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Call of Duty – Black Ops 4 im Test: Was taugt die Neuausrichtung?

Artikel von | 29.10.2018 um 17:51 Uhr

Die Geschichte von Call of Duty ist lang. Mit all ihren Höhen und Tiefen ist sie dennoch eine der beliebtesten Spiele-Serien der Welt. Das Grundpaket war dabei stets das Selbe: eine actionreich inszenierte Story-Kampagne, Multiplayer und seit gut 10 Jahren gehören nun auch die Zombies fest zum Repertoir. Doch mit Call of Duty: Black Ops 4 wagt Entwickler Treyarch eine Neuausrichtung. Denn der Titel kommt ohne die klassische Single-Player Kampagne daher und konzentriert sich ausschließlich auf den Multiplayer-Part, insbesondere auf den neuen Battle Royale Modus.

Wie gut das funktioniert und ob man davon auch spürbar etwas merkt, verraten wir euch in unserem Test.

Ein Call of Duty ohne Singleplayer-Erfahrung? Nicht ganz.

Die klassische Kampagne sucht man bei Call of Duty: Black Ops 4 vergebens. Diese Tatsache erntete bereits im Vorfeld Kritik von allen Seiten. Aber ist das berechtigt? Nun, wenn man die nackten Zahlen einmal vergleicht, ist Kritik gar nicht angebracht. Die Story- bzw. Singleplayer-Kampagne wurde prozentual nur von den wenigsten Spielern wirklich gespielt. Zwar soll es auch Spieler geben, welche ausschließlich die Kampagne gespielt haben, aber das sind so wenige, dass sich der Aufwand, mit welchem die Entwicklung betrieben wurde, einfach nicht mehr gelohnt hat.

Um den doch kleinen Teil an Story-Spielern nicht komplett zu verschrecken, kommt auch Call of Duty: Black Ops 4, zwar nicht mit einer vollwertigen Kampagne, aber Einzelspieler-Missionen daher. Jeder der spielbaren Spezialisten hat seine eigenen Aufträge, welche es zu erfüllen gilt. Damit schaltet man neben Videos auch die Hintergrundstory zu Black Ops 4 frei. Spielerisch darf man hier allerdings nicht zu viel erwarten. Im Grunde handelt es sich bei den Missionen nämlich um nichts anderes als Trainingsrunden für den Multiplayer. Zunächst bekommt ihr, ähnlich wie in einem Tutorial, die Spezialfähigkeiten eures Spezialisten beigebracht. Habt ihr die verinnerlicht, gibt es ein sogenanntes Scharmützel: Eine Map aus dem Multiplayer, ausreichend Bots und die Aufgabe, die Angriffswellen zu überstehen.

Je nachdem wie gut ihr euch anstellt, werdet ihr bewertet und erhaltet entsprechende Belohnungen. Allerdings müsst ihr keine Angst davor haben, dass das zu schwer werden könnte. Die künstliche Intelligenz verdient den Titel Intelligenz eigentlich gar nicht. Es ist teilweise wirklich ein Fest zu sehen, wie glatt sich die Bots anstellen. Einzig die zahlenmäßige Überlegenheit gleicht das teilweise wieder aus. Übersteht ihr alle Missionen mit jedem Spezialisten, winken besondere Belohnungen und Videos, welche mehr über den Hintergrund von Black Ops 4 verraten. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Die Missionen eignen sich ganz gut, um die Maps erstmals kennenzulernen und sind wirklich ein willkommenes Training für den Multiplayer. Die Bots allerdings sollte man nicht als Messlatte für den Kampf gegen echte menschliche Spieler sehen, denn das könnte böse ins Auge gehen.

Kommen wir daher direkt zum Multiplayer-Part von Call of Duty: Black Ops 4. Denn der hat weitaus mehr als die Spezialisten-Missionen zu bieten. Neben dem normalen Multiplayer gibt es auch den Zombiemodus und Blackout, den komplett neuen Battle Royale Modus à la Call of Duty. Wir nehmen jeden einzelnen Part genauer unter die Lupe und verraten euch, was drin steckt.

Der Multiplayer

Der Mehrspielerpart ist der Grundstein für Call of Duty – schon immer gewesen. Klar also, dass er in Call of Duty: Black Ops 4 mit von der Partie ist.

Zum Release gibt es insgesamt 10 Spezialisten mit ihren jeweiligen Spezialfähigkeiten. Je nach Spielweise oder auch Spielmodus sind die einen besser oder weniger für den Kampf geeignet. Es gibt altbekannte Charaktere sowie auch neue Mitstreiter in Black Ops 4. Von Battery, welche einen Granatwerfer zum Ausräuchern von Nestern besitzt, kommt Ruin mit den bekannten Stacheln daher, welche er in den Boden rammt und alles um ihn herum dem Erdboden gleich macht. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Eigenschaften und Fähigkeiten spielen sich die Spezialisten wirklich unterschiedlich und verlangen eine individuelle Spielweise. So sollte wirklich jeder seinen Liebling finden und mehr oder weniger erfolgreich in die virtuellen Schlachten ziehen.

Ebenfalls gibt es 14 unterschiedliche Maps. Die Designs reichen von unübersichtlich und verwinkelt, bis weiträumig und offen. Call of Duty – Veteranen werden allerdings feststellen, dass es auch Maps aus älteren Teilen der Serie zu Black Ops IIII geschafft haben. Darüber werden sich nicht wenige freuen. Die Karten erstrahlen in neuem Glanz und machen einfach Spaß – genau so wie damals. Aber auch die neuen Karten können sich sehen lassen. Call of Duty typisch sind die Maps allesamt ideal für hitzige, schnelle und actionreiche Gefechte. Hier wird sicherlich jeder irgendwann seinen Favoriten finden, wenn er ihn nicht schon in den klassischen Maps gefunden hat.

Auch Call of Duty: Black Ops 4 ändert an den bekannten Spielmodi erst einmal wenig. Mit dabei sind die üblichen Verdächtigen wie Team Deathmatch, Frei für Alle oder etwa Stellung. Das kennen wir. Während es in typischen Abschuss bestätigt Runden vor allem um Abschüsse und das Sammeln von Marken geht, kann man es etwa bei Kontrolle etwas strategischer angehen. Hier geht es abwechselnd darum, bestimmte Bereiche zu erobern oder zu halten. Allerdings sind die Wiederbelebungen pro Team begrenzt, was bedeutet, dass man hier wirklich aufpassen muss, dass einem die Leben nicht ausgehen. Neu in Call of Duty: Black Ops 4 ist der Banküberfall Modus. Hier gilt es im Team Geld von A nach B zu bringen – der Gegner muss das natürlich verhindern. Besonders ist hierbei, dass es keine Wiederbelebungen gibt. Soll heißen: wer nicht aufpasst, der wird zum Zuschauen verbannt. Die Runden beginnt jeder Spieler mit einer Pistole. Je mehr Geld beschafft wird, desto bessere Waffen könnt ihr euch zulegen. Das Spielprinzip gefällt und macht wirklich Spaß, jedoch sollte man unbedingt in einer Party spielen um sich effektiv abstimmen zu können.

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Call of Duty: Black Ops IIII Testbericht

Call of Duty: Black Ops IIII

  • Release: 12.10.2018
  • Genre: Shooter
  • Entwickler: Treyarch
  • Publisher: Activision

Gutes

- rundum gelungenes Multiplayer-Erlebnis
- dezente Neuerungen und Optimierungen erfrischen den klassischen MP
- beliebte Maps neu aufgelegt
- bislang umfangreichster Zombie-Modus zu Release
- Blackout macht richtig viel Spaß

Schlechtes

- zahlreiche Abstürze während des Tests
- Blackout nicht komplett ausgereift
- hin und wieder Framerate-Einbrüche in allen Modi
- allgemeine Performance-Probleme
- Lokale-Zombie-Spiele nur bedingt o. gar nicht spielbar
- die übliche Matchmaking-Mechanik

7.5 / 10 Gut

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