CoD: Advanced Warfare Review – Mehr als nur das übliche Peng Bumm Peng?

Getestet von | 05.11.2014 um 16:50 Uhr

Alle Jahre wieder, nein hier geht es nicht um Weihnachten, sondern um das neue Call of Duty mit dem Untertitel, Advanced Warfare. Im Gegensatz zum Vorgänger, Ghost, erscheint Advanced Warfare nur für die neuen Konsolen und hat auch endlich eine neue Engine. Dazu spielt es noch in der Zukunft und hat sogar richtige Starpower dabei, in Form des zweifachen Oscar-Preisträger Kevin Spacey. Ob diese Komponenten dafür sorgen, dass Call of Duty weiterhin so erfolgreich bleibt wie jeher und ob Sledgehammer ein würdiges CoD abliefern konnte, klären wir in unserem Test.

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House of CoD’s

Fangen wir mit der Story an, diese spielt im Jahr 2060, also nicht in allzu naher Zukunft. Ihr verkörpert Mitchell, einen Soldaten der US Armee, dem ein Unglück in seiner ersten Mission widerfährt, wodurch ihr die Army verlassen müsst. Doch da kommt Jonathan Irons ins Spiel, welcher von Kevin Spacey gespielt wird. Er gibt euch eine Chance weiter zu machen, aber in seiner Privatarmee Atlas. Ein paar Jahre vergehen und ihr seid nun festes Mitglied bei Atlas und geht für eben diese auf zahlreiche Missionen. Bei diesen Missionen macht ihr Jagd auf ‚Hades‘, dem Anführer der KVA, einer Terroristen-Gruppe die möglichst viel Chaos anrichten will. Viel mehr wollen wir nun auch nicht verraten, denn es bleibt nicht ganz so simpel wie es nun klingt. Leider ist die Spannungskurve nicht so gut gelungen, wie bei anderen CoD’s, dafür sind die Charaktere besser gelungen als sonst, allem voran Kevin Spaceys. Wer ihn aus seinen Filmen oder besonders aus House of Cards kennt, wird sehen wie präzise er ins Spiel eingefügt wurde. Man erkennt die Mimik und Gestik sofort wieder, was an der super Motion Capturing Technik liegt, die die gleiche ist wie bei dem kommenden Film ,Avatar 2. Und die deutsche Stimme ist natürlich auch die altbekannte. Auch die restlichen Stimmen sind sehr bekannt, da wären beispielsweise, Charles Rettinghaus (deutsche Stimme von Jamie Foxx) oder Thomas Nero Wolf (Hugh Jackman). Und nicht nur die Stimmen sind erstklassig, auch die Mimik kommt durch die neue Engine super zur Geltung und verpasst den Charakteren mehr Persönlichkeit. Euer Charakter kommt auch öfters mal zu Wort, aber leider nur in Videosequenzen und nicht in den Missionen selbst, wodurch öfters die eigentlich interessanten Charaktere leiden. Wenn alle sich unterhalten und man selbst schweigt die ganze Zeit, wird man öfters ein wenig raus gezogen aus dem Geschehen. Man könnte sogar noch besser eingebunden werden, wenn man zur Abwechslung mal selbst den Befehlshaber spielt und nicht immer nur den Knecht von anderen spielt. Der eigentliche Ablauf würde sich dadurch sicher nicht ändern, denn bei Call of Duty wird sowieso immer toll inszenierte Bombast-Action geboten und da ist es egal, ob man nun ein Sergeant oder eine Colonel ist. Wieder einmal gibt es viele, teilweise etwas übertriebene, Momente, die wie aus einem Michael Bay Film wirken und wo es überall knallt, kracht und explodiert.

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Willkommen in der Zukunft

Wo wir gerade beim Knallen, Krachen und Explodieren sind, kommen wir zum Gameplay. Da bleibt sich Call of Duty größtenteils treu. Das Gunplay ist genial wie immer und jeder der mal ein CoD gespielt hat, wird nach wenigen Minuten sofort drin sein. Neu sind jedoch die erweiterten Bewegungen durch den Exo-Suit, welchen ihr in jeder Mission dabei habt. Da wären die Dash-Jumps, die einfach ausgedrückt normale Doppelsprünge sind. Man kann aber auch zur Seite und nach Hinten Dashen und auch in der Luft geht es in alle Richtungen. Dadurch kommt mehr Dynamik ins Spiel und das ganze wird noch einmal eine Spur schneller, als es sowieso schon war, aber in diese Mechaniken hat man sich schnell reingefuchst. Doch der Exo-Suit bringt noch mehr Neuerungen, so hat man einmal den Soldaten-Exo und den Spezialisten-Exo. Der Soldaten-Exo ist flexibler und hat die Möglichkeit, Schallwellen zu erzeugen, um Gegner zu verwirren. Wobei der Spezialisten-Exo ein wenig eingeschränkter in den Bewegungen ist, dafür ein Schild dabei hat und auch die Möglichkeit, euch für einen Moment alles in Zeitlupe sehen zu lassen, um größere Gruppen schnell und präzise auszuschalten. Hier und da könnt ihr auch Funktionen nutzen, die für bestimmte Situationen ausgelegt sind, wie die Möglichkeit zu klettern oder euch unsichtbar zu machen. Leider könnt ihr diese Anzüge und Funktionen in der Kampagne nicht frei wählen, was ihr aber machen könnt, ist diese nach eurem belieben zu verbessern. Denn nun gibt es in der Kampagne Exo-Herausforderungen, bei denen ihr beispielsweise, 100 Gegner töten müsst oder 20 Kopfschüsse erlangen müsst. Auf der nächsten Stufe sind es dann 120 Kills und 30 Kopschüsse. Durch jede erledigte Herausforderung, erhaltet ihr dann einen Upgrade-Punkt, welchen ihr dafür nutzen könnt, um schneller Nachzuladen, mehr Granaten tragen zu können oder etwas mehr Energie zu haben. Und von den eben erwähnten Granaten, gibt es auch ein paar interessante neue. Da wären zum einen die intelligenten Granaten, die sich ihr Ziel selber suchen oder die Smart Granaten, die den Bereich scannen und euch alle Gegner in der Umgebung zeigen, sogar durch Wände hindurch.

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♪Wave after wave, wave after wave♪

Neben normalen Missionen, was auch immer bei Call of Duty als „Normal“ gilt, gibt es auch wieder spezielle, wo ihr Fahrzeuge steuert, Geschütze bemannt, schleicht oder euch in einem fetten Roboteranzug schwingt und alles zerlegt. Wie immer könnt ihr für diese Missionen verschiedene Schwierigkeitsgrade wählen, da Rekrut schlichtweg langweilig ist, würden wir euch empfehlen, direkt auf Veteran einzusteigen, wo ihr zwar des Öfteren mal sterbt, aber wenigstens auch etwas gefordert seid. Wenn ihr die Kampagne dann fertig habt oder zwischendurch kurz etwas Abwechslung braucht, gibt es noch den Exo Survival Mode, bei dem ihr entweder Online mit vier Spielern spielt oder Lokal zu zweit. Und natürlich den Multiplayer Modus, aber gehen wir erstmal genauer auf ersteren ein. Beim Exo Survival Mode müsst ihr, ähnlich zum Squad Mode in Ghost, gegen mehrere Wellen von Gegnern antreten. Für Advanced Warfare gibt es jedoch ein paar Neuerungen. Vom Exo-Suit, der hier natürlich auch dabei ist, könnt ihr hier drei Klassen wählen. Leicht, Mittel und Schwer, wobei die Begriffe für die Ausrüstung stehen. So hat man bei Leicht eine MP und eine immer wieder aufladende Drohne dabei, ist natürlich beweglicher, hält aber etwas weniger aus. Bei Schwer habt ihr eine Schrotflinte und einen Geschützturm dabei, seid weniger flexibel, aber haltet auch etwas mehr aus und normal bietet logischerweise den Mittelweg. Habt ihr dann eure Klasse gewählt, die während des Matches noch geändert werden kann, müsst ihr nicht nur Gegnerwellen abwehren, sonder auch verschiedene Aufgaben erfüllen. Das kann sowas sein, wie das einsammeln von Marken oder Bomben entschärfen oder aber Bereiche beschützen, dass alles natürlich zusätzlich zu den Gegnerwellen. Durch das bewältigen der Wellen und der Aufgaben bekommt ihr Punkte, die ihr dazu nutzen könnt, um während den Pausen zwischen den Wellen neue Waffen, Aufsätze und Upgrades zu kaufen. Dazu gibt es zwischendurch noch Versorgungspakete, die Scorestreaks oder Perks enthalten. Das alles könnt ihr auf mehreren Maps, in mehreren Stufen machen. Um die höheren Stufen freizuschalten, müsst ihr gegen eine gewisse Zahl an Wellen schaffen. Bei der letzten Map gibt es nach mehreren Runden auch noch eine kleine Überraschung, kleiner Tipp – BRAAAAIIINNNNSSSS.

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Gutes

-Neue, huebsche Engine
-Super Sound
-Frischer Wind durch Exo-Suit

Schlechtes

-Lag Compensation im Multiplayer
-Schwache Story
-Zu schweigsamer Hauptcharakter

8.5 Sehr gut

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