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Call of Duty – Black Ops 4 im Test: Was taugt die Neuausrichtung?

Artikel von | 29.10.2018 um 17:51 Uhr

Blackout: Battle Royale ala Call of Duty

Battle Royale. Der Hype ist ungebrochen und nach einigen kleinen Entwicklern war es nur eine Frage der Zeit, bis sich ein Großer an den Spielmodus traut. Nun hat Call of Duty seinen eigenen Battle Royale Modus: Blackout.

Treyarch ändert nichts am bekannten Spielprinzip, hat aber von anderen gelernt und erweitert den Spielmodus um nützliche Features. Battle Royale typisch springt ihr über der Map ab, mit nicht mehr bewaffnet als eurem Wing-Suit. Der verleiht Blackout ein erfrischendes Spielgefühl. Denn immer wenn ihr von einer erhöhten Position abspringt, habt ihr den Wing-Suit zur Verfügung. So lassen sich relativ große Abschnitte der Map überwinden. Seid ihr gelandet, gilt es schnellstmöglich Ausrüstung zu finden: Waffen, Rüstung, Rucksack, Munition, Medipacks. Die Einkaufsliste für einen guten Start in Blackout ist lang. Zusätzlich könnt ihr aber auch Perks finden und ausrüsten. Sie verschaffen euch, zeitlich begrenzt, bestimmte Vorteile. So könnt ihr beispielsweise nahezu lautlos rennen, Gegner viel besser hören, oder es werden Fahrzeuge auf der Map für euch sichtbar. Auch findet ihr unzählige Aufsätze für eure Waffen. Egal ob Visiere, Schafte oder Griffe. Ihr sucht euch alles zusammen oder müsst mit dem klar kommen was ihr habt. Auf der großen, weitläufigen Map gilt es, das Gelände optimal zu seinem eigenen Vorteil zu nutzen. Von einem Wasserdamm, über eine verfallene Villa bis zu einem Hafen ist alles vertreten. Call of Duty – Veteranen werden in den Gebieten Multiplayer-Maps wieder erkennen. Zudem tauchen immer wieder Zombies auf der Map auf. Die sind ziemlich zäh, aber wenn man sie beseitigt, winkt besondere Ausrüstung. Ihr könnt auch sterben oder von anderen Spielern entdeckt werden. Man muss also abwägen, was einem wichtig ist. Alles in allem macht die Map wirklich Spaß und es ist eine Sache des Trainings, hier Erfolg zu haben. Battle Royale eben.

Auch die Art der Fortbewegung auf der Map ist gelungen. Neben Quads gibt es auch schwere LKWs, Motorboote oder gar Hubschrauber. Hier ist Blackout der Konkurrenz deutlich voraus. Während ihr in Fortnite, H1Z1 oder Pubg ausschließlich am Boden unterwegs seid, habt ihr im Battle Royale Modus von Call of Duty: Black Ops 4 schon mehr Möglichkeiten der Fortbewegung. Im Laufe des Gefechts wird der Sturm natürlich immer größer und die sichere Zone damit immer kleiner. Das kennt man. Hier allerdings zeigt euch ein nettes Feature stets, wie weit ihr vom Sturm entfernt und wann ihr in der Safe-Zone seid. Auch bei euren Waffen wird euch stets angezeigt, welche Munition ihr dafür sammeln müsst. Sehr nützlich. Es sind viele kleine Dinge, die Blackout zum momentan besten Battle-Royale Modus machen. Call of Duty typisch geht es actionreich und relativ flott zur Sache. Es muss nichts gebaut oder aufwendig kombiniert werden, es geht einfach um Spielspaß. Und das macht Blackout definitiv.

Die große Map sieht für Call of Duty – Verhältnisse gut aus, aber man spürt, dass die Engine nicht vollends für diese größe geeignet ist. Hier und da werden Texturen nur halb oder später geladen. Das alles ist allerdings meckern auf hohem Niveau und längst kein großes Problem, eben weil es selten wirklich auftritt.

Die vielen kleinen Features, reduzieren Blackout auf das wesentliche und insgesamt ist der Spielmodus wirklich sehr gelungen. Treyarch hat bereits angekündigt, den Modus permanent weiterzuentwickeln und wir sind wirklich gespannt, was uns da noch erwartet. Ein “Aber…” gibt es hier nicht wirklich anzubringen. Blackout funktionierte während unseres Tests tadellos und es kam zu keinerlei Ausfällen. Verliert man, kann man sich zügig zu einer neuen Partie einschreiben, man muss nicht allzu lang warten. Kämpfen kann man entweder allein, zu zweit oder in vierer Teams mit bis zu 100 Spielern auf der Map.

So siehts aus!

Call of Duty: Black Ops 4 wird rein optisch niemanden vom Hocker hauen. Zwar sieht der Titel insgesamt wirklich gut aus, aber überragend ist das nicht. Einzig mehr Leben scheint auf den Maps zu sein: da wedeln die Blätter im Wind, dort fliegt ein Hubschraubergeschwader über die Map, oder Abdeckplanen machen sich im Sturm selbständig. Schön. Aber eben nicht überragend. Da sehen die Waffenmodelle schon detaillierter aus. Man erkennt Einkerbungen, Kratzer, einzelne Bauteile oder Schrauben. Da hat man sich nicht lumpen lassen. Kann man bei einem Shooter wie Call of Duty: Black Ops 4 aber auch erwarten. Ein cooles Feature ist die Animation, bevor eine Multiplayer-Partie beginnt: stehen zunächst alle Teammitglieder in Reih und Glied, ziehen alle ihre Waffen, wenn der Countdown abgelaufen ist. Ein kleines Gimmik, welches aber noch einmal die Spannung vor einem Spiel anhebt. Insgesamt hat man sich wirklich Mühe gegeben, hier etwas auf den Bildschirm zu zaubern.

Soundtechnisch hingegen klingt Call of Duty: Black Ops 4 genau so wie es muss. Eine Explosion in der Ferne, ein sich nähernder Helikopter oder Kugeln, die an Einem vorbei pfeifen: das ist Call of Duty. Der Sound ist wirklich gut gelungen und sorgt für eine typisch dichte, teils hektische Atmosphäre. In Blackout ist der Klang von Schüssen, Schritten oder Fahrzeugen besonders wichtig. Der Spielmodus profitiert von der guten Klangqualität. Soundtrack-technisch gehts rockig bis elektronisch zur Sache. Keine Tanzflächenfüller, aber das muss es in Call of Duty ja auch nicht sein.

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Call of Duty: Black Ops IIII Testbericht

Call of Duty: Black Ops IIII

  • Release: 12.10.2018
  • Genre: Shooter
  • Entwickler: Treyarch
  • Publisher: Activision

Gutes

- rundum gelungenes Multiplayer-Erlebnis
- dezente Neuerungen und Optimierungen erfrischen den klassischen MP
- beliebte Maps neu aufgelegt
- bislang umfangreichster Zombie-Modus zu Release
- Blackout macht richtig viel Spaß

Schlechtes

- zahlreiche Abstürze während des Tests
- Blackout nicht komplett ausgereift
- hin und wieder Framerate-Einbrüche in allen Modi
- allgemeine Performance-Probleme
- Lokale-Zombie-Spiele nur bedingt o. gar nicht spielbar
- die übliche Matchmaking-Mechanik

7.5 / 10 Gut

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