Create – Review

Getestet von | 08.12.2010 um 00:00 Uhr

Nach dem Release von Playstation Move hagelt es momentan an Spielen, die auf das neue Steuerungsprinzip bauen. Electronic Arts bildet da keine Ausnahme und veröffentlicht mit Create ein Knobelspiel, bei dem die Bewegungssteuerung keine Voraussetzung, wohl aber nützlich ist. Auf den Spuren von Newton und Einstein verbindet das Geschicklichkeitsspiel Kreativität und logisches Denken. Was es sonst noch zu sagen gibt, lest ihr in dieser Review.

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Fantasie ist gefragt

Das Spielprinzip von Create ist einfach. Unter Beachtung physikalischer Grundsätze müssen Gegenstände durch den zweidimensionalen Raum befördert werden. Mit anderen Worten: Nach Auswahl einer von 14 Spielwelten wird die Bastelstunde eröffnet. Wenn die Aufgabe lautet, das Fahrrad von A nach B zu befördern, müssen die grauen Zellen angestrengt werden. Es muss aus einem Pool an Gegenständen die richtige Auswahl getroffen und mithilfe von Rampen, Luftballons, Raketen und sonstigen Hilfsmitteln die Aufgabe gemeistert werden. Die Gegenstände können mit klassischem Controller oder Move frei im Level verteilt werden. Wird das Experiment gestartet, ist es Aufgabe der Physik-Engine zu einem zufriedenstellenden Ergebnis zu gelangen und es zeigt sich, ob der Spieler in der Schule aufgepasst hat. Nach erfolgreichem Abschluss werden neue Gegenstände frei, die zur Bewältigung neuer Herausforderungen genutzt werden können. So bietet Create über 140 Puzzle-Aufgaben mit unterschiedlichem Schwierigkeitsgrad.

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Eine Geschichte wird dem Spieler nicht serviert. Zu Beginn zieren leere Spielwelten den Bildschirm und die Anweisungen zum vorliegenden Produkt fallen eher spärlich aus. So scheint die erste Aufgabe schon darin zu bestehen, sich den Sinn und Zweck des Spiels zu erarbeiten. Die Spielwelten können dann nach Belieben verziert werden bevor es an die Meisterung der Herausforderung geht. Jede Abwicklung wird nach Einfallsreichtum und verwendeten Gegenständen bewertet und dementsprechend honoriert. Zur Belohnung werden neue Gegenstände frei, die bei der nächsten Aufgabe oder zur Verzierung der kunterbunten Welten verwendet werden können. Der Spielspaß bleibt dementsprechend nicht so schnell auf der Strecke. Leider gibt es keine zusätzlichen Spielmodi, die für mehr Abwechslung sorgen. So ist es Aufgabe des Spielers selbst, Create so abwechslungsreich wie möglich zu gestalten.

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Gar nicht so einfach

Die Steuerung sorgt nicht selten für Frust-Momente. Egal ob mit klassischem Controller oder neuartigen Bewegunssensoren, die Objekte lassen sich nur schwer exakt platzieren. Irgendwie landet die Kiste letztendlich immer an der richtigen Stelle. Nicht selten entscheidet aber ein einziger Zentimeter über Erfolg oder Misserfolg und selbst, wenn man das benutzte Objekt nicht genau an der Stelle haben wollte, so ist der Spieler trotzdem geneigt, es an der Stelle zu belassen. Wenn dann die Mission fehlschlägt, ist Frust vorprogrammiert. Schließlich sind es nicht die fehlenden Kenntnisse über physikalische Gesetzmäßigkeiten unseres Universums sondern die ungenaue Steuerung, die das Versagen zu verschulden hat.

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Hübsch bunt

Die Steuerung ist das einzige technische Manko, das Create sich zuschreiben lassen muss. Die Grafik ist zwar nicht überragend aber sie sorgt für eine freundliche Atmosphäre und der Sound unterstreicht diese ebenfalls. Die musikalische Untermalung hilft bei Bewältigung der teilweise kniffligen Aufgaben, ohne dabei zu aufdringlich zu sein. Ein Multiplayer-Modus fehlt bei Create leider. Hier wäre ein Kampf um die bessere Bewertung oder schnellere Bewältigung der jeweiligen Aufgabe eine gute Idee gewesen. So muss leider allein nach einer der vielen möglichen Lösungen gesucht werden. Als kleiner Wermutstropfen können die eigenen Level der Community bereit gestellt werden und es darf sich an fremden Herausforderungen versucht werden.

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Ins Ziel gekommen

Electronic Arts macht mit Create vieles richtig, ohne richtig gut zu sein. Die Steuerung sorgt für gelegentlichen Frust und mehrere Spielmodi hätten den Umfang etwas üppiger erscheinen lassen. Ansonsten ist die technische Umsetzung gelungen und die vielen freischaltbaren Gegenstände eröffnen unzählige Gestaltungsmöglichkeiten und Lösungswege. Übrig bleibt ein atmosphärisch gutes Knobelspiel für Jung und Alt.

Gutes

Witzig
Pädagogisch wertvoll
Guter Sound

Schlechtes

Ungenaue Steuerung
Ungenügendes Tutorial

7.0 Gut

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