Cars 2 – Review

Getestet von | 05.08.2011 um 00:00 Uhr

Cars 2 der neue Animationsstreifen aus dem Hause Pixars steht in den Startlöchern. Aus dem Hause Disney wartet natürlich zeitgleich auch das Videospiel zu dem Kino-Film. Wir haben Disney´s eigen creation eine faire Chance gegeben und den Titel auf Herz und Nieren geprüft.

Screenshot

Neue Umsetzung

Mit dem Film hat das Spiel nur insofern zu tun, dass man auch hier als Agent für die Organisation CHROME unterwegs ist und natürlich viele Charaktere aus dem Animationsstreifen steuern kann. Man spielt aber nicht die Geschichte des Films nach.
Stattdessen absolviert man in der Kampagne mehrere Agenten-Einsätze, was(neben ein paar Tutorials) einfach Spiele in den unterschiedlichsten Spielmodi sind. Neben einfachen Rennen mit- und oder ohne Extras, gibt es noch einige weitere Spielmodi, z.B. Arena (Gegner in einer Art Arena mit den Extras erledigen), Angriff (Rennen gegen die Zeit, für jeden erledigten Gegner bekommt man Bonussekunden) oder Überleben (Batterien aufsammeln, um den eigenen Schild so lange wie möglich aufrecht zu erhalten). An Extras kommen Waffen wie MG, Raketen, Ölspur oder auch Satellitendetonator zum Einsatz.

Für jeden Einsatz bekommt man so genannte Spionagepunkte und erreicht somit nach und nach höhere der sechs Zugangsstufen. Auf diese Weise werden neue Spielmodi, Fahrzeuge und Strecken freigeschaltet.
Wie bei allen Kart-Racern stellt sich der Spielspaß auf Dauer nur zu mehreren ein. Es macht halt viel mehr Spaß, dem Spieler der neben einem sitzt, eine Rakete ins Heck zu jagen, als irgendeinem KI-Auto. Glücklicherweise kann man aber alle Missionen auch im Multiplayer mit bis zu vier Spielern im Splitscreen spielen und dabei ebenfalls Punkte sammeln. So muss der Spieler sich also nicht allein quälen, um alles freizuschalten.

Screenshot

Spaß für die ganze Familie?

Cars 2 ist klar auf Fun für die ganze Familie ausgelegt. Man findet schnell ins Spiel und auch die Kleinen haben ihren Spaß.
Verglichen mit Racer-Film-Spielen, ist hier die Spielgeschwindigkeit deutlich geringer. Dafür finden sich jedoch jede menge Abkürzungen und Hindernisse, die es zu überspringen gilt. Dabei hat man sich offenbar auch ein wenig vom hauseigenen Split/Second inspirieren lassen und so gibt es auch Streckenteile, die sich verändern. Beispielsweise versetzen Kräne Container. Und wo wir von Inspiration sprechen: Auch an Pure und Konsorten erinnert das Spiel, denn um seinen Turbo-Balken aufzubauen, kann man im Sprung Kunststücke vollführen, rückwärts (mit umgedrehter Steuerung!) oder auf zwei Rädern fahren. Und das muss man auch, will man eine Chance haben. Wer einfach nur normal fährt, bekommt keinen Turbo und hat so schnell das Nachsehen. Somit bietet das Spiel auch für Coregamer durchaus eine Herausforderung.

Screenshot

Kein Online-Spiel

Damit sind die kleineren Gamer dann allerdings schnell überfordert. Auf Kurs bleiben, Gegner anvisieren, den Turbo einsetzen und dann auch noch Drifts und Kunststücke? Das ist etwas zu viel des Guten. Immerhin kann man auf Wunsch das Driften automatisieren und abgehängte Spieler bekommen offenbar einen Aufholbonus.
Wer keine Familie und selten Freunde zu Besuch hat, wird wenig Freude an Cars 2 haben, denn einen Online-Modus gibt es nicht und allein bleibt der Spaß nach einer Weile einfach auf der Strecke.

Optisch reißt Cars 2 keine Bäume aus, die Charaktere werden aber gut abgebildet. Schlecht gelöst: Spielt man zu dritt, müssen die ersten beiden Spieler sich mit einem Viertel des Bildschirms zufriedengeben, der Dritte hat hingegen die untere Hälfte für sich – ein klarer Vorteil im hektischen Rennbetrieb. Außerdem fehlt eine Mini-Map oder eine andere Anzeige, die einem verdeutlicht, wie viel Vorsprung bzw. Rückstand man hat. Gerade wenn man in Führung liegt, hat man so keine Ahnung, ob man schon beruhigt seine Runden drehen kann, oder noch letzte Rille fahren muss.
Nervig sind auf die Dauer die immer gleichen Kommentare der Figuren.

Screenshot

Gutes Gesamtpaket

Wer einen Kart-Racer für die ganze Familie sucht, kann Cars 2 durchaus in Erwägung ziehen. Es fehlt zwar die Rasanz eines guten Racers, das gleicht es aber durch variableres Streckendesign, mehr Taktik und bessere Spielmodi wieder aus. Ganz junge Spieler werden mit der Komplexität allerdings etwas überfordert sein.
Welchem Spiel man den Vorzug gibt, ist dann letztlich auch eine Frage der Charaktere. Wer nach dem Film nun unbedingt auch an der Konsole mit Lightning & Co rasen will, macht hier jedenfalls nichts falsch.

Gutes

- gutes Preis-Leistungs-Verhältnis
- viele Cars Charaktere
- gutes Spielprinzip

Schlechtes

- keine online Rennen

6.5 Mittelmäßig

Kommentare

Das könnte dich auch interessieren