BioShock: The Collection im Test – Rapture und Columbia rufen erneut

Getestet von | 24.09.2016 um 19:44 Uhr

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Die meisten lohnenswerten Spielreihen und Titel haben bereits ein Remaster spendiert bekommen, doch noch nicht alle. Jetzt hat aber eine Reihe ein Remaster spendiert bekommen, auf das die Fans schon lang gewartet haben – die BioShock Trilogie. Im August 2007 erschien das erste BioShock und war damals ein absolutes Highlight und wurde von allen gefeiert. Im Februar 2010 konnte man dann erneut Rapture besuchen und auch wenn BioShock 2 ein gutes Spiel war, konnte es nicht die Klasse des Erstlings erreichen. Im März 2013 ging es aus dem Meer in den Himmel und man konnte mit BioShock Infinite wieder an die Erfolge von Teil 1 anknüpfen. Jetzt erscheinen alle 3 erneut für die aktuelle Generation und wir verraten euch, ob sich ein weiterer Ausflug nach Rapture und Columbia lohnt.

Wir arbeiten die Teile nacheinander ab und am Ende gibt es dann wie üblich das Fazit.

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Atlantis? NEIN! Das ist Rapture!

BioShock spielt im Jahr 1960 und wir spielen Jack. Dieser ist mit dem Flugzeug unterwegs und stürzt dann unglücklicherweise über dem Atlantik ab. Jack ist der einzige Überlebende und kann sich zu einem, in der nähe befindlichen Leuchtturm, retten. Dieser fungiert quasi als Transport zu einem ganz besonderen Ort: Rapture. Eine Unterwasserstadt, dessen Gründer und Herrscher Andrew Ryan ist. Bereits kurz nach seiner Ankunft wird Jack von Atlas kontaktiert. Dieser verrät ihm, dass die Stadt zu Grunde gerichtet wurde und die Bewohner einer Substanz zum Opfer gefallen sind, die sie Wahnsinnig hat werden lassen. Sie trägt den Namen ADAM und wird noch eine wichtige Rolle spielen, doch dazu später mehr. Um Rapture zu entkommen, muss Jack verschiedene Aufgaben für Atlas erledigen. Während dieser trifft er neben anderen Menschen, auch auf Little Sisters und Big Daddys. Diese sind immer zusammen unterwegs und haben auch eine Aufgabe. Die Little Sisters sind kleine Mädchen und müssen das Blut von Leichen extrahieren und in ADAM umwandeln. Die Big Daddys sind in riesigen, gepanzerten Tauchanzügen unterwegs und haben die Aufgabe, die Little Sisters zu beschützen. Wenn wir nach intensiven Kämpfen gegen die Big Daddys gewonnen haben, haben wir die entscheidende Wahl. Beuten wir die Little Sisters aus oder retten wir sie. Beim ausbeuten bekommen wir viel ADAM, beim retten bekommen wir zwar weniger, doch im Verlauf des Spiels gibt es dann andere Belohnungen. Doch nicht nur eure Beute ist von der Entscheidung abhängig, sondern auch das Ende des Spiels. Viel mehr verraten wir auch nicht zur Handlung. Wer sie noch nicht kennt, wird eine Menge Spaß damit haben, da sie sehr spannend gestaltet ist und auch mit ein paar Twists aufwarten. Getragen wird das ganze durch interessante Charaktere, die sogar auf Deutsch synchronisiert sind und das auch noch sehr gut.

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ADAM und EVE

ADAM haben wir ja bereits erwähnt, doch auch EVE spielt eine wichtige Rolle in BioShock, doch eins nach dem anderen. ADAM hat nicht nur dafür gesorgt, dass die meisten Bewohner von Rapture den Verstand verloren haben, sondern haben ihnen auch besondere Fähigkeiten beschert. So kann Jack mit Hilfe von ADAM am sogenannten “Gatherer’s Gardens” neue Fähigkeiten kaufen. Diese werden unterteilt in Plasmide und Gen-Tonika. Letztere bringen euch passive Vorteile wie mehr Heilung durch Nahrung, Unsichtbarkeit bei stillstehen oder der Fähigkeit, dass Geschütze länger brauchen, euch zu erfassen. Plasmide sind hingegen aktiv nutzbar und benötigen EVE um genutzt zu werden, quasi wie Munition oder Mana. Durch Plasmide könnt ihr beispielsweise Blitze schleudern, Gegner aufeinander hetzen oder Hologramme erzeugen, damit ihr abhauen könnt oder eine Chance zum flankieren habt. Zusätzlich habt ihr noch Schusswaffen zu eurer Verteidigung. Hier stehen Pistole, MG, Schrotflinte oder Armbrust zur Auswahl und können auch verbessert werden. Jede Waffe hat hierbei 2 Upgrades, die aber meist anders ausfallen. So kann ein größeres Magazin geboten werden, mehr Feuerkraft oder geringerer Rückstoß. Ihr habt also reichlich Möglichkeiten euch zu verteidigen und das funktioniert dank eingängiger und geschmeidiger Steuerung auch wunderbar. Wenn ihr dennoch mal zu viel abbekommt, habt ihr neben Medikits auch die Möglichkeit euch durch herumliegende Nahrung zu heilen. Allgemein lädt das Spiel zum genauen erkunden ein, da überall Kisten, Schränke oder Leichen geplündert werden wollen. Immerhin braucht man ja Geld für Munition und Medikits. Auch ADAM, Waffen Upgrades oder Aufnahmegeräte sind teilweise versteckt. Letztere geben oft interessante Hintergrundinfos zu dem, was in Rapture passiert ist. Komplett neu ist noch der Entwickler Kommentar zu BioShock 1. Dieser wird freigeschaltet, wenn man versteckte Filmbänder im Spiel findet. Zu sehen sind dabei Director Ken Levine und Animation Director Shawn Robertson, die erklären, wie es vom Konzept zum fertigen Spiel kam. Hierbei handelt es sich leider um die einzige richtige Neuerung in den Spielen.

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Atmosphärisch perfekt

Was Optik und Sound angeht, da war BioShock schon damals ganz ganz groß. Auch im Remaster ist das Spiel noch sehr hübsch anzuschauen und zeigt von allen 3 Titeln die merkbarsten Verbesserungen. 1080p, 60fps, verbesserte Texturen und besseres Lighting. Insgesamt wirkt alles aufgefrischt und nicht nur auf 1080p und 60fps gebracht. Das wunderschöne Rapture, sieht so gut aus wie nie. Selbst für heutige Standards kann das Spiel noch überzeugen. Besonders die Wassereffekte, kombiniert mit den Lichteffekten, sind ein Traum. Dann kommt noch der wahnsinnig gute Sound dazu, der genau dann ruhig ist oder laut wird, wenn es sein muss. Dadurch entsteht ein Atmosphäre, die absolut fantastisch ist. In einem Moment ist man von der Unterwasserstadt beeindruckt, im anderen hat man Angst um die Ecke zu gehen, weil die Stimmung so beklemmend ist. Dazu noch die Schreie der wahnsinnigen Bewohner, die tolle Synchronisation der Charaktere und selbst die Sounds der Waffen sind super. Bleibt die Frage, hat das Spiel denn irgendwelche Makel? Nunja, die Gegner sind ein wenig Arm an Ideen und oft gleich. Dann gibt es da noch das gelegentliche Hacken von Geräten, was zwar anfangs kurzweilig ist, auf Dauer jedoch nervig und einseitig werden kann. Auch ein wenig Schade ist, dass die Entscheidungen bei den Little Sisters und bei manchen Charakteren, bis auf das Ende, keinerlei Auswirkungen haben. Auch schade ist, dass die Framerate hier und da mal kurz ins Stocken kommt, was bei einem Remaster nicht sein muss. Auch fanden wir, dass die Ladezeiten zwischen den Bereichen etwas lang waren (~20 Sekunden), gemessen daran, dass es ein Remaster ist. Hier und da gabs auch Momente wo wir dachten, dass sieht nicht richtig aus. Besonders bei manchen Reflektionen im Wasser sah das manchmal einfach nicht gut aus. Wir hatten auch 3 mal den Fall, dass Texturen regelrecht geflackert haben. Aber nun gut, dass sind keine groben Schnitzer, sondern eher kleine Makel. Zusätzlich zu der ordentlichen Spielzeit, kommen noch alle DLCs.

Notiz: Es gab Berichte von Abstürzen, Freezes und gelöschten Speicherständen. Während unseres Tests, ist nichts dergleichen passiert.

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Gutes

- Sehr interessante Handlung und Charaktere
- Spaßiges und Dynamische Gameplay
- Fantastische Atmosphäre und Stil
- 3 Meisterwerke mit allen DLCs für einen fairen Preis

Schlechtes

- Framerate gelegentlich mit kleinen Rucklern
- Entscheidungen teilweise irrelevant (BioShock Infinite)
- Zu ähnlich zu Teil 1 (BioShock 2)

8.5 Sehr gut

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