könnt. Dazu gehören Pistolen, Schwerter, Bögen, oder eure bloßen Fäuste. Es bietet sich natürlich an, die Waffe entsprechend der Kräfte und des Stils zu wählen, Offensiv-Kämpfer greifen daher zu Schwertern, Fernkämpfer zu Bögen oder Schusswaffen. Zu guter Letzt wird noch das Aussehen bearbeitet. Hier kann Kleidung und Farbe des Kriegers verändert werden. Nachdem das alles geschafft ist, braucht ihr nur noch einen Namen für euch und dann kann es endlich losgehen.

Screenshot

So viel auf einmal

Nun geht’s aber auch nicht in die offene Spielwelt, denn ihr werdet zunächst in ein Tuturial gesteckt, in der ihr euch mit der Steuerung ein wenig vertraut machen sollt. Ihr werdet nun von eurem Mentor kontaktiert und macht dann mehr oder weniger eure erste Quest, nämlich ein paar Gegner verdreschen und euch den Weg durch eine Art Basis bahnen. Danach kommt ihr dann ins Helden- bzw. Schurkenquartier. Diese Quartiere sind Zentralen in der sich alle Spieler aufhalten können. Schurken benutzen Nachtclubs und Helden Polizeihauptquartiere. Hier kann der Spieler Emails nachlesen und Gegenstände und Waffen kaufen, oder verkaufen. Außerdem haben die Polizisten immer mal wieder die ein oder andere Nebenmission für euch, was uns auch erst mal zum wesentlichen bringt, den Quests, das Herzstück des MMO’s. Einmal außerhalb eurer Zentrale, eröffnet sich euch eine riesige Spielwelt die erkundet werden will. Überall fahren Autos umher, ihr trefft auf andere Spieler und ständig gibt es Nebenmissionen zu machen. Natürlich werdet ihr auch immer von eurem Mentor kontaktiert, der euch eure Hauptquests gibt. Hier kommt allerdings einmal der erste Kritikpunkt. Man hat zu Anfang einfach keine Ahnung was gerad eigentlich passiert. Man weiß eigentlich so gut wie nichts und wird mit zu vielen Dingen auf einmal überhäuft, außerdem findet man sich nicht in die Story rein. Zwar sind die ganzen Missionen immer mit einiges an Text verbunden, aber man fühlt sich nicht richtig in die Story involviert. Man bekommt so etwa den Grundriss mit, während man die Missionen macht. Hinter der Invasion steckt ein gewisser Brainiac, den ihr entweder unterstützen oder aufhalten müsst. In den Hauptquest müsst ihr nun allerlei Dinge tun, um den Handlungsstrang voran zu treiben. Hierbei sei gesagt, dass es euch immer passieren kann, dass Andere Spieler ebenfalls dieselbe Mission momentan machen, weshalb das manchmal ein großes Durcheinander werden kann. Besonders dann, wenn auch noch einige Dinge gleichzeitig gemacht werden müssen. Oftmals müsst ihr nämlich so und so viele Gegner ausschalten, so und so viele Geräte „hacken“ und dann noch ein paar Geräte zerstören. Aus diesen Dingen besteht leider ein Großteil der Aufgaben, die gerade zu Anfang kommen, weshalb es ein wenig langweilig werden kann.

Screenshot

Stark wie ein Bär

Interessant wird es dahingehend wieder, wenn es um Rangaufstiege geht. 30 Stück könnt ihr mit einem Charakter machen. Mit jedem Aufstieg könnt ihr eure Kräfte und Fähigkeiten aufwerten und verdiente Punkte einsetzen. Hier macht sich dann zum ersten mal eure anfangs gewählte Kraft bemerkbar. Wir haben uns beispielsweise für Feuer entschieden und haben uns nun einige Feuerangriffe wie einen Feuerball, oder einen Feuerwirbel gekauft. Zusammen mit unseren Schwertern gab das tolle Kombos, die die Spielgeschwindigkeit des MMO’s schön schnell halten. Generell kann DC Universe als ein Action-MMO bezeichnet werden. Trotzdem wird der Spieler gerade zu Anfang öfter mal das Zeitliche segnen, was nicht unbedingt Spielspaß fördernd ist. Habt ihr euch allerdings ein wenig mit der Mechanik vertraut gemacht, machen auch die sich immer wiederholenden Aufträge Spaß. Zeit mal ein wenig das geübte Auge über die Technik schauen zu lassen. Da fällt natürlich als erstes die Grafik auf, die natürlich alles andere als brillant ist. Dies ist aber nicht weiter verwunderlich, wird die Performance schließlich für die große Spielwelt gebraucht. Leider merkt man hier ziemlich schnell, dass nicht alles immer so rund läuft. Oft ruckelt es und die Kameraperspektive ist manchmal total fehl am Platz, auch wenn ihr die Kamera selbst steuern könnt, setzt sie sich manchmal automatisch an die ungünstigsten Punkte, gerade im Kampf. Beim Kampf hat das Spiel auch mit den meisten Slowdowns zu kämpfen. Gerade wenn ständig Gegner spawnen, ihr Gegenstände einsammelt, ihr wie wild Kombos und Kräfte einsetzt und dann auch noch sieben andere Spieler da sind, dann ist das auch kein Wunder, nerven tut es aber schon. Die Ladezeiten sind jedoch recht kurz, was positiv anzumerken ist. Der Sound des Spiels ist auch ansprechend, vor allem weil das ganze Spiel vertont ist und ihr sogar die Original Sprecher zu hören bekommt. Einzig und allein die Geräusche wenn ihr auf eure Gegner einprügelt klingen ein wenig langweilig.

Screenshot

Fazit:

DC Universe Online ist natürlich nicht perfekt, jedoch ein recht ansprechendes MMO. Die direkter Steuerung und der große Umfang sprechen für sich. Jedoch hat das Spiel natürlich seine Kritikpunkte. Da wäre einmal, dass ihr euch Abos kaufen müsst, um das Game überhaut online spielen zu können. Außerdem könnte es ein wenig einsteigerfreundlicher sein, denn ungeübte MMO Spieler fühlen sich einfach schnell überfordert, was den Spielspaß nach unten schrauben kann. Jedoch werden gerade MMO Fans mit dem Spiel große Freude haben und es lohnt sich sicherlich mal einen Blick ins Spiel zu werfen.

Gutes

+ Endlich ein MMO für die PS3
+ Sehr viel Umfang
+ Alles wurde vertont und es sind die Original-Sprecher zu hören
+ Viele Möglichkeiten das Game zu spielen

Schlechtes

- Unverschämte 15 GB frisst das Game
- Performance teilweise störend
- Es ist nicht gerade Einsteigerfreundlich
- Man muss zusätzlich zum Spiel Abos kaufen, um online spielen zu können

8.0 Sehr gut

Kommentare

Das könnte dich auch interessieren