BloodBowl II im Test: Rohe Gewalt ist viel wichtiger als Strategie

Getestet von | 09.10.2015 um 18:33 Uhr

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Cyanide Studios bringen mit BloodBowl II den mittlerweile zweiten Teil der Football Simulation im Warhammer-Design. Unter der Lizenz des Games Workshop können wir mit Orks, Dunkelelfen und Co. in die Schlacht, oder viel mehr aufs Football-Feld ziehen. Wir haben in unserem Test das ein oder andere Match bestritten und verraten euch, ob BloodBowl II auch seinen Namen verdient.

Cabal TV: Versteht das jemand?

Auf ein aufwendiges Intro oder ähnliches verzichtet man in BloodBowl II komplett. Vielmehr als einen Ladebildschirm, wie wir ihn von nahzu jedem Titel kennen, gibt´s beim Start nicht zu sehen. Wir landen direkt im Hauptmenü, welches, mehr oder weniger, aufgebaut ist wie ein Fernseh-Studio für Sportsendungen. In diesem Fall ist es natürlich ein Football-Studio. Es nehmen auch direkt ein Ork und sein zierlicher Kollege darin Platz: Schnell stellt sich heraus, dass es sich dabei um die zwei Moderatoren von Cabal-TV handelt, welche anscheinend nicht nur während der Spiele, sondern auch im Menü oder eben zwischen den Matches ihren Senf dazu geben.

Und da fällt auch schon der erste kleine Schock: Die Sprachausgabe ist in englischer Sprache gehalten. Für den ein oder anderen mag das kein Problem sein, aber wiederum andere Spreche vielleicht nicht so gut Englisch, wie es diese Beiden da im Studio tun. Abhilfe schaffen da, oder sollen zumindest, die Untertitel, welche natürlich in deutscher Sprache verfügbar sind. Nur gibt es da ein kleines Problem: Die Untertitel sind teilweise wirklich nur schwer zu erkennen und in jedem Fall viel zu klein. Ein etwas größeres Problem, wie sich später noch herausstellen wird. Bildschirmtexte sind natürlich alle komplett in Deutsch, lediglich die Sprachausgabe beschränkt sich auf mehr oder weniger verständliches Englisch.

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Im Hauptmenü haben wir nun mehrere Möglichkeiten: Wir können eine Kampagne starten, ein eigenes Team erstellen und uns in Online-Ligen versuchen, oder aber auch auf Cabal-TV zugreifen, mit dessen Hilfe wir uns Spiele live von anderen Spielern anschauen können. Um uns aber erst einmal mit den Mechaniken von BloodBowl II vertraut zu machen, starten wir eine Kampagne – da wir davon ausgehen, dass uns hier, zumindest im ersten Spiel, die Grundkniffe eines ordentlichen Coache´s nahe gebracht werden.

Leicht zu erlernen, schwer (oder gar nicht) zu meistern

Wir starten also unsere Kampagne und bekommen direkt ein Team unterstellt, welches bis jetzt nicht einen Sieg eingefahren hat. Dementsprechend sehen auch die Statistiken der Spieler aus. Es gibt sicherlich Spieler die nicht wirklich etwas richtig machen können, aber diese hier, hätten als Zuschauer nicht einmal einen Platz in den Rängen gefunden. Nun ja. Voller Tatendrang also wollen wir in unser erstes Spiel starten. Das Spiel beginnt mit einem Rückblick, welchen wir von Cabal-TV zu sehen bekommen: Jeder unserer Spieler wird vom gegnerischen Team aufgeraucht und das Spiel ist schneller vorbei, als uns lieb ist.

Sei es drum: Neue Spieler müssen her! Also landen wir zunächst im Coaching-Bildschirm. Hier haben wir den kompletten Überblick über alles, was wir als Stratege, Trainer und irgendwo auch Spieler wissen müssen. Wer ist der nächste Gegner? Welche Spieler habe ich in meinem Kader? Wie sieht es mit Verletzungen aus? Und so weiter und so fort. Als aller erstes brauchen wir eine Mannschaft. Diese muss aus mindestens 11 Spielern bestehen, maximal 16 Spieler sind erlaubt. Dabei können wir aus verschiedenen Klassen und Fähigkeiten wählen, die unseren eigentlichen Spielstil maßgeblich beeinflussen werden. Der Läufer zum Beispiel, ist besonders dazu geeignet, lange Pässe auf ihn zu werfen, den Ball zu fangen und auch längere Sprints nahezu unbeschadet zu überstehen. Der Werfer hingegen ist das komplette Gegenteil: Er spielt lange Bälle, vorzugsweise zum Läufer – der den Ball dann wiederum weiter verarbeitet. Da ein Football-Spiel aber nicht nur aus Pässen besteht, schon gar nicht in BloodBowl II, brauchen wir aber auch Spieler die Austeilen und Einstecken können. Hier kommen die Blitzer zum Einsatz.

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Blitzer sind quasi die Spieler, die rein offensiv eingesetzt werden. Sie stellen sich gegen die gegnerische Manschaft, hauen Spieler um oder machen einfach nur den Weg für den Läufer frei. Jeder Läufer hat dabei seine eigenen Stärken und Schwächen, die wir im Spielverlauf aber beeinflussen können. Je nach dem, wie oft überhaupt all unsere Spieler zum Einsatz kommen, sammeln diese Erfahrung und verbessern so ihre Fähigkeiten. Wer nun einen Gegner aus dem Weg räumen will, kann das also mit einem Blitzer tun. Je nachdem welche Fertigkeiten der Spieler, oder auch der gegnerische Spieler besitzt, wird gewürfelt. Bestimmte Eigenschaften sorgen zum Beispiel dafür, dass der Gegner dann würfeln kann – da muss man dann einfach hoffen, und Glück haben. Es gibt einige, unterschiedliche Aktionen, welche erwürfelt werden können: Entweder schaltet man den Gegner komplett aus, so dass er zu Boden geht oder, die etwas verstärktere Form davon, haut den Gegner direkt K.O., er kann dann 2 Runden nicht eingesetzt werden. Andere Aktionen vertreiben einfach den Gegner von seiner Position. Wer hier die richtige Strategie anwendet, wird auch mit einem sehr offensiven Spielverhalten ans Ziel kommen, vorrausgesetzt die Spieler machen mit. So weit hört sich das alles ganz gut an…

Gutes

- Anspruchsvolles Gameplay
- Detaillierte charaktermodelle
- Liga System und Cabal TV

Schlechtes

- Eher mäßige Präsentation
- Immergleiche Animationen
- Nur Englische Sprachausgabe und zeitgleich zu kleine Untertitel

7.2 Gut

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