Burnout Paradise Remastered im Test: Zeitlos. Brachial. Burnout.

Getestet von | 24.03.2018 um 17:25 Uhr

Immer mehr Spiele werden in Form von aufgehübschten Versionen für die aktuelle Gen neu aufgelegt. Ein Remaster von Burnout Paradise war da schon eine kleine Überraschung. Wir haben uns erneut auf die Straßen von Paradise City begeben und verraten euch in unserem Test, ob sich ein erneuter oder erster Kauf lohnt.

Burnout

Die Burnout Serie hat unzählige Anhänger und Fans. Die wilden Straßenschlachten sorgten nicht selten für heruntergeklappte Kinnladen und machten einfach Spaß. Mit Burnout Paradise legten die Entwickler von Criterion Games ein ganzes Genre neu aus: Offene Spielwelt, Rennveranstaltungen an jeder Ecke und passende Online-Anbindung. So schaffte Burnout Paradise es, bis heute ein Vorbild für Rennspiele zu sein.

Aber was macht Burnout zu Burnout? Kenner wissen natürlich, worum es bei dem Titel geht: Brachiale Straßenschlachten. Und ein bisschen Action. Es wird gerammt, geschubst und von der Straße gedrängt. Denn in Paradise City zählt nur eines: der Sieg! Alles andere ist wertlos. Dafür bietet Burnout Paradise eine vielzahl von Veranstaltungen:

Rennen: Simple Rennveranstaltungen von Punkt A nach Punkt B.

Road Rage: In diesen Veranstaltungen geht es darum, die Gegner auszuschalten. In der Materialschlacht gilt es, das geforderte Takedown-Ziel zu erreichen, bevor man selbst geschrottet wird.

Marked Men: Diese Events sind nicht leicht und erfordern neben einem guten Orientierungssinn auch ein schnelles Auge. In einem Rennen von A nach B ist es hier eure Aufgabe, den permanenten Angriffen eurer Kontrahenten zu bestehen. Diese haben einzig und allein das Ziel euch auf den Schrottplatz zu befördern.

Stunt-Rennen: Wie der Name schon sagt, müsst ihr in diesen Veranstaltungen fleißig in eurer Trickkiste kramen um die geforderte Punktzahl zu erreichen.

Soweit die Standard-Rennveranstaltungen in Burnout Paradise Remaster. Die verschiedenen Renn-Modi bieten viel Abwechslung: Während es in klassischen Rennen lediglich darum geht, als erster über die Ziellinie zu Rasen, kommt es in Road-Rages darauf an, möglichst viele Gegner gegen die Wand, oder in den Gegenverkehr zu manövrieren. Abseits dieser erwähnten Rennevents gibt es auch noch Burning Routes. Das sind spezielle Rennveranstaltungen, welche es für jedes Fahrzeug in Burnout Paradise gibt. Man könnte sagen, dass es sich hierbei um Zeitrennen handelt, denn ihr müsst innerhalb eines bestimmten Zeitlimits von A nach B kommen. Schafft ihr das, dann bekommt ihr als Belohnung eine verbesserte Version des jeweiligen Standard-Fahrzeugs.

Diese Rennveranstaltungen findet man in Paradise City an jeder Ampelkreuzung – und das sind  nicht zu wenige. Zu tun gibt es also, allein von diesem Punkt aus gesehen, mehr als genug.

Und das ist nicht unwichtig: Denn damit das verbiegen von Metall, vorzugsweise natürlich nicht von eurem Eigenen sondern dem der Gegner, nicht ganz umsonst ist, gibt es in Burnout Paradise Lizenzen. Erreicht ihr ein bestimmtes Limit von Rennsiegen, steigt ihr in der Fahrerlizenz auf und erhaltet letzten Endes die Burnout Lizenz. Bis es allerdings soweit ist, könnt ihr euch in gut 100 Rennveranstaltungen mit K.I. Gegnern messen. Um so höher eure Fahrerlizenz ist, um so fordernder werden natürlich auch die Zielvorgaben in den einzelnen Veranstaltungen.

Burnout Paradise Remastered ist zudem vollgepackt mit allen je erschienenen DLC´s und Extra Inhalten. Neben den Standard-Fahrzeugen gibt es diese ebenfalls als Toy´s Version, es gibt Polizeiwagen, mit welchen ihr echte Verfolgungsjagden bestreiten könnt, Boost-Spezial-Fahrzeuge, welche neben brachialer Leistung ebenfalls das Feature besitzen, den Boost-Typ ändern zu können, Classic Fahrzeuge aus älteren Burnout-Teilen und Big Surf – Fahrzeuge, welche speziell mit der Big Surf Island Erweiterung Einzug gehalten haben. Letzteres bietet eine relativ kleine, aber neue Insel welche direkt von Paradise City aus erreichbar ist und noch einmal zahlreiche Rennevents liefert. Wer bereits die Burnout Lizenz besitzt, muss hier keine Angst haben, nichts mehr zu tun zu haben: Die Rennsiege auf Big Surf Island gehen auf eure Big Surf Fahrerlizenz. Genug zu tun also.

Zudem bietet Burnout Paradise Remastered , wie das Original, eine offene Spielwelt: Paradise City. Auf der großen, aber überschaubaren Map, gibt es unzählige Straßen, auf denen ihr euch nach herzenslust austoben könnt. Mit fortschreitendem Fahrerlevel, kennt ihr euch immer besser aus, findet Abkürzungen, besondere Stuntlocations und vieles mehr. Überhaupt gibt es in Paradise City genug zu tun. Überall verteilt gibt es Super-Stunts. Diese spektakulären Sprünge sind überall auf der Map verteilt und können quasi im Vorbeifahren absolviert werden. Zudem sollten jedem Spieler die knallig roten Werbetafeln auffallen. Durch diese könnt ihr mit Full-Speed durchbrettern. Diese sind ebenfalls in der ganzen Stadt verteilt. Zu guter Letzt gibt es auch noch zahlreiche Abkürzungen, welche euch im Fall der Fälle einen Vorteil verschaffen können. Hier geht es durch Schotterpisten, oder auch gleich über Dächer. Burnoutmäßig eben.

Wem das nicht reicht, der kann Rekorde jagen. Denn auf jeder Straße in Burnout Paradise können insgesamt 2 Rekorde aufgestellt werden. Zum einen im Zeitfahren. Um so schneller ihr eine Straße runter brettert, um so besser eure jeweilige Zeit. Schafft ihr das, gehört der Titel dafür schon einmal euch. Und dann gibt es da noch Showtime. Was in den älteren Burnout-Titeln eine Straßenkreuzung war in welche ihr reinbrettern und Chaos stiften konntet, funktioniert in Paradise City instant. Überall. Egal wo ihr seid. Hier gilt es, mitten im Stadtverkehr so viel Altmetall zu produzieren wie es nur irgend möglich ist. Je nach Art des geschrotteten Fahrzeugs, gibt es dafür mehr oder weniger Punkte. Busse geben gar einen Multiplikator und treiben den Highscore in die Höhe. Ein echter Spaß – an übertriebener Action kaum zu überbieten. Holt ihr euch auch diesen Titel auf der Straße, auf welcher bereits der Zeitrekord euren Namen trägt, werdet ihr zum Herrscher über die Straße. Den klassischen Crash Modus, mit vorgegebenen Kreuzungen und Punktzahlen, gibt es dafür aber nicht mehr.

Diese Daten werden permanent hochgeladen und aktualisiert. Ihr könnt euch also so ganz nebenbei mit Spielern aus der ganzen Welt messen.

Natürlich bietet Burnout Paradise Remastered auch einen echten Online-Modus. Ihr bewegt euch hier ebenfalls frei auf der bekannten Map und trefft so auf Gleichgesinnte Burnout-Fans. Standard ist hier der Online-Freeburn. In diesem Event wechseln Regelmäßig die Zielvorgaben. Diese reichen von “Crashe XX-Werbetafeln” über Sprungzeit, in der es gilt so lang wie möglich in der Luft zu bleiben, bis hin zu Zeit, wo es Straßenrekorde aufzustellen gilt. Letzteres wirkt irgendwie chaotisch. Chaotisch in dem Sinne, dass wir nicht ganz verstehen, wie dieser Modus funktioniert. Stellt einer unserer Online-Gegner einen Straßenrekord auf, wird uns das auch der Straßenname angezeigt, allerdings nicht, wo diese Straße denn nun ist. Eine erster Kritikpunkt, zum Burnout Paradise Remaster. Aber auch richtige Online-Rennen sind möglich. Erst hier wird Burnout Paradise Remastered wirklich herausfordernd.

Gutes

- endlich wieder Burnout
- klasse Soundtrack
- klasse Sound
- Charme eines echten Klassikers
- alle DLC Inhalte im Spiel
- Online-Anbindung funktioniert einwandfrei

Schlechtes

- manche Features wirken veraltet
- Spielmechaniken nicht angepasst
- auffallende Pixelschatten und matschige Texturen

8.1 Sehr gut

Kommentare

Du hast etwas zu sagen?

Jetzt einloggen oder registrieren um ein Kommentar zu schreiben

Das könnte dich auch interessieren